Australiens Südwesten Teil III: Wo du mit Kängurus am Strand tanzen kannst

Was mich an Australien so fasziniert: Du denkst immer, besser kann es nicht werden – und dann findest du eine neue Ecke, die alles nochmals toppt! So auch in Albany: Mit den Blowholes habe ich meinen Herzensort zum dritten Mal besucht und bin noch genauso happy wie beim ersten Besuch. Doch dann hören wir von der Two Peoples Bay. Also beschliessen wir, diese Bucht aufzusuchen. Sie ist nicht ganz einfach zu finden. Erst verfahren wir uns und landen am – auch nicht zu verachtenden – Nanarup Beach. Wenn du ein outbacktaugliches 4×4 Auto fährst (also nicht nur einen SUV wie wir ihn haben), kannst du mit dem Auto dem Strand entlangfahren und dir eine ruhige Stelle fürs Picknick suchen. Wahnsinn!

Australien, Südwesten, Albany, Nanarup Beach

Australien, Südwesten, Albany, Nanarup Beach

Beim zweiten Anlauf landen wir dann am richtigen Ort. Ich habe ja – grad auf dieser Reise – wirklich schon viele schöne Strände gesehen und als man mir vom Little Beach erzählte, dachte ich «ja, ja… ein weiterer Strand…». Wie wir nun aber vor dieser bezaubernden Bucht stehen, bin ich sprachlos. Und einmal mehr: Nur eine Handvoll Menschen! Knallweisser, puderfeiner Sand, der knirscht, wenn man drüber geht. Glasklares, türkisfarbenes Wasser und grosse ausgewaschene Steine – die Seychellen können nicht schöner sein! Wir können uns kaum von diesem Anblick trennen und haben wohl so viele Fotos gemacht, wie sonst noch von keinem anderen Ort!

Australien, Südwesten, Albany, Two Peoples Bay
Australien, Südwesten, Albany, Two Peoples Bay

Von Albany fahren wir weiter nach Esperance. Die fünfstündige Fahrt ist eintönig, aber wenn man weiss, was einen erwartet, nimmt man dies gerne auf sich: Der Cape Le Grand Nationalpark ist der Grund, warum ich nochmals nach Westaustralien wollte, hier in der Lucky Bay, kommen wilde Kängurus direkt an den Strand! Bevor es soweit ist, halten wir am Le Grand Beach.

Australien, Südwesten, Albany, Le Grand Nationalpark

Dieser ist vor allem zum 4×4 Fahren am Strand und für Surfer geeignet. Weit schöner anzusehen ist die Hellfire Bay.

Australien, Südwesten, Albany, Le Grand Nationalpark

Der übersichtliche Strand erinnert mich sehr an Little Bay in Albany. Hier hätte ich stundenlang auf dem Felsen sitzen und aufs Meer hinausschauen können. Die ganze Pracht dient allerdings nur, um die Spannung aufzubauen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Werden wir Kängurus am Strand sehen?

Der zum Strand gehörige Campground ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auf den ersten Blick bin ich etwas enttäuscht von der Lucky Bay: Die Bucht ist zwar wunderschön mit weissem Pulverstrand und türkisfarbigem Meer, aber es hat relativ viele Leute und überall parken die grossen 4WD-Autos direkt am Strand. Doch die Enttäuschung weicht schon bald der Begeisterung, als ich die ersten zwei Kängurus sehe. Tatsächlich, es hat Kängurus am Strand, ich kann mein Glück nicht fassen! Wahrscheinlich sind es Mutter und Kind. In einer Seelenruhe sitzen und liegen sie am Strand und lassen sich durch die Menschen nicht aus der Ruhe bringen. Die scheinen den Tumult gewöhnt zu sein.

Australien, Südwesten, Albany, Le Grand Nationalpark

Ich spaziere die ganze Bucht entlang und bin fast zwei Stunden unterwegs. Je weiter ich mich vom Campground entferne, umso ruhiger wird es.

Australien, Südwesten, Albany, Le Grand Nationalpark

Schliesslich begegne ich einem weiteren Känguru. Nur wir zwei, ich und das Känguru, sonst keine Menschenseele.

Australien, Südwesten, Albany, Le Grand Nationalpark

Auf der Rückfahrt nach Esperance sehen wir im Feld drei Emus. Auf der Hinfahrt sahen wir bereits eine Schlange. Und jetzt sehen wir in der Ferne auch noch Rauchwolken, ein Buschfeuer – eine abenteuerliche Fahrt!

Australien, Südwesten, Albany

Esperance selber hat auch einige schöne Strände zu bieten. Die entdeckst du am besten, indem du dem Great Ocean Drive entlang fährst. Den Anfang macht der West Beach, er ist am nächsten bei der Stadt.

Australien, Südwesten, Albany, West Beach

Die Fahrt führt weiter zum Chapmans Point. Von hier hast du eine schöne Aussicht über die ganze Umgebung.

Australien, Südwesten, Albany

Es folgen der Salmon Beach, Fourth Beach, Twilight Beach, Picnic Cove, Ten Mile Beach (ganz offiziell ein FKK-Strand!) und Eleven Mile Beach – einer schöner als der andere und alle menschenleer.

Australien, Südwesten, Albany

Auf dem Rückweg nach Perth machen wir einen Umweg über Hyden, um den Wave Rock zu sehen. Während wir an der Küste mit angenehmen Temperaturen verwöhnt waren, wurde es nun im Landesinneren wieder heiss, über 30 Grad. Wenn du in Hyden übernachten möchtest, solltest du rechtzeitig reservieren, viele Unterkunftsmöglichkeiten/Campgrounds gibt es hier nicht. Ueberhaupt gibt es hier nichts ausser dem Wave Rock…

Australien, Südwesten, Wave Rock

Uebrigens, ein Foto vom Fels in der Abendsonne kannst du vergessen, dann liegt der nämlich im Schatten! Also besser früh aufstehen und Fotos in der Morgensonne machen.

Mittlerweile bin ich zum dritten Mal beim Wave Rock, ich finde ihn überbewertet, kann aber durchaus verstehen, wenn jeder Westaustralien-Besucher ihn sehen möchte. Ein schmaler Weg führt auf den 15 Meter hohen Felsen. Von oben hast du eine Aussicht über die Landschaft.

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Australiens Südwesten Teil II: Wo du Bäume erklimmen und dem Rauschen des Meeres lauschen kannst

Eines der grossen Highlights auf dem Weg nach Albany ist der Tree Top Walk im Valley of the Giants bei Walepole. Auf Hochseilbrücken geht es 600 Meter lang bis zu 40 Meter über Boden durch die Baumwipfel – sehr eindrücklich!

Australien, Südwesten, Walepole, Valley of the Giants

Ein kurzer Spaziergang, der Ancient Empire Boardwalk, führt vorbei an riesigen (bis zu 46 m hohen und mit einem Durchmesser von bis zu 16 m) zum Teil ausgehöhlten Bäumen. Höhepunkt ist der Baum Grandma Tingle, 400 Jahre alt, 12 m Durchmesser und 34 m hoch!

Australien, Südwesten, Walepole, Valley of the Giants

Grosse Enttäuschung in Denmark: Die Williams Road ist wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen. Das heisst für uns, dass wir auf den berühmten Elephant Rock und Greens Pool verzichten müssen, riesige ausgewaschene Felsen, die die Küste schützen und wo das Wasser perfekt zum Schnorcheln wäre. Alternativ fahren wir der Ocean Beach Road entlang von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Ganz begeistert bin ich vom Black Hole, einem grossen, flachen Felsen, wo die Wellen herrlich angespült werden. Ich setze mich hin, blicke aufs Meer hinaus und könnte den ganzen Tag hierbleiben.

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Eine weitere empfehlenswerte Strecke in der Region Albany ist der Ellerken Tourist Drive. Ein etwas skurriles Erlebnis ist der Besuch der Blueberry Farm: Auf einem riesigen, eher teuer aussehenden Grundstück steht in der hintersten Ecke ein Blechschuppen. Darin wird eine überschaubare Menge an Konfi (Marmelade), Schnaps und weiteres, gemacht aus Blaubeeren, verkauft. Der Eigentümer, ein 75 Jahre alter, etwas schrulliger Kanadier, beachtet uns erst kaum. Als wir dann allerdings bezahlen möchten, kommt er so richtig in Fahrt und erzählt uns seine ganze Lebensgeschichte. Die (kurze) Anfahrt über einen Hügel ist abenteuerlich, aber unser Auto hats geschafft!

Der Ellerken Tourist Drive führt uns zum Strand «Cosy Corner». Was für ein passender Name! Es erwartet uns einmal mehr ein menschenleerer, weisser Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser. Dieses Land fasziniert mich jeden Tag aufs Neue!

Australien, Südwesten, Ellerken Tourist Drive

Die Kleinstadt Albany hat nicht soo viel zu bieten, aber die Landschaft rund herum ist überwältigend. Es lohnt sich, hier ein paar Tage einzuplanen und einzelne Tagesausflüge zu unternehmen. Ein Ort, der mir schon vor 28 Jahren den Atem geraubt hat, ist die Küstenregion bei The Gap und Natural Bridge – auch diese Orte gehörten zu Melas Lieblingsplätzen.

Früh aufstehen lohnt sich: Als wir über die Felsen zum Klippenrand laufen, sind nur vier weitere Personen da. Seit 1996 gibt es eine Viewing Plattform und einen vorgegebenen Weg, den man nicht verlassen darf. Das war Anfang der 90er noch anders, aber auch nicht ganz ungefährlich, man unterschätzt das wilde Meer schnell einmal und kann mitgerissen werden. Beim Gap prallen gewaltige Wassermassen gegen die Felsen, ein Wahnsinnsschauspiel. Ich liebe diesen Ort!

Australien, Südwesten, Albany, The Gap

Weiter geht es zu den Blowholes. Im Visitor Center hat man uns von einem Besuch abgeraten, es sei zu gefährlich. Ich war total entsetzt, die Blowholes sind für mich DAS Westaustralien schlechthin, der Hauptgrund, warum ich überhaupt nach Albany gekommen bin! Hier hatte ich mich vor 28 Jahren in dieses Land verliebt, als wir abends im Dunkeln mit Taschenlampen bewaffnet zu den Klippen gingen, auf den Felsen lagen und dem Rauschen des Meeres zuhörten. Als ich nachfragte, meinte die freundliche Dame, der Fussweg sei lang (900 Meter…), steil (ein Hügel…) und anstrengend (78 Stufen…), darum würde sie den Touristen normalerweise davon abraten, aber wir sähen ja fit aus…! Ausserdem hätte man keine Garantie, dass man wirklich auch was hören würde… Nun, mich soll das alles nicht abhalten, ich hatte sicherlich schon Anstrengenderes gemacht. Problemlos kommen wir zu den Blowholes und sind dort mutterseelenalleine. Ich setze mich direkt neben ein Blowhole und kaum sitze ich, kann ich den Wind schon zwischen den Felsen hören. Was für ein magischer Moment – ich fühle mich 28 Jahre zurückversetzt!

Australien, Südwesten, Albany, The Blowholes
Australien, Südwesten, Albany, The Blowholes

Auch den Rückweg mit dem «anstrengenden Aufstieg» meistern wir übrigens problemlos. Aber mir soll es nur recht sein, wenn dem Massentourismus von einem Besuch der Blowholes abgeraten wird, so bleibt dieser eindrückliche Ort noch lange so unverdorben!

Alles weitere auf dieser Küstenstrecke ist nur noch ein netter Zusatz: Der Stony Hill mit schöner Aussicht auf Albany und die Whaling Station.

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Erwähnenswert ist noch Salmon Holes, ein wunderschöner einsamer Strand, natürlich auch ohne Leute!

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Australiens Südwesten Teil I: Wo du übers Wasser laufen und in natürlichen Whirlpools baden kannst

Der Südwesten ist für mich der schönste Teil Australiens. Warum? Dieser Teil gehört zu den 34 artenreichsten Regionen weltweit. Kurvige Strassen und schmale Wege führen durch malerische Küstenorte, abgelegene Strände, vorbei an bis zu 90 m hohen Baumriesen. Das Klima ist super angenehm und Tüpfelchen auf dem i sind die diversen kulinarischen Highlights, die einem laufend begegnen.

Wenn du nur 10 Tage Zeit hast für die must-sees & does im Südwesten, empfehle ich dir folgende Route:

Perth – Busselton – Margaret River – Augusta – Pemperton – Denmark – Albany – Mount Baker – Perth

Solltest du 12 Tage (oder mehr) Zeit haben, dann unbedingt von Albany weiter bis Esperance fahren (und wenn du ganz viel Zeit hast, vielleicht noch den Wave Rock in Hyden oder Kalgoorlie im Landesinnern mitnehmen…).

Nach einem kurzen Urlaub vom Urlaub in einem tollen airbnb Haus am Strand von Scarborough (bei Perth) geht unser Westaustralien-Abenteuer weiter, ab jetzt nur noch zu zweit.

Du willst 3’000 Schritte übers Wasser wandeln? Dazu brauchst du keine höheren Mächte, es reicht, wenn du über die Busselton Jetty spazierst. Die Jetty aus dem Jahre 1865 ist mit 1’841 Metern die längste Jetty der südlichen Hemisphere – für $ 14 fährt tatsächlich ein kleines Touristenbähnli auf die Jetty raus. Bevor du fragst: Nein, wir sind die knapp 2 km hin und zurück zu Fuss gegangen!

Australien, Südwesten, Roadtrip, Busselton Jetty
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Wir folgen der Caves Road zum Cape Naturaliste- was für eine fantastische Strasse! Gleich als Erstes geht es für uns zum Cape Naturaliste Lighthouse – keine Reise ohne Leuchtturm! Da dieser aber ziemlich weit weg vom Meer steht, ist die Aussicht nicht so berauschend.

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Umso schöner die Küstenlandschaft. Wir stoppen in der Bunker Bay und beim Sugarloaf Rock, wunderschöne Felsformationen im wilden Meer. Ein Ort, wo ich stundenlang sitzen und aufs Meer gucken kann.

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Die Caves Road führt uns weiter nach Yallingup. Der Zufall will es, dass wir eine Abzweigung verpassen und… direkt vor der deutschen Gugelhupf Bakery landen. Das war Fügung! Die Bäckerei wurde vor Jahren von einem Deutschen gegründet und verkauft nebst kleinen Gugelhupfs unglaublich gutes Brot, Zimtschnecken und Linzertorte. Wir haben uns für die nächsten paar Tage gleich mal einen Vorrat an deutschen Leckereien angelegt!

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Yallingup heisst übrigens «place of love» – ein passender Name für diesen herzigen kleinen Ort, der praktisch nur von Surfern und Wanderern besucht wird.

Ein Highlight jagt das nächste: Nach einem Abstecher zu den Canal Rocks geht es weiter zum Natural Spa (Du erinnerst dich: Das ist einer von Melas Lieblingsplätzen). Dies scheint noch einer der wenigen Geheimtipps zu sein, jedenfalls war im Reiseführer nichts darüber geschrieben. Ich hatte auf Instagram davon gelesen und von einer australischen Freundin den Tipp bekommen. Obwohl der Parkplatz ziemlich voll ist, hat es wenig Leute, die am Baden sind.

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Die Fotos mit dem ruhigen Meer täuschen, hier kann es wild zu- und hergehen wie in einer Waschmaschine. Immer wieder werden Menschen von den Felsen gefegt und getötet. Die Strände von Injidup und Yallingup sind für gefährliche Surfbedingungen und ihre zerklüfteten Küsten bekannt. Ein Sturm im letzten Winter zerstörte gar die Holzstege.

Die Caves Road bis Margaret River ist links und rechts von Bäumen gesäumt, zwischendurch mal ein Rebberg und immer wieder atemberaubende Küstenlandschaft. Ich bin begeistert von dieser Fahrt.

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Auf der Fahrt in Richtung Albany kommen wir mal wieder an einem Leuchtturm vorbei, das Cape Leeuwin Lighthouse.

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Nach einer gut eineinhalbstündigen Fahrt durch riesige Eukalyptuswälder erreichen wir Pemperton, die ehemalige Holzfällersiedlung. Der kleine Ort an und für sich ist nicht sehr speziell, aber der Karri Wald mit seinen riesigen Bäumen ist super eindrücklich. Allen voran der 83 m hohe Gloucester Tree, der über Eisenstäbe bestiegen werden kann. Der Karri Baum diente früher den Feuerwehrleuten als Aussichtspunkt, um nach Bränden Ausschau zu halten. Ich hatte den Baum bereits vor 28 Jahren bestiegen, Grund genug, kein zweites Mal hinauf zu klettern! Zudem werden wir hier von aggressiven Fliegen (oder Bremsen?) attackiert. Schnell ein Foto gemacht und weitergefahren.

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Von Pemberton aus fahren wir via Northcliffe nach Windy Harbor. Einmal mehr eine wunderschöne Bucht, die in meinem Reiseführer nicht erwähnt ist. Uns bietet sich eine traumhafte Aussicht auf den Salmon Beach – ein Traumstand ohne Leute!

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Ein Fussweg führt rund um den Gipfel des Point d’Ectrecasteaux. Grad denke ich noch «ja, ja, ganz ok» (ich bin schon so verwöhnt…) und dann boom, stehen wir plötzlich vor The Windows Lookout, ein vom Felsen geformtes Fenster mit Aussicht auf die Klippen. Wunderschön!

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Wenn du zum richtigen Zeitpunkt hier bist, kannst du vorbeiziehende Buckelwale und Südliche Glattwale beobachten. Dieses Gebiet hat schon die australischen Ureinwohner, die Noongars, vor tausenden von Jahren fasziniert.

Noongars do not have built monuments to celebrate culture.

This country is Noongar landscape.

It is a reflection of us. We are a reflection of it.

It is a celebration of us. We are a celebration of it.

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Vom Kuscheln mit Quokkas auf Rottnest Island (West-Australien)

Wenn du einen Ferienprospekt über Rottnest Island liest, dann sagt der «unser wunderschönes Inselparadies besitzt einige der feinsten Strände und Buchten der Welt». Was soll ich sagen? Es stimmt! Diese kleine Insel, nur 18 Kilometer vor der Küste von Perth gelegen, ist ein kleines Naturparadies. Die kitschig schönen Strände lassen vergessen, dass die Insel im 19. Jahrhundert vorwiegend Gefangene beherbergte. Ich beneide jeden Einwohner von Perth, der sagen kann «ich mach mal schnell einen Tagesausflug nach Rotto».

Rottnest Island, Westaustralien, Australien

63 naturbelassene Strände und 20 wunderschönen Buchten laden zum Sonnen, Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln und Spazierengehen ein. Immer mal wieder triffst du auf das niedlichste Mini-Beuteltier, das nur in Westaustralien vorkommt, dem weltberühmten Quokka. Niemand verlässt die Insel ohne ein Selfie mit Quokka!

Rottnest Island, Westaustralien, Australien, Quokka

Ab Perth und Fremantle fahren regelmässig Fähren nach Rottnest. Ich empfehle dir, mit der Sealink ab Fremantle zu fahren. Da hast du die Möglichkeit, gleich ein Leihfahrrad mit zu buchen. Auf der Insel gibt es keine Autos, nur einen Bus, der zu den wichtigsten Punkten fährt. Mit dem Sealink Paket bekommst du ein richtig gutes Bike mit Gangschaltung. Beim anderen Anbieter gibt’s nur ein einfaches Fahrrad ohne Gangschaltung. Rottnest Island ist selten flach, es geht immer hoch und runter und ein starker Wind – ohne Gangschaltung wäre das ziemlich anstrengend.

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Vom Anleger führt ein kurzer Fussmarsch zu «Pedals & Flippers», wo wir unser Bike fassen. Hier kannst du übrigens auch eine Schnorchelausrüstung mieten.

Rottnest Island, Westaustralien, Australien

Wir starten unsere Velotour zum östlichen Teil der Insel, wo ein Leuchtturm auf uns wartet.

Dann geht’s weiter zu den Badebuchten im Süden. The Basin liegt relativ zentral und ist sehr gut besucht. Doch bereits bei den folgenden Buchten, wo man ein paar Minuten länger hinradeln muss, hat es kaum Leute. Mein Favorit ist der Ricey Beach: traumhaft türkisfarbenes, glasklares Wasser und weisser Sandstrand. Das Beste: Wir sind mutterseelenallein in dieser Bucht.

Rottnest Island, Westaustralien, Australien

The Stark Bay ist etwas grösser, aber auch hier nur eine Handvoll Leute.

Auf der Weiterfahrt sehen wir am Strassenrand Leute stehen. Der Fall ist klar: Quokka-Alarm! Die entzückenden kleinen Tiere sind unglaublich zutraulich. Sobald sie einen kleinen Ast zum Essen haben, verharren sie am Ort und sind die perfekten Fotomodelle.

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Keine zehn Minuten weiter die nächste Gruppe Quokkas. Dieses Mal ist es eine Mutter mit mindestens einem Jungen. Es ist so putzig: Während wir wie wild fotografieren, trinkt das Junge bei der Mutter am Bauch – und schläft plötzlich ein!

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Für uns geht es weiter am Salzsee und Leuchtturm im Landesinneren entlang, wir haben kräftigen Gegenwind.

Rottnest Island, Westaustralien, Australien

Aber die «Zivilisation» naht, wir sind schon wieder in der Nähe von Shops und Restaurants in Thompson Bay, dem Hauptort der Insel. Auch hier hüpfen muntere Quokkas rum, ganz mutige wagen sich sogar rein in die Restaurants – und werden dann von den Angestellten ganz putzig mit Schaufel und Besen wieder herausgetragen.

Einen Besuch auf Rottnest Island ist für mich Pflicht, wenn ich in West-Australien bin. Ich kann dir diese wunderschöne Insel mit seinen zauberhaften Bewohnern nur ans Herz legen.

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Lian und Noah entdecken Australien

Ich durfte auf meiner Reise durch Westaustralien ein paar Tage gemeinsam mit Mela und ihrer Familie reisen. Die beiden Jungs Lian (11 Jahre) und Noah (8 Jahre) sind unglaublich reiseerfahren, waren auch schon in Dubai, Neuseeland, Amerika und natürlich Europa unterwegs.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den beiden ein paar Fragen gestellt:

Seid ihr zum ersten Mal in Australien?

N: Ja.

L: Nein. Ich war schon mal mit sechzehn Monaten für mehrere Wochen in Australien und Neuseeland unterwegs.

Wie lange seid ihr in Australien unterwegs?

N/L: Zwei Monate

Wo wart ihr überall?

Südaustralien, Westaustralien, Northern Territory

Welche Tiere habt ihr gesehen?

Kamel, Wildpferde, wilde Kühe, Kängurus, Koalas, Dingos, Dugite (giftige Schlange), Tiger Snake, Jan’s Banded Snake (Schlange), Redback Spider (Spinne), grosse und kleine Lizards, wedgetail eagle ( grösster Adler Australiens), Falken, schwarze Kakadoo, Galas (rosa Kakadoo), weisser Kakadoo, Delfin, Schildkröte, Emu, Quokkas, Australian Sealion, Pinguin, Wombat, Kakerlaken

Was ist euer Lieblingstier in Australien:

N: Känguru

L: grosses, graues Känguru, das 3 m hoch und über 13 m weit springen kann.

Australien, Westaustralien, Interview

Wo hat es euch am besten gefallen?

N: Rottnest Island

L: Lucky Bay

Was war auf dieser Reise anstrengend?

N: Lernen, Aufgaben machen

L: Die langen Autofahrten. Wir sind einmal in 15 h 1000 km gefahren, von Fowlers Bay bis Norseman.

Gibt es ein Abenteuer auf dieser Reise, welches euch besonders in Erinnerung bleibt?

N: Rockingham, da hatten wir das schönste Haus, das wärmste Wasser und da haben wir Weihnachten gefeiert.

L: Mount Augustus, die Grösse des Berges hat mich beeindruckt.

Habt ihr in dieser langen Zeit eure Gspänli von zu Hause vermisst?

N: Ja, meinen Cousin, den Jonas!

L: Ja, meine Freunde Darius, Robin, Cyrill, Gael, Roberto und meine Freundin.

Wie habt ihr mit ihnen Kontakt aufgenommen?

N: Ich habe jeden Tag von Papas Handy Whatsapp Nachrichten geschrieben. Einmal haben wir telefoniert.

L: Meine Freundin habe ich 11x mit Face Time angerufen und unzählige Whatsapp Nachrichten geschickt. Meinem Freund Darius habe ich mit Whatsapp geschrieben, die anderen haben noch keine eigenen Handys.

Australien, Westaustralien, Interview

Welche anderen Länder habt ihr schon bereist?

N: UAE, USA, England, Australien, Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Singapore, Kanada

L: zusätzlich zu den von Noah aufgezählten Ländern noch Neuseeland, Schottland, Wales, Hongkong

Würdet ihr gerne nochmals nach Australien kommen und wenn ja, wieder so lange?

N: Nein, weil ich hier fast nirgends WLAN habe.

L: Ja, ich will vielleicht sogar hierhin auswandern, es ist hier so schön. Ich würde dann in die Umgebung von Perth, das Meer hat eine gute Wärme zudem hat es hier keine Steinfische und Krokodile. Mama würde mich dann besuchen kommen.

In welches Land würdet ihr sonst noch gerne reisen?

N: Deutschland, da hat es einen Toys R Us.

L: Indonesien, weil da das Meer so schön und warm ist.

Nachdem ich die Kids befragt hatte, wollte ich natürlich auch noch die Meinung der Eltern, Mela und Sämi, wissen:

Wie oft seid ihr schon in Australien gewesen?

M: 5x

S: 4x

Wie habt ihr es geschafft, Schule, Arbeit und den langen Urlaub unter einen Hut zu bringen?

Erst habe ich ein Gesuch beim Arbeitgeber eingereicht für einen Monat unbezahlten Urlaub in Kombination mit Ferientagen. Sobald das bewilligt war, stellte ich ein Gesuch bei der Schulleitung. Wir haben die Kinder total 25 Tage aus der Schule genommen. Dies wurde bewilligt mit der Auflage, den Schulstoff einzuhalten und in Absprache mit den Lehrern, damit die Kinder nach der Reise wieder normal Anschluss haben und kein Schulstoff fehlt. Es geht insbesondere um Mathe, Deutsch und bei Lian zusätzlich Englisch. Für das Fach NMG (Natur Mensch Gesellschaft) habe ich einen Ordner zusammengestellt über Kultur, Flora, Fauna und Geografie Australiens. Lian muss über dieses Thema später einen Vortrag halten. Zudem musste Lian jede Woche einen „letter of DownUnder“ mit Fotos in die Schule schicken. Im Deutsch musste er wöchentlich ein Erlebnistagebuch führen und mit Fotos in die Schule schicken. Manchmal gab es dazu Rückfragen des Lehrers. Zudem musste Lian auch eine Mathe-Prüfung schreiben.

S: In meiner Abwesenheit bewirtschafteten meine Eltern und meine Geschwister den Hof.

Wie seid ihr herumgereist?

Wir hatten einen 4WD Toyota Landcruiser Troop Carrier mit Dachzelt (für zwei Personen) komplett ausgerüstet mit Kühlschrank, Campingausrüstung, Schlafsäcken, Stühlen, Gaskocher, Satelittentelefon (nur für den absoluten Notfall), Funk von rmstravelservice, übrigens von ausgewanderten Schweizern, die einen Top-Service bieten. Zusätzlich hatten wir ein Bodenzelt für zwei Personen. Meistens haben wir campiert. 3x haben wir eine Wohnung bzw. ein Haus für 2-3 Tage gemietet. Wenn es ganz heiss war oder geregnet hat, haben wir auf dem Campingplatz ein Cabin gemietet.

Welche Strecke seid ihr auf der jetzigen Reise gefahren?

Südwesten von Westaustralien, damit wir an Weihnachten in Rockingham bei unseren Freunden waren.

Via Great Central Road mit unserem 4WD Toyota Landcruiser ins Outback bis zum Uluru.

Via Painted Desert (Arckaringa Station) nach Coober Peddy.

Von Coober Peddy über Port Augusta nach Seacliff. Dort war der Tiefpunkt der Reise, weil wir wegen den Buschbränden Känguru Island nicht besuchen konnten.

Von dort ging es via Port Augusta weiter zur Eyre Peninsula und von Fowlers Bay durch den Nullarbor Plain zurück nach Norseman und Perth.

Von Perth ging es in den Norden bis Carnarvon und wieder ins Outback zum Mount Augustus.

Danach ging es der Küste entlang wieder nach Perth.

Wie lange seid ihr pro Tag durchschnittlich Auto gefahren?

4 Stunden

Wie habt ihr es geschafft, die Kinder während der Fahrt zu beschäftigen?

Kopfrechnen, lesen, weitere Reise planen, über Australien sprechen und sie durften mit der Switch gamen.

Wie holen die Kinder den Schulstoff von zwei Monaten nach?

Eigentlich sind es nur 5 Wochen (es waren noch Weihnachtsferien und Sportferien). Die Kinder mussten während der Reise regelmässig Hausaufgaben machen.

Wo hat es euch am besten gefallen?

M: Es gibt nicht das genaue „wo“, viel mehr da, wo man alleine ist, da wo der Massentourismus nicht hinkommt (Outback und einsame Strände am Meer).

S: Great Central Road war für mich das absolut Beste. Dies vor allem wegen dem Wetter, es hatte überall etwas Wasser, wir hatten viele Tiere gesehen (Kängurus, Kühe, Kamel, Pferde, Dornenteufel, diverse Echsen)

Was war anstrengend?

Das Lernen mit den Kindern. Es gibt während der Reise einfach zu viel Ablenkung.

Würdet ihr wieder mit Kindern in dem Alter zwei Monate durch Australien reisen?

Ja! Jetzt ist der Schulstoff noch gut machbar, ab der Oberstufe wäre das sicherlich eine grössere Herausforderung. Zudem haben sie jetzt das ideale Alter, können sich eigene Erinnerungen schaffen und lernen Vieles über andere Kulturen. Auch die Grössenverhältnisse sind für die Kinder beeindruckend: z.b. die Arckaringa Station ist flächenmässig doppelt so gross wie der Kanton Aargau und hat 2‘500 – 3‘000 Rinder in der Steinwüste. Die Mount Augustus Station hat 4‘047 km2 Fläche (404685 ha) und 10‘000 Rinder. Zum Vergleich, zu Hause haben wir einen Bauernhof mit 35 ha Land und 70 Rinder. Eindrücklich war auch die Great Central Road (Outback) im Regen zu sehen und anschliessend zu beobachten, wie schnell die Pflanzen wachsen. Es ist faszinierend zu sehen, wie friedlich und zufrieden die Leute im Outback leben, trotz der harschen Bedingungen (600 km bis zum nächsten Geschäft).

Was würdet ihr auf eurer nächsten langen Reise mit Kindern anders machen?

Längere Zeit an einem Ort bleiben und das Nomadenleben kürzen. Lian hat das Nomadenleben sehr gut ertragen. Noah war jeweils froh, wenn er länger an einem Ort war und WLAN hatte, damit er die Verbindung zu seinem Cousin aufrecht erhalten konnte. Das war ihm jeweils sehr wichtig.

Ansonsten würden wir wieder das gleiche Auto nehmen und auch wieder campieren.

Die Internetverbindungen verkomplizieren die ganze Reise. Wir sind heutzutage so verwöhnt, dass wir regelrecht aufgeschmissen sind, wenn wir keine guten WLAN-Verbindung haben. Die Kinder von heute funktionieren mit WLAN, es ist nicht wegzudenken.

Habt ihr schon früher längere Reisen mit Kind/ern unternommen und wenn ja, wie lange und wo?

Mit Lian waren wir 3 Monate in Australien/Neuseeland.

Zudem waren wir 5 Wochen im Südwesten und Westen der USA mit beiden Kindern (damals waren sie 5 und 2 Jahre).

Welche Länder möchtet ihr in Zukunft noch bereisen?

M: Australien bleibt immer zuoberst auf der Liste: Norden Australiens (zwischen Broome, Alice und Cairns)

Osten der USA und Kanada (Indian Summer), Chicago

Südamerika (aber dafür muss ich erst Spanisch lernen)

S: Die Schweiz müssten wir noch machen…

Möchtest du mehr wissen über die Reiseabenteuer von Mela, Sämi und ihren beiden Jungs? Dann schau doch mal auf ihrem Blog vorbei.

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Australiens Korallenküste Teil III – Monkey Mia, Francois Peron National Park und Coral Bay

Wer nach Westaustralien reist, für den ist ein Besuch von Monkey Mia ein Muss: Der Ort an dem wilde Delfine ganz nah an den Strand kommen und sich füttern lassen. Seit den 1960er Jahren sind sie Stammgeäste im strandnahmen Gewässer, erst gefüttert von den Fischern der Region, heute von den Rangern.

Pünktlich um 7.45 Uhr morgens startet die Fütterung der Delfine. Der Ort ist heute viel grösser und touristischer, als er noch vor 25 Jahren war. Damals waren kaum Leute unterwegs, heute empfängt uns als Erstes ein riesengrosser Parkplatz. Aber wir haben Glück: Die Hauptsaison ist vorbei. Eine Woche früher hätten 200-300 Besucher auf die Delfine gewartet, heute sind es ‘nur’ 114 Personen, die im knietiefen Wasser stehen!

Bei der ersten Fütterung drängen sich alle Leute an den Strand. Ich halte mich zurück und betrachte das Spektakel vom Pier aus. Von dort sehe ich sogar eine Schildkröte im Wasser – das entgeht den Strandläufern…

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Bei der zweiten Fütterung sind es bereits massiv weniger Leute, nun können wir in der ersten Reihe stehen. Lian, unser 11-jähriger Mitreisende hat Glück, er wird vom Ranger ausgewählt und darf den Delfin Kiya füttern. Was für ein Erlebnis!

Gratis-Tipp von mir: Es finden immer drei Fütterungen statt, bei der dritten Fütterung hat es fast keine Leute mehr – die Chance, um ganz vorne zu stehen und vielleicht sogar vom Ranger für die Fütterung ausgewählt zu werden.

Es gibt zwei Momente auf dieser Reise, wo ich verflucht habe, dass mein Auto nicht Outback-tauglich ist. Das ist einmal im Francois Peron National Park und einmal als wir die Möglichkeit gehabt hätten, quer durchs Outback zum Mount Augustus zu fahren.

Doch wir finden gute Alternativen:

Anstatt mit dem Auto an der Spitze der Shark-Bay-Halbinsel im Francois Peron National Park herum zu cruisen, fliegen wir mit einem Kleinflugzeug drüber hinweg! Auf diesem Rundflug bieten sich einzigartige Ausblicke auf den Nationalpark – wo die Wüste auf den Ozean trifft – und entschädigen uns für ein sicher nicht zu verachtendes 4×4-Abenteuer im roten Sand.

Der Rundflug dauert 40 Minuten und führt über die Stadt Denham (900 Einwohner!) der Küste entlang hoch bis zum Zipfel des Nationalparks. Erst im Nachhinein erfahre ich, dass Mela und ihr Sohn mit rotem Sand im weissen Sand ganz gross meinen Namen geschrieben haben. Leider habe ich das aus dem Flugzeug nicht gesehen – zum Glück wars kein SOS- Hilferuf…

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Wir geniessen die geniale Aussicht auf die Lagunen, die roten Klippen und den weissen Sandstrand. Wo sonst trifft roter Wüstensand auf weissen Strand und azurblaues Wasser? Die Farben Westaustraliens rauben mir den Atem.

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Auch Mela und Familie kommen total begeistert von ihrem off road Trip durch den Nationalpark zurück.

Der zweite Moment, wo ich sehr gerne mit einem Outback-tauglichen 4WD unterwegs gewesen wäre war, als wir uns von Mela und Familie trennen müssen. Sie fahren hinein ins rote Zentrum zum Mount Augustus. Dieses Abenteuer habe ich vor 25 Jahren schon mal gemacht, hätte aber nichts dagegen gehabt den grössten Monolithen der Welt ein zweites Mal zu besuchen.

Stattdessen fahren wir hoch in den Norden nach Coral Bay am Ningaloo Reef. Dabei haben wir ständig die Wettervorhersagen im Auge, die wet season könnte jeden Moment starten. Für die Umgebung am Ningaloo Reef gönnen wir uns nur eine Nacht, einerseits weil wir in Zeitnot sind anderseits aber auch, weil es zu dem Zeitpunkt (im Februar) für uns mit knapp 40 Grad schlichtwegs zu heiss ist.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Coral Bay

Unterkünfte in Coral Bay sind rar (2 Caravanparks) und teuer. Bei unserer Ankunft erfahren wir, dass der Caravanpark für die Schulferien im April bereits komplett ausgebucht ist!

Die Bucht von Coral Bay liegt so nah am 250 km langen Korallenriff, dass du hier ganz einfach mit Schnorchel bewaffnet tropische Fische und farbenprächtige Korallen bestaunen kannst. Und wenn du zur richtigen Jahreszeit (März bis Juli) unterwegs bist, hast du hier sogar die Möglichkeit, mit Walhaien zu schnorcheln und zu tauchen. Ich hatte das schon mal auf den Philippinen gemacht und kann dir dieses Abenteuer nur empfehlen.

Auf der Strecke zwischen Carnarvon und Coral Bay lohnt es sich, zumindest auf einem Weg nicht den schnellen (und relativ langweiligen) Highway 1 zu fahren, sondern die Alternativroute der Küste entlang. Belohnt wird man mit den eindrücklichen Quobba Blowholes. Der Weg an die Küste führt über gravel roads (ungeteert), ist aber mit einem SUV problemlos zu bewältigen. Bis zu 20 Meter schiesst hier das Wasser in die Höhe. Mutterseelenallein bewunderten wir das Spektakel.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Quobba Blowholes
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Quobba Blowholes

Uebrigens, eine Woche nachdem wir in Coral Bay und Mela beim Mount Augustus waren, kam der grosse Regen in der Region. Campingplätze, die wir noch besucht hatten, standen einen Meter tief unter Wasser! Wir hatten Glück und sind trocken davon gekommen.

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Australiens Korallenküste Teil II: Dongara – Kalbarri – Denham

Obwohl der Highway 1 eher langweilig und einschläfernd ist, gibt es immer mal wieder lohnende Orte, wo man anhalten sollte, z.B. kurz hinter Dongara in Greenough, wo die leaning trees zu sehen sind. Die Bäume werden durch kräftige Südwinde sehr stark gebeugt und liegen teilweise förmlich am Boden.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Greenough

Geraldton bietet sich an, nochmals alle wichtigen Vorräte aufzustocken und das Auto vollzutanken. Dies ist die letzte grössere Stadt für die nächsten paar 100 Kilometer.

Wer auf dem Weg nach Kalbarri ist, sollte unbedingt bei der faszinierenden Hutt-Lagune, auch als „Pink Lake“ bekannt, anhalten. Sie liegt an der malerischen Küstenstraße zwischen Port Gregory und Kalbarri. Eine Algenblüte im See bewirkt, dass sich das Wasser rosa färbt. Ich hätte es nicht gedacht, aber der See ist tatsächlich pink!

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Greenough

Kalbarri grenzt an zwei sehr unterschiedliche Landschaften – uralte rostrote Schluchten im Osten und hoch aufragende Klippen, die von den Wellen des Ozeans umspült werden, im Westen. Die eindrücklichen Klippen der zerklüfteten Küstenlinie begrüssen dich kurz vor Ortseingang: The Cove, The Castle Rock, Grandstand und Eagle Gorge – hoch aufragende Klippen, die am Red Bluff 100 Meter tief in die Wellen des Ozeans abstürzen. Die dramatische Küste erstreckt sich 13 km bis zur südlichen Grenze des Nationalparks. Ich bin von dieser Landschaft so begeistert, dass ich die Küstenstrasse gleich 2x abklappere. Von Juni bis November kannst du hier übrigens Wale sehen!

Je nördlicher wir fahren, desto heisser wird es. Einige Wanderungen im Kalbarri Nationalpark sind geschlossen, um zu vermeiden, dass Touristen während des Wanderns dehydrieren. Für weniger anspruchsvolle Wanderungen wird empfohlen, früh morgens oder am Abend zu starten. Zudem solltest du 4 l Wasser pro Person und Tag dabeihaben, da es in den Schluchten im Hochsommer bis zu 50 Grad Celsius heiss werden kann. Wir fahren am späten Nachmittag in den Nationalpark. Unterwegs sehen wir plötzlich Kängurus am Strassenrand. Wie Fotomodelle bleiben sie stehen und lassen sich fotografieren! Danke!

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Kalbarri Nationalpark
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Kalbarri Nationalpark

Das Nature’s Window, eine der eindrücklichsten Attraktionen im Nationalpark, leuchtet wunderbar im Abendlicht. Ein malerischer Pfad führt vom Parkplatz zur Felsformation, die den zerklüfteten Blick auf den Murchison River perfekt einrahmt. Dieser ist übrigens Westaustraliens zweitlängster Fluss, der bis zu 100 Meter tiefe Schluchten formte.

Weiter geht es zum Z-Bend. Von hier aus hast du den atemberaubendsten Ausblick über den Park. Unterhalb des Aussichtspunkts stürzt die Schlucht 150 Meter in die Tiefe.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Kalbarri Nationalpark

Beim Spazieren springt eines der Kinder plötzlich erschrocken zur Seite: Vor seinen Füssen schlängelt sich eine Baby Tiger Snake! Halleluja, dieses giftige Tier hatte ich vor 25 Jahren auch schon gesehen, einfach etwas grösser… Wir nehmen gebührend Abstand, vor allem, als das Tier auch noch hüpfartige Bewegungen macht – die will niemand von uns an der Wade haben!

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Von Kalbarri führt unsere Fahrt weiter nach Denham. Wir erleben den heissesten Tag dieser Reise, beim Billabong Roadhouse zeigt das Thermometer 47 Grad.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Billabong Roadhouse
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Billabong Roadhouse

Die Shark Bay offeriert ein Highlight nach dem andern. Wir starten mit dem Hamelin Pool und den berühmten Stromolites. Die Fossile sind über drei Milliarden Jahre alt und können von einem Boardwalk aus bestaunt werden.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Hamelin Pool

Der Shell Beach hat mich bei meiner ersten Reise nach Westaustralien total umgehauen. Ich war fasziniert von diesem 70 km langen und 10 Meter tiefen Strand, der nicht aus Sand, sondern aus unzähligen Muscheln bestand. Heute ist dieser Ort einer der ganz wenigen in Westaustralien, der mich enttäuscht hat. Natürlich ist der Strand immer noch voller kleiner Muscheln, aber die meisten sind kaputt und festgetreten. Ich hatte ganze Muscheln in Erinnerung, die in strahlendem Weiss schienen. Heute sieht alles etwas weniger strahlend aus. Trotzdem ist es nach wie vor ein wunderschöner Ort mit sehr salzigem Wasser und fast keinen Leuten.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Shell Beach
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Shell Beach

Mit 1500 km Küstenlinie ist die Shark Bay nicht nur Australiens grösste Bucht, sondern zählt auch aufgrund der grossen Artenvielfalt zum UNESCO Weltnaturerbe. In der Shark Bay leben 28 verschiedene Haiarten, rund 11’000 Seekühe sowie Meeresschildkröten, Seeschlangen, Rochen und Wale. Einen atemberaubenden Ausblick auf die eindrückliche Landschaft hast du vom Eagle Bluff, ein 100 Meter hohes Kliff, Das Wasser ist so klar, sogar von dieser Höhe können wir Haifische (Lemon Shark und Nervous Shark), Rochen und Schildkröten erkennen. Faszinierend!

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Eagle Bluff

Ausserhalb vom Ort Denham liegt die Little Lagoon. Wunderschön anzuschauen, zum Plantschen super, zum Schwimmen aber nicht wirklich geeignet, da das Wasser sehr flach ist.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Denham

Kleiner Road Trip Tipp: Auf dem 130 km langen Shark Bay World Heritage Drive siehst du die ganze Pracht, die ich dir in diesem und nächsten Beitrag beschreibe: Die 3.5 Milliarden Jahre alten Stromatolithen im Hamelin Pool, den Eagle Bluff Lookout, den Francois Peron Nationalpark, Shell Beach und Monkey Mia.

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Australiens Korallenküste Teil I: Indian Ocean Drive (Perth – Dongara)

«Wo die Sonne vom Himmel lacht und der Mond eine Treppe zur Erde schickt, wo Kängurus am Strand liegen und Delfine zum Frühstück vorbeischauen, wo man in Felspools baden und unter Wasserfällen duschen kann, wo das Didgeridoo erklingt und die Regenbogenschlange wohnt, dort liegt Westaustralien!» Besser hätte ich diesen traumhaften Flecken Erde, dem ich schon vor fast 30 Jahren verfallen bin, nicht beschreiben können. Während sich im australischen Osten je länger je mehr viele touristische Hotspots entwickeln, kann man im Westen noch tagelang rumreisen und nur sehr wenigen Menschen begegnen, dafür aber einer atemberaubenden Landschaft und einer eindrücklichen Tierwelt.

Die Coral Coast in Westaustralien führt von Perth bis hoch in den Norden nach Exmouth, wo das Ningaloo Reef liegt. Wer die Küste ausgiebig entdecken möchte, sollte sich dafür mindestens 14 Tage Zeit nehmen. Wer – wie wir – weniger Zeit hat, muss sich auf Höhepunkte beschränken. Alternativ kann man sich auch auf den Indian Ocean Drive von Perth nach Dongara beschränken, diese Strecke lässt sich locker mit einem Wochenend-Trip vereinbaren.

Kurz hinter Perth befindet sich der Yanchep Nationalpark. Hier lohnt sich ein erster Zwischenhalt. In einem riesigen Gehege hausen acht Koalas, wahrscheinlich unsere einzige Chance, auf dieser Reise Koalas zu sehen. Auf dem 240 m langen Boardwalk sehen wir sechs der acht Koalas. Allerliebst!

Mittagspause machen wir in – Achtung: Insider Tipp! – Guilderton, ein unscheinbarer Ort, den man leicht übersieht. Hier trifft der Moore River aufs wunderschöne, türkisblaue Meer. Allerdings fliesst er nicht direkt rein, sondern wird von einer Sandbank vom Meer abgetrennt. Perfekt geeignet für Kinder und ungeübte Schwimmer, die sich noch nicht ins Meer wagen.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Guilderton

Ebenfalls empfehlenswert ist ein kurzer Stopp bei den Sanddünen von Lancelin. Wenn du auf den dazugehörigen Parkplatz fährst, darauf achten, dass du nicht in den weichen Sand fährst – just saying…

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Lancelin

Höhepunkt auf dieser Strecke: Die Fahrt zu den Pinnacles im Nambung Nationalpark – bei Sonnenuntergang! Kleine Story nebenbei: An dieser Küste enterte 1844 die Cervantes. Die Ueberlebenden mussten damals 216 Kilometer zu Fuss nach Fremantle laufen. Wir erleben auch ein kleines Abenteuer: Wir sind noch keine zehn Minuten in der Pinnacle Dessert auf Sandwegen unterwegs, als unser Auto einen spitzen Stein streift. Es gibt einen Riesenknall, ich denke, das ganze Auto ist Schrott. Aber – oh Wunder – «nur» unser Reifen ist aufgeschlitzt. Was für ein Schock! Zum Glück sind wir zu sechst und mit zwei Autos unterwegs; im zweiten Auto sitzt ein – jaaaaaa! – Landmaschinenmechaniker! 😊 Die beiden Kinder, die in unserem Auto sitzen, sehen das alles ziemlich pragmatisch: Der Kleinere (8 Jahre) rennt zu den Eltern, um ein Pflaster zu holen und den Reifen zu flicken… Der Grössere (11 Jahre) begutachtet den Schaden und meint: «Kein Problem, Papa kann das flicken!» Und so kommt es, dass meine Freunde unser Auto flicken, während wir mit den Kindern zu Fuss weiter durch die Wüste gehen und tausende von bis zu drei Meter hohe Kalksteinspitzen im Sonnenuntergang fotografieren.

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Pinnacles
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Pinnacles
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Pinnacles
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Pinnacles
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Pinnacles

Als wir die letzten Meter mit unserem geflickten Auto weiterfahren, hüpfen doch tatsächlich noch drei Kängurus direkt hinter unserem Auto über den Weg!

Kurz hinter Cervantes folgt die Jurien Bay, ein beliebter Ferienort für Einheimische. Auch ich fühle mich hier sofort wohl, wenn ich Zeit hätte, würde ich an diesem wunderschönen Fleck eine Woche Urlaub machen! Eigentlich möchten wir gar nicht anhalten, doch als ich das Wort «Old Jetty» lese, ist es um mich geschehen. Also, anhalten und Jetty suchen. Gleich beim Parkplatz am Meer sind zwei bunte Badehäuser zum Umziehen. Bevor wir die alte Jetty entdecken, sehen wir die neue: Ewig lang läuft sie ins türkisblaue Meer hinein und bietet tolle Ausblicke. Nicht umsonst sind wir hier an der Turquoise Coast!

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Jurien Bay
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Jurien Bay

Erst vom Ende der neuen Jetty sehe ich nun auch die Ueberreste der alten Jetty, wirklich alt, es sind nur noch eine paar Steinbrocken übrig, die allerdings tolle Fotosujets bieten!

Green Head ist ein kleiner, verschlafener Fischerort, wer Ruhe sucht, ist hier richtig. Eigentlich halten wir hier, weil ich im Reiseführer vom Grigson Lookout gelesen habe. Der Lookout ist allerdings gar nicht so spektakulär. Ein absoluter Hingucker hingegen ist die Dynamite Bay, eine zauberhafte kleine Bucht mit türkisblauem Wasser und weissem Sandstrand. Der 3-Bays-Walkway führt von einer malerischen Bucht zur nächsten. Ein gemütlicher Spaziergang, der nicht mal im Reiseführer erwähnt ist. Ich würd mal sagen: Geheimtipp!

Australien, Westaustralien, Coral Coast, Greenhead
Australien, Westaustralien, Coral Coast, Greenhead

Auch Dongara ist ein Ort, wo ich Ferien machen könnte. Mehr zum schönen Strand von Dongara habe ich dir hier geschrieben.

Für den Indian Ocean Drive von Perth nach Dongara braucht man knappe vier Stunden. Ich kann dir allerdings nur raten, dafür mehr Zeit einzuplanen und die traumhaft schönen Küstenabschnitte ausgiebig zu erkunden. Es lohnt sich!

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Familientaugliche Lieblingsplätze am Meer in Westaustralien

Nachdem ich dir im letzten Beitrag meine Lieblingsstrände von Westaustralien gezeigt habe, stelle ich dir heute Melas Lieblingsplätze am Meer von Westaustralien vor. Mela ist der grösste Australien-Fan den ich kenne. Bereits mit 16 ist sie alleine nach Perth geflogen, um dort sieben Monate in die Schule zu gehen. Bis heute war sie 5x (immer mehrere Wochen/Monate) in Down Under, manchmal nur mit Mann, manchmal mit Mann und einem Kleinkind und vor einem Jahr mit Mann und zwei schulpflichtigen Kindern (und ein paar Tage mit mir… 😊). Auf der letzten Reise war die Familie total zwei Monate in Australien unterwegs.

Eine Reihenfolge zu Melas Lieblingsplätzen am Meer gibt es nicht, für sie sind alle auf ihre Art und Weise speziell.

Mullaloo Beach (nordwestlich von Perth)

Nachdem ich dir im letzten Beitrag meine Lieblingsstrände von Westaustralien gezeigt habe, stelle ich dir heute Melas Lieblingsplätze am Meer von Westaustralien vor. Mela ist der grösste Australien-Fan den ich kenne. Bereits mit 16 ist sie alleine nach Perth geflogen, um dort sieben Monate in die Schule zu gehen. Bis heute war sie 5x (immer mehrere Wochen/Monate) in Down Under, manchmal nur mit Mann, manchmal mit Mann und einem Kleinkind und vor einem Jahr mit Mann und zwei schulpflichtigen Kindern (und ein paar Tage mit mir… 😊). Auf der letzten Reise war die Familie total zwei Monate in Australien unterwegs. Eine Reihenfolge zu Melas Lieblingsplätzen am Meer gibt es nicht, für sie sind alle auf ihre Art und Weise speziell. Mullaloo Beach (nordwestlich von Perth): „Dort machte ich in den Jahren 1998/99 meine ersten Schwimmversuche im Meer vor Australien und erlebte einen Haialarm. Nichtsdestotrotz: Ein gemütlicher und schöner Strand, immer schöne Sonnenuntergänge und gute Wellen zum Bodyboarden.“ Cottesloe und Scarborough: „Die beiden Stadtstrände von Perth kenne ich seit meinem ersten Australienaufenthalt und besuche sie immer wieder. Einfach schön dort!“ Thistle Cove / Hellfire Bay / Lucky Bay (Cape Le Grand Nationalpark): „Die weissen und silikathaltigen Strände mit dem türkisfarbenen Wasser sind einfach magisch. Die Kängurus am Lucky Bay haben wir erst bei unserem dritten Aufenthalt gesehen.“ Guilderton (eine Stunde nördlich von Perth): “Where Moore River meets the Ocean. Idealer Strand für Familien mit Kindern: Das Meer zum Bodyboarden und den warmen Fluss zum Schwimmen und Aufwärmen. Diesen Insider-Tipp habe ich übrigens von einer australischen Freundin erhalten.“ Cape Peron im François Peron Nationalpark: „Ein langersehnter Traum ging auf meiner letzten Australien-Reise in Erfüllung: Rote Dünen treffen auf weissen Strand und das mit schön blauem Wasser. Die Fahrt zum Cape Peron (nur mit Outback-tauglichem 4WD Auto möglich) war ein grandioses Erlebnis.“ Horrocks (nördlich von Geraldton): Klein aber fein. An diesem kleinen, gemütlichen Strand siehst du die schönsten Sonnenuntergänge. Zudem ist es hier ideal für die Kinder. Wir haben uns in Horrocks eine mehrtägige Auszeit vom Reisen gegönnt. Natural Bridge in Albany (im Südwesten): „Man kann diesen Ort noch so oft besuchen, er fasziniert immer wieder.“ Natural Spa (im Südwesten): „Kühles, glasklares Nass und tolles Schauspiel. Man könnte den ganzen Tag dort sitzen und das Meer beobachten.“ Folge mir – und Mela – um die Welt!

„Dort machte ich in den Jahren 1998/99 meine ersten Schwimmversuche im Meer vor Australien und erlebte einen Haialarm. Nichtsdestotrotz: Ein gemütlicher und schöner Strand, immer schöne Sonnenuntergänge und gute Wellen zum Bodyboarden.“

Cottesloe und Scarborough

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„Die beiden Stadtstrände von Perth kenne ich seit meinem ersten Australienaufenthalt und besuche sie immer wieder. Einfach schön dort!“

Thistle Cove / Hellfire Bay / Lucky Bay (Cape Le Grand Nationalpark)

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„Die weissen und silikathaltigen Strände mit dem türkisfarbenen Wasser sind einfach magisch. Die Kängurus am Lucky Bay haben wir erst bei unserem dritten Aufenthalt gesehen.“

Guilderton (eine Stunde nördlich von Perth)

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“Where Moore River meets the Ocean. Idealer Strand für Familien mit Kindern: Das Meer zum Bodyboarden und den warmen Fluss zum Schwimmen und Aufwärmen. Diesen Insider-Tipp habe ich übrigens von einer australischen Freundin erhalten.“

Cape Peron im François Peron Nationalpark

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„Ein langersehnter Traum ging auf meiner letzten Australien-Reise in Erfüllung: Rote Dünen treffen auf weissen Strand und das mit schön blauem Wasser. Die Fahrt zum Cape Peron (nur mit Outback-tauglichem 4WD Auto möglich) war ein grandioses Erlebnis.“

Horrocks (nördlich von Geraldton)

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Klein aber fein. An diesem kleinen, gemütlichen Strand siehst du die schönsten Sonnenuntergänge. Zudem ist es hier ideal für die Kinder. Wir haben uns in Horrocks eine mehrtägige Auszeit vom Reisen gegönnt.

Natural Bridge in Albany (im Südwesten)

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„Man kann diesen Ort noch so oft besuchen, er fasziniert immer wieder.“

Natural Spa (im Südwesten)

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„Kühles, glasklares Nass und tolles Schauspiel. Man könnte den ganzen Tag dort sitzen und das Meer beobachten.“

Sämtliche Fotos in diesem Beitrag wurden mir von Mela G. zur Verfügung gestellt – vielen Dank!

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Meine Lieblingsstrände in Westaustralien

So, genug über die Schweiz und das nahe Ausland geredet! Lass uns mal wieder etwas weiter in die Ferne schweifen, z.B. nach… Australien, genauer Westaustralien!

Letztes Jahr, zwei Wochen vor dem ersten Lockdown, bin ich von meiner vierwöchigen Westaustralien-Reise problemlos und plangemäss nach Hause gekommen. In diesem und den folgenden Beiträgen möchte ich dir davon berichten oder besser: vorschwärmen! Auch wenn die meisten von uns in den nächsten Monaten nicht nach Australien einreisen dürfen, sollen meine Zeilen zum Träumen, Schwelgen und vielleicht sogar zum Planen anregen.

Meine Reise führte mich via Singapore nach West-Australien, von dort mit einem SUV-Mietwagen (leider nicht Outback-tauglich) nördlich der Küste entlang bis nach Exmouth zum Ningaloo Reef, wieder zurück nach Perth und weiter der Küste entlang in den Süden bis nach Esperance.

Was ich in den vergangenen Monaten ganz doll vermisst habe, ist das Meer. Grund genug, dir hier meine Lieblingsstrände dieser Reise von Norden nach Süden entlang Australiens Westküste vorzustellen. Schau dir die Bilder an, ein Strand ist schönerer als der andere!

Dongara, WA

Der Strand von Dongara erinnert mich irgendwie an die Nordsee. Der Wind pustet einem um die Ohren und man kann stundenlang dem Meer entlanglaufen. Der Strand ist übersäht mit Sepias. Wir hatten eine tolle Unterkunft (Seaspray Caranvanpark) direkt am Meer, mit Sicht aufs Meer und Meeresrauschen in den Ohren – das hat sicher dazu beigetragen, dass ich den Strand von Dongara in meiner Favoritenliste erwähne.

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Jurien Bay, WA

Die Jurien Bay liegt zwei Stunden nördlich von Perth hinter Cervantes. Eigentlich wollten wir da nur vorbeifahren – bis ich das Wort «Old Jetty» las. Wir entdeckten nicht nur eine alte Jetty, sondern auch bunte Badehäuser, einen schönen Sandstrand und tolle Ausblicke aufs Meer. Die Bucht ist herrlich unaufgeregt, sie wird wohl kaum in irgendwelchen Top Tens von Westaustralien aufgeführt. Und doch: Als ich zum ersten Mal an der Küste dieses entspannten Fischerdorfes stand, überkam mich ein Gefühl von Zufriedenheit und Angekommen-sein. Hier könnte ich locker eine Woche Urlaub machen und mich einfach treiben lassen.

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Rottnest Island WA

Wenn man von schönsten Stränden Westaustraliens spricht, darf man Rottnest Island nicht vergessen. Die Insel ist einfach mit der Fähre ab Perth zu erreichen. Eine Bucht ist schöner als die andere, mein persönlicher Favorit: Ricey Beach – traumhaft türkisfarbenes, glasklares Wasser, weisser Sandstrand und keine Menschenseele!

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Little Beach, im Two Peoples Bay Nationalpark bei Albany WA

Ein Strand wie aus dem Paradies: türkisfarbenes Wasser, weisser Sand, sanfte Wellen, ausgewaschene Felsen wie auf den Seychellen und als Tüpfelchen auf dem i kaum Leute am Strand. Für mich definitiv der schönste Strand dieser Reise!

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Hellfire Beach, Cape Le Grand Nationalpark bei Esperance WA

Der Hellfire Beach steht ein bisschen im Schatten der Lucky Bay – zu Unrecht! Diese traumhafte Bucht bietet nebst einem langen, knirschenden Sandstrand auch ausgewaschene Felsen, auf denen es sich herrlich verweilen lässt. Wäre nicht immer dieser Zeitdruck, ich hätte den ganzen Tag auf diesen Felsen liegen können.

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Lucky Bay, Cape Le Grand Nationalpark bei Esperance WA

Wo kannst du wilden Kängurus zusehen, wie sie über den Strand hoppeln, sich zutraulich streicheln lassen und auch einer Karotte oder Küchenabfällen vom Campingplatz nicht ganz abgeneigt sind? In Lucky Bay verliebt man sich auf den ersten Blick, einerseits in den ewig langen und breiten Strand, anderseits natürlich in die niedlichen Kängurus. Lucky Bay war für mich der Hauptgrund, warum ich nochmals nach Westaustralien wollte! Lass dich nicht von den vielen Leuten und SUV’s am Strand abschrecken. Sobald du eine paar Hundert Meter dem Strand entlangläufst, bist du mutterseelenalleine – und wenn du Glück hast, teilst du dir den Strand mit ein paar Kängurus!

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In meinem nächsten Beitrag zeige ich dir, an welchen Stränden Westaustraliens sich der grösste Australien-Fan, den ich kenne, am wohlsten fühlt. Unbedingt vorbeischauen, wenn du Abstand von den trüben Wintertagen und etwas fürs Gemüt brauchst!

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