Insider Tipp: Aschaffenburg (Deutschland)

Lass uns mal wieder einen Abstecher nach Deutschland machen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen liebe ich die deutschen Grossstädte (mein Favorit ist Hamburg, aber das ist ja längstens bekannt! 😉). Doch auch die kleineren Städte in Deutschland sind nicht zu verachten, z.B. die wunderschöne Stadt Aschaffenburg. Tommy Tippe ist Inhaber der Agentur meines Vertrauens und kennt die schönsten Ecken der Stadt und Umgebung!

In welchem Verhältnis stehst du zu Aschaffenburg?

Ich bin in dieser Stadt geboren.

Was macht Aschaffenburg für dich so besonders?

Es ist die Mischung – die zauberhafte Altstadt, das Schloss, die Nähe zum Spessart mit den unzähligen Wander- und Bikerouten, das Mainufer, der großzügige Landschaftspark Schönbusch, das kulturelle Angebot mit Museen, Theatern, Hofgarten-Kabarett und den Konzert-Spielstätten. Und nur wenige Kilometer entfernt befinden sich die Weinberge von Alzenau, Großostheim und Klingenberg, wo wunderbare Silvaner, Sauvignon Blanc und Spätburgunder wachsen.

Welche Sehenswürdigkeit muss man in Aschaffenburg gesehen haben?

Das Schloss Johannisburg 

Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Aschaffenburg?

Am Theaterplatz

Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Aschaffenburg? Warum?

Es gibt zwei: Das La Casa im Hofgut Fasanerie. Der Meeresfrüchte-Risotto, den Ilario zaubert, ist einmalig. Und Gino T. in der Schweinheimer Straße. Klein, individuell… und jedes Mal ein Hochgenuss.

Wo habe ich die beste Aussicht auf Aschaffenburg?

Von der Teufelskanzel, oberhalb des Godelsbergs.

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Aschaffenburg?

Wer die Natur liebt: Eine Wanderung durch das Steinbachtal (zwischen Strietwald und Steinbach).

Wer nur zwei Stunden Zeit hat und das Flair der Stadt mitnehmen möchte: Ein Spaziergang vom Floßhafen entlang des Mainufers bis zum „Roten Kopf”. Dann via Suicardusstraße die Stufen zum Schlossplatz. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick über den Main und zum Pompejanum. Kurze Pause auf ein Radler oder ein Helles im Schlappeseppel (Aschaffenburgs älteste Gaststätte!), wer mag. Dann über Kopfsteinpflastergässchen durch die Altstadt bis zur Stiftsbasilika. Ein Selfie am Stiftsbrunnen mit der Kirche im Hintergrund und dann über die Dalbergstraße mit den Fachwerkhäusern wieder zum Mainufer und Floßhafen. Beautiful!

Die schönsten Ecken im Süden Englands (UK)

Es soll ja (weit gereiste) Leute geben, die noch nie in Grossbritannien gewesen sind – für mich kaum vorstellbar. Eine meiner allerersten Reisen (ok, ist ein paar Jahrzehnte her…) führte mich nach Bournemouth in England, wo ich drei Monate lang Englisch lernte. Bereits da habe ich mich in Kultur, Sprache, Land und Leute verliebt. Noch heute habe ich Kontakt zu meinen damaligen Gasteltern. Ich würde mal behaupten, dass ich in den letzten 20 Jahren (vor Corona…) jedes Jahr sicher einmal in England, Schottland, Wales oder Irland war. Und jetzt – nach Corona – hat mich meine erste Flugreise nach Schottland geführt. Das ist doch ein Zeichen?!

Die Aussage «ich war noch nie in einem dieser Länder» hat mich so ins Grübeln gebracht, dass ich mich entschieden habe, hier über eine Reise zu schreiben, die bereits 2009 stattgefunden hat. Ich werde dir keine aktuellen Hotels und Restaurants nennen können, auch die Bilder sind qualitativ nicht so gut, wie die von 2022, aber ich werde dir eine wunderschöne Reiseroute beschreiben, die ich sofort wieder genauso fahren würden und die förmlich danach schreit, nachgereist zu werden!

So sah die Reiseroute aus:

London – Oxford – The Cotswolds – Avebury (Steinkreise) – Stonehenge – Lacock Village (Lacock Abbey: Harry Potter) – Castle Combe – Bath – Wells (Cathedral) – Salisbury (Cathedral) – Glastonbury – Illfracombe – Lyme Regis – Portland Bill Lighthouse – Exeter – Paignton – Plymouth – Falmouth – Lizard Peninsula – Mousehole – Minack Theatre – Land’s End (damals schon sehr touristisch) – St. Michael’s Mouth – Botallack (Tin Mines) – St. Ives – St. Agnes – Newquay – Prideaux Place – Padstow – Tintagel Castle (Geburtsort von King Arthur) – Restormel – Corfe Castle – Arundel Castle (zweitgrösstes Schloss des Landes) – Brighton – Eastbourne (7 Sisters) – Rye – London

Wir sind Ende Juni nach London geflogen und haben dort ein Auto gemietet. Uebernachtet haben wir in Oxford (2 Nächte), Bath (2 Nächte), Exeter (2 Nächte), Falmouth (5 Nächte), Salisbury (1 Nacht) und Hastings (2 Nächte).

Die nachstehenden Bilder zeigen dir meine persönlichen Highlights im Süden Englands.

Oxford, eine der weltweit bekanntesten Universitätsstädte und Geburtsort von Winston Churchill:

Oxford, England, UK, Great Britain

Prächtige, honigfarbene Dörfer mit schönen, alten Herrenhäusern, strohgedeckten Häusern, stimmungsvollen Kirchen und klapprigen Armenhäusern, das sind The Cotswolds. Hier eine wunderbare Auswahl:

Broadway:

Broadway UK, England, UK, Great Britain

Stow:

Slaughter:

Und mein Favorit: Castle Combe – the prettiest village in England! Das Dorf war übrigens Kulisse im 1967 gedrehten Film Doctor Dolittle:

Bath, die Stadt, deren Leben sich um die drei natürlichen Quellen dreht, die in der Nähe der Abtei sprudeln:

Bath, England, UK, Great Britain

Und jetzt fängt es an, das Land der Rosamunde Pilcher Filme.

Mein erster Leuchtturm dieser Reise – juhuuu! Wir sind in Portland:

Portland, England, UK, Great Britain

Die etwas verstaubten Badeorte Torquay und Paignton gefallen mir vor allem wegen den farbigen Badehäusern:

Ein weiterer Leuchtturm wartet auf mich in Plymouth:

Tintenschwarze Klippen, zerklüftete Buchten und offene Heidelandschaften, so präsentiert sich Lizard Peninsula. Für mich einer der schönsten Orte dieser Reise – und lange nicht so überlaufen wie der grosse Bruder «Land’s End»:

Ok, ich habe gesagt Castle Combe ist der schönste Ort Englands. Das mag fürs Landesinnere gelten, aber am Meer ist es definitiv das pittoreske Mousehole (wird übrigens «Mausl» ausgesprochen!):

Mousehole, England, UK, Great Britain

Land’s End ist der westlichste Punkt Englands – das wird touristisch so richtig ausgeschöpft.

Vom alten Hafen aus führen kopfsteingepflasterte Gassen und Serpentinen hinauf in das Gewirr der belebten Galerien, Cafés und Brasseries von St. Ives, ein allerliebster Ort:

St. Ives, England, UK, Great Britain

Auf den Klippen über den weissen Sandstränden liegt Newquay, Surfers Paradise der Region:

Newquay, England, UK, Great Britain

Wer den Geist von König Arthur sucht, ist hier richtig: Tintagel Castle, sein Geburtsort:

Wir verlassen die schön-kitschige Rosamunde Pilcher Gegend und fahren zurück in den Südosten. Das altmodische, aber sehr saubere und freundliche Seebad Eastbourne streifen wir nur am Rande. Was mich hier fasziniert ist die Klippe Beachy Head mit seinen Kalksteinfelsen Seven Sisters, ein Ort von packender Schönheit:

Eastbourne, England, UK, Great Britain

Direkt gegenüber auf der anderen Seite des Aermelkanals befinden sich die Klippen der Alabasterküste in Frankreich – das Spiegelbild, genauso atemberaubend!

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Die schönsten Strassen, Ecken und Winkel in Edinburgh (Schottland, UK)

Die wichtigste und prächtigste Strasse Edinburghs ist zweifellos die Royal Mile, die durch die Altstadt direkt zum Edinburgh Castle führt. Hier wechseln sich Pubs und Restaurants mit Souvenir Shops und Tartan Shops ab.

Edinburgh, Schottland, UK, Great Britain, Royal Mile

Erlaube mir eine kurze Bemerkung zu den Tartan Shops. Ich gestehe, ich habe nur Shortbread gekauft, keine schottischen Stoffe, Tücher, Kilts! Nicht, weil sie mir nicht gefallen, sondern weil ich kein Fan von Wolle bin. Aber, ich war mit einer Shopping Expertin unterwegs. Wenn sie etwas will, dann findet sie das Beste zum besten Preis! Und sie wollte unbedingt Tartan-Schals und -Decken. Ein Hauch von Tartan verleiht jedem Outfit das gewisse Etwas und du nimmst ein Stück schottische Kultur mit nach Hause.

Auf der Royal Mile gibt es Tartan Shops und Tartan Shops. Sobald die Preise eher günstig sind, solltest du dich vergewissern, ob die Ware wirklich in Schottland hergestellt wurde – und nicht in China…

Die Shopping Expertin war besonders glücklich im The Woollen Mill Shop. Dort hat sie Grosseinkauf gemacht und nach sehr hartnäckigem Nachfragen auch noch 10 % auf ihren Einkauf bekommen. So grosszügig war niemand sonst. Als sie in einem anderen Shop nach einem Rabatt fragte, kam die klare Antwort «this is not a discount shop» – obwohl auf jedem Preisschild «sale» stand…

Edinburgh, Schottland, UK, Great Britain

Aber zurück zu den Highlights von Edinburgh, die du ohne Feilschen kriegst:

Links und rechts säumen kleine Mini-Gässchen, genannte Closes, die Royal Mile. Close ist das englische Wort für eng. Aneinander geschachtelte Häuser, Fassaden, Mauern und Treppenaufgänge entführen dich in die Geschichte Edinburghs. Die bekannteste ist Mary King’s Close, die bei einer absolut empfehlenswerten Tour entdeckt werden kann.

Von der Royal Mile führt die Upper Bow durch eine Mini-Unterführung in die Victoria Street (die vor der Krönung von Königin Victoria 1837 noch Bow Street hiess). Die gebogene Strasse mit den bunt angestrichenen Shops ist für mich eine der schönsten Ecken der Stadt, ein Muss für jeden Besucher der schottischen Hauptstadt.

Am Ende der Strasse bist du im Grassmarket, dem Ausgangsviertel mit Bars und Restaurants.

Edinburgh, Schottland, UK, Great Britain

Meine absolute Lieblingsstrasse ist allerdings nicht die Victoria Street, sondern die charmante Circus Line in New Town («neu» heisst hier in den 1760er Jahren…). Du erinnerst dich, im Beitrag von letzter Woche habe ich dich auf einen Spaziergang vom Stadtzentrum nach Stockbridge mitgenommen. Auf halbem Weg befindet sich die auch nicht zu verachtende, grössere Strasse Royal Circus am Circus Place und direkt dahinter, klein, aber nicht unscheinbar, die Circus Lane. Die malerische gepflasterte Strasse wird übrigens auch auf Google Maps als Hotspot markiert!

Edinburgh, Schottland, UK, Great Britain

Die Reihenhäuser, die ursprünglich Ställe und Kutschhäuser waren, über denen sich Wohnräume befanden, sind alle geschmückt mit Töpfen und Blumenampeln. Selbst die Haustüren sind zum Teil farbig herausgeputzt. Alles ist bunt, blumig und magisch anzuschauen. Leider waren wir ein bis zwei Wochen zu früh unterwegs, wenn alle Büsche und Sträucher blühen, wird die Strasse noch viel pittoresker sein!

Kein Geheimnis: Die schönste Aussicht über die Stadt hast du vom Calton Hill aus – am besten kurz vor Sonnenuntergang. Viele Wege führen nach Rom und auch auf den Calton Hill. Am einfachsten erreichst du den 103 Meter hohen Hügel am östlichen Ende der Princess Street über die Calton Hill Treppen. Oben angekommen siehst du dann erstmal nur Säulen und denkst, du bist in Athen!

Doch ein Blick in Richtung Schloss erinnert dich schnell daran, dass du in einer der schönsten Städte Europas bist.

Edinburgh, Schottland, UK, Great Britain, Calton Hill

Es hat tatsächlich zwei Jahre gedauert, bis ich wieder geflogen bin. Ich hoffe, du freust dich genauso sehr wie ich, dass es endlich mal wieder einen Beitrag gibt, der über die Schweizer Grenzen hinaus geht – möge Hermes (der griechische Schutzgott der Reisenden) mit uns sein! 😊

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Ein Spaziergang durch Edinburgh – off the beaten track (Schottland UK)

«The weather is cracking!» sagt ein Schotte während des small talks mit uns! Und recht hat er: Drei Tage lang werden wir verwöhnt von blauem Himmel, Sonnenschein und Frühlingstemperaturen. Von wegen schottisches Wetter, das alle Viertelstunde ändert – die Regenjacke bleibt im Koffer!

Bei schönsten Wetterverhältnissen starten wir unseren Spaziergang beim St. Andrew Square, einem Park, der in mir die ersten Frühlingsgefühle in diesem Jahr weckt: Bäume und Büsche fangen zaghaft an zu blühen und die Schotten liegen in Shorts und T-Shirt im Rasen (während die Touristen noch mit Daunenjacken rumlaufen…).

Edinburgh, Scotland, UK, Great Britain

Wir schlendern der George Street entlang, legen Zwischenstopps in einigen Kleidergeschäften ein (was sein muss, muss sein!) und biegen in die Frederick Street, die uns vorbei an den Queen Street Gardens führt. Dieser Teil des Wegs ist leicht, es geht abwärts 😊 Die Frederick Street wird zur Howe Street, eine Quartierstrasse, die links und rechts mit kleinen Shops und Cafés gesäumt ist. Falls du auf der Suche nach einem guten Brunch-Ort bist, hat es hier zahlreiche Möglichkeiten.

Der Circus Place linker Hand hat wenig mit einem Zirkus zu tun, aber viel mit den typisch gebogenen Strassen und Gebäuden, die man in Edinburgh immer wieder findet. Gratis-Tipp von mir: An dieser Stelle die kleine Circus Lane entlanglaufen und geniessen. Die entzückenden schmalen Reihenhäuser entstanden im 18. Jahrhundert, als die Neustadt entwickelt wurde. Gerade Strassen waren verpönt, gebogene Strassen der letzte Schrei. Eine «mews lane» ist eine Reihe von Ställen und Kutschenhäusern, über denen sich Wohnungen und Wohnräume befanden. Sie wurden an der Rückseite von Häusern der wohlhabenden Bewohner gebaut.

Edinburgh, Scotland, UK, Great Britain, Circus Lane

Am Ende der Circus Lane gehst du nach rechts in Richtung Brücke und – wenig – Wasser. Entdeckst du den nackten Mann, der mittendrin steht??

Edinburgh, Scotland, UK, Great Britain

Unmittelbar vor der Brücke findet jeweils sonntags von 10-17 Uhr der Stockbridge Market statt. Wenn du an einem Sonntag hier vorbeikommst, lohnt sich ein kurzer Stopp. Aber bitte nicht zu viel erwarten, es sind nur 10-15 Marktstände, mehrheitlich Essen und lokales Handwerk.

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Es gab übrigens bereits im 19. Jahrhundert einen Old Stockbridge Market. Den Beweis dazu, den Old Stockbridge Archway aus dem Jahre 1825, findest du an der St. Stephen’s Street.

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Auf der anderen Seite des Flusses liegt Stockbridge, ein allerliebstes Quartier mit einer guten Mischung aus Alt und Neu, Natur und Stadt, schrullig und trendy. Es lohnt sich, hier ein wenig rumzuschlendern. Raeburn Place ist zwar gut befahren, aber links und rechts hat es hier immer mal wieder Shops und Cafés. Wir legen eine Kaffeepause ein im Cowan & Sons: Sehr gemütlich, sehr freundliches Personal und offenbar gibt es hier auch guten Brunch, der Laden ist an einem Sonntagmorgen voll!

Frisch gestärkt spazieren wir weiter durchs Quartier: Dean Street, Dean Park Cres und hoch (ja, hier geht’s wieder hügelauf!) zur Queensferry Road über die Dean Bridge, die die Dean Gardens und den kaum vorhandenen Creek überquert.

Linkerhand könntest du noch einen Abstecher ins beschauliche Dean Village machen. Wir habens leider nicht geschafft und sind weiter bis zur Princess Street spaziert. Für den ganzen Rundgang waren wir rund zwei Stunden unterwegs, in sehr langsamem Schlendertempo, mit vielen Fotostopps und Halt auf dem Markt und im Café. Wenn dir der Fussmarsch zu viel wird oder du nicht wieder die ganze Strecke hochlaufen möchtest, kannst du ab Raeburn Place auch mit dem Bus zurück an die Princess Street fahren. Achtung: Im Bus gibt’s kein Wechselgeld!

Dies war die Variante abseits der Touristenströme. Ab sofort bewegst du dich wieder in der Masse! 😊 Direkt hinter der Princess Street beginnen die Princess Street Gardens unterhalb von Edinburgh Castle. Ich bin fasziniert vom uralten Friedhof bei der Parish Church of St. Cuthbert. Das Licht ist toll und die blühenden Osterglocken nehmen dem Friedhof jeglichen Gruseleffekt.

Wir schlendern einmal quer durch den Park und am anderen Ende die Treppen hoch zu The Moud und via eine kleine Close (Seitengässchen) auf die Royal Mile. Aber das ist eine andere Story, die erfährst du nächste Woche!

Edinburgh, Scotland, UK, Great Britain

Wir haben an dem Tag 25’000 Schritte gemacht, also: bequeme Schuhe anziehen!

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Fotostopp in Lenzburg (Schweiz)

Ich darf dir dieses Foto nicht vorenthalten:

Lenzburg, Schloss Lenzburg, Gofi, Aargau, Schweiz

Der liebevoll genannte Gofi (Goffersberg) in Lenzburg ist der perfekte Fotospot, um das Schloss Lenzburg zu fotografieren.

Solltest du mal ins kleine, beschauliche Städtli Lenzburg kommen, ist dies eines der Dinge, die du unbedingt machen solltest: Ueber das Himmelsleiterli auf den 507 müM hohen Gofi spazieren und die Aussicht geniessen. Egal, ob bei Sonnenuntergang oder nicht, der Ausblick ist einmalig!

Lenzburg, Schloss Lenzburg, Gofi, Aargau, Schweiz

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Mit dem eBike durchs Tal der Schlösser und Seen (Schweiz)

Jaaa, mir san mit’m Radl da… Mit dem Radl lässt sich die Schweiz wunderbar entdecken – und bei unserer allgegenwärtigen Hügellandschaft bin ich ganz froh, dass mein Radl auch ein Motörchen hat! 😉

Dieses Mal machen wir uns auf den Weg von Lenzburg im Aargau nach Eschenbach im Kanton Luzern. Zwischendurch gibt es sechs organisierte Stopps, wo wir mit Snacks, Essen und Trinken verwöhnt werden – auf dem ersten FoodTrail mit eBike der Schweiz. Die Fahrt haben wir übrigens letzten Herbst gemacht (der FoodTrail ist von Anfang April bis Ende Oktober befahrbar), wundere dich also nicht, wenn Fauna und Flora entsprechend aussehen!

SPOILER: Beim FoodTrail müssen Rätsel gelöst werden, um die einzelnen Posten zu finden. In nachstehendem Beitrag erwähne ich die Posten. Wenn du den FoodTrail selber abfahren und die Rätsel lösen möchtest, solltest du jetzt nicht weiterlesen!

Start ist in Lenzburg mit der mittelalterlichen Altstadt, wo meines Erachtens das schönste Schloss der Schweiz steht. Aber das solltest du dir ein anderes Mal anschauen, sonst müsstest du bereits die ersten Höhenmeter bewältigen und würdest erst noch wertvolle Zeit verlieren…

Foodtrail, eBike, Seetal, Lenzburg

Direkt vis-à-vis vom Bahnhof erhalten wir im Stapferhaus unsere Startunterlagen und eine Flasche Wasser. Wir haben unsere eigenen eBikes dabei, du kannst diese allerdings auch problemlos vor Ort mieten.

Ab Lenzburg geht es am Gefängnis vorbei dem Aabach entlang. 10 Kilometer sollen wir gemäss unseren Unterlagen fahren. Dann erreichen wir das Wasserschloss Hallwyl am Hallwilersee.

Foodtrail, eBike, Seetal, Hallwyl

Im Schlosscafé erhalten wir – gegen ein Lösungswort! – drei Leckerli, ein Heissgetränk und das Rätsel, welches uns zum Posten Nr. 2 führt. Ich muss gestehen, bei den ersten beiden Posten hatte ich etwas Starthilfe, ich wusste, wo diese sich befinden. Insbesondere beim Posten 2 hätte ich keine Chance gehabt, wir können unsere Schatzkarte nicht entziffern (oder würdest du die Zeichnung einer altertümlichen Badewanne mit einem Auto-Waschsalon in Verbindung bringen??).

Jedenfalls erreichen wir etwas ausser Atem den höchsten Punkt Seengens mit traumhafter Aussicht über den Hallwilersee und das Seetal.

Foodtrail, eBike, Seetal, Seengen

Zur Stärkung nach den vielen Höhenmetern bekommen wir einen super leckeren Flammkuchen und einen Apfelsaft. Das Birnenbrot, welches wir auch noch erhalten, sollen wir uns für später aufheben.

Alles, was wir hochgefahren sind, dürfen wir nun wieder runterfahren. Es folgt eine wunderschöne Strecke dem Hallwilersee entlang. Wir passieren die Kantonsgrenze und landen in Aesch im Kanton Luzern. Posten Nr. 3 finden wir ohne Probleme. In einem wunderschönen Weingut, welches früher dem Benediktinerkloster von Muri AG gehörte, wartet ein Glas Weisswein auf uns.

Foodtrail, eBike, Seetal

Als Beilage wäre das Birnenbrot von Posten 2 gedacht, aber wir haben gar keinen Hunger mehr. Ausserdem steht in unseren Unterlagen «Nun folgt die anspruchsvollste Etappe von ca. 10 km deines Abenteuers». Oh, mir schwant Böses: Es liegen wieder einige Höhenmeter vor uns. Gleich ausgangs Aesch geht es bergauf, ziemlich steil und ziemlich lang. Die Aussicht aufs Seetal ist fantastisch, aber wir können nicht anhalten, um ein Foto zu machen – ich habe Angst, dass ich dann nicht mehr anfahren kann… In Schongau wissen wir nicht weiter. Der Hinweis «steil durch den Hof – getrau dich!» hilft nicht, wir folgen google maps. Das Navi zeigt uns zwar einen Weg, aber ob der richtig ist? Wir wissen es nicht. Egal, nach schweisstreibenden 10 Kilometern erreichen wir «Klein-Ballenberg», Posten Nr. 4. Ich bin erledigt und mein eBike hat schon erstaunlich viel Akku aufgebraucht. Was für ein Glück, dass hier eine Akku-Ladestation steht, das erfreut das eBiker-Herz!

Foodtrail, eBike, Seetal

Wir erhalten etwas zu trinken und eine Biker Wurst, die extra für den FoodTrail kreiert worden ist. Sieht schmackhaft aus, ist es sicher auch, aber wir können beim besten Willen nicht schon wieder essen. Wir lassen uns die Wurst einpacken.

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Zu meiner grossen Freude haben wir den höchsten Punkt der Reise erreicht, juhuuu! Wir werden zum «Weg der Besinnung» gelotst und weiter zum Sulzerkreuz. Von dort aus erwartet uns eine rasante Abfahrt auf einer Nebenstrasse; keine störenden Autos, wir können die Schussfahrt geniessen!

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Bei der Raserei verpassen wir beinahe den 5. Posten. Wäre das schade gewesen: Schon so oft hatte ich das Schloss Heidegg von der Strasse aus gesehen, war aber noch nie vor Ort gewesen. Im letzten Moment kratzen wir die Kurve und biegen in den Weg zum Schloss ein.

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Hoch über dem Baldeggersee gelegen, geniessen wir eine weitere grandiose Aussicht. Sowohl der Baldeggersee wie auch der Hallwilersee sind im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler eingetragen. Nicht umsonst zählen sie zu den wertvollsten Landschaften der Schweiz!

Im Schlossturm erhalten wir eine erfrischende Seetalglacé.

Beim folgenden Rätsel müssen wir rechnen. Das Resultat verrät uns, welchem Veloweg wir folgen müssen. Das Rätsel können wir zwar lösen, aber irgendwie sind wir doch nicht auf der richtigen Strecke. Die Kapelle St. Laurentius geht uns durch die Latten. Wir verpassen den richtigen Veloweg und landen auf der Hauptstrasse. Nicht ganz so schön, aber auch so gelangen wir zum Ziel nach Eschenbach.

Die Wegbeschreibungen auf diesem FoodTrail sind nicht immer ganz einfach zu verstehen, vor allem, wenn man sich in der Gegend nicht auskennt. Aber wer dem Veloweg nach Eschenbach folgt, kommt sicher irgendwann ans Ziel! 😊

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Was du bei diesem FoodTrail bedenken solltest:

  • Wenn du ein eBike mietest, musst du einmal quer durch Lenzburg laufen, um dieses im Hotel Krone abzuholen. Dafür benötigst du wertvolle Zeit (mindestens 30 Minuten).
  • Der letzte Posten schliesst um 17 Uhr. Wir sind um ca. 9.30 Uhr gestartet und waren um 16.30 Uhr im Ziel. Wir sind weder gerast noch gebummelt.
  • Die Strecke ist kein Rundkurs: Ab Eschenbach fährst du mit dem Zug zurück nach Lenzburg. Ein Zugticket für dich ist im Preis inbegriffen, das Zugticket für dein eigenes eBike musst du allerdings selber bezahlen (das gemietete eBike kannst beim letzten Posten abgeben). Da ich bereits mit Zug und Velo nach Lenzburg gefahren bin, hat sich für mich eine Velo-Tageskarte gelohnt.

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Im GoldenPass Belle Époque vom Berner Oberland nach Montreux (Schweiz)

Eben noch mitten in der alpinen Bergwelt und zwei Stunden später im mediterranen Montreux – mehr Kontrast innerhalb von zwei Stunden ist kaum möglich!

In Zweisimmen im Berner Oberland besteigen wir den GoldenPass Zug.

Belle Epoque, GoldenPass, Zweisimmen, Schweiz

Der Panoramazug fährt mehrmals täglich von Zweisimmen nach Montreux. Aber nur 2x täglich ist die Fahrt im Belle Époque-Wagen möglich. Eine Reservierung wird unbedingt empfohlen – bei unserem Trip war der Wagen tatsächlich voll!

Belle Epoque, GoldenPass, Zweisimmen, Montreux, Schweiz

Wir haben uns ein 1. Klasse Ticket gegönnt, was sich meines Erachtens absolut gelohnt hat! In den weichen Polstersesseln und mit den hochwertigen Holztischen fühle ich mich einhundert Jahre zurückversetzt, Bahnromantik pur!

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Normalerweise wird im Zug ein Mittagessen serviert, in Coronazeiten leider nicht, aber man kann sich sein Apéro natürlich auch selber mitbringen! Prost!

Die Fahrt führt vorbei an verschneiten Bergen.

Bei Saanenmöser ist der Parkplatz vor dem Skilift voll, hier wird noch munter skigefahren! Vorbei an Schönried erreichen wir mit Gstaad einen der höchsten Orte auf der Strecke (1’049 müM). Die Fahrt der Superlativen geht weiter: Wir passieren Saanen, eines der schönsten Chaletdörfer im Berner Oberland – Schweizerischer wird es nicht mehr!

Bei Rougemont haben wir nicht nur die französische Schweiz erreicht, sondern auch den Röschtigraben (Sprach- und Kulturgrenze zwischen dem deutschsprachigen und dem französischsprachigen Teil der Schweiz) überquert.

Das Stationsgebäude im Bahnhof von Chateaux d’Oex ist komplett aus Holz im alten Chaletstil erbaut. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Beim Stoppen des Zuges schnell raushüpfen, Foto schiessen und wieder einsteigen.

Belle Epoque, GoldenPass, Zweisimmen, Montreux, Schweiz

So langsam schwindet der Schnee. Sobald wir am Stausee Lac du Vernex vorbei sind, schlängelt sich der Zug den Hügel hinunter und wir erhaschen die ersten Blicke auf den Genfersee.

Wir lassen Alpenweiden und malerische Dörfer hinter uns und fahren mitten durch die goldenen Weinberge. Ich kann mich nicht sattsehen.

Kurz vor dem Ziel haben wir einen fantastischen Ausblick über den Genfersee. In Montreux erwartet uns mediterranes Flair und palmengesäumtes Ufer. Fast wie Ferien…!

Belle Epoque, GoldenPass, Zweisimmen, Montreux, Schweiz
Belle Epoque, GoldenPass, Zweisimmen, Montreux, Schweiz

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Auf den Spuren der Osterglocken im Berner Jura (Schweiz)

Die Zeit, wenn die Tage wieder heller und wärmer werden und wenn der Winter in den Frühling übergeht, ist eine meiner liebsten Jahreszeiten. Endlich wird die Natur wieder bunt! Bestes Beispiel dafür sind die knallgelben Osterglocken-Felder im Berner Jura.

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Natürlich brauchst du etwas Glück und musst den richtigen Zeitpunkt erwischen -wir hätten ihn fast verpasst: Wochenlang lagen wir auf der Lauer und beobachteten die Webcam beinahe täglich. Immer lag Schnee, es waren keine Osterglocken zu sehen! Schliesslich, Mitte April beschlossen wir, das Touristenbüro anzufragen, ob die Osterglocken schon blühen. Die Antwort: Da müssen Sie sich aber beeilen, die blühen nicht mehr lange! Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir eine Webcam auf der Nordseite des Dorfes angeschaut hatten – da blühen gar keine Osterglocken… Damit dir nicht der gleiche Fehler passiert, veröffentliche ich diesen Artikel früh genug Anfang April!

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Wir fahren mit dem Auto in den Berner Jura. Rund 20 Minuten oberhalb von Biel biegst du mitten im Dorf Orvin rechts ab nach Les-Prés-d’Orvin. Gleich bei der Bushaltestelle Bellevue gibt es Gratis-Parkplätze. Während du am Morgen noch denkst «hier hats aber viele Parkplätze», staunst du am Nachmittag, dass bis auf den letzten Platz alles voll ist. Also: Frühes Aufstehen lohnt sich auch hier!

Gleich beim Parkplatz folgst du dem Wanderweg zwischen den Häusern hindurch. Es geht immer sanft aufwärts. Wenn du an die Kreuzung kommst, wo du dich entscheiden musst, ob du diese nun im oder gegen den Uhrzeigersinn machst, empfehle ich dir die Route im Uhrzeigersinn (am besten dem pinken Winterwanderwegweiser folgen). Da ist die Steigung stetig, aber nicht steil. Zudem waren wir mitten im Morgen mutterseelenalleine unterwegs. Anfangs ist der Weg noch asphaltiert, später läufst du entlang eines Feldweges und über Weiden.

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz
Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Wenn du eine gewisse Höhe erreicht hast, siehst du in der Ferne den Chasseral und vor dir die prächtigen Osterglocken, fröhlich leuchtend in Gelb, so weit das Auge reicht!

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Lass dich nicht von den Fotostopps auf der Karte aus dem Konzept bringen. Wir haben wunderschöne Felder mit Millionen von wilden Narzissen entdeckt, die gar nicht auf der Karte eingezeichnet waren. Wenn du zum richtigen Zeitpunkt unterwegs bist, findest du die Osterglocken, du wirst sie nicht verpassen 😊 Schau ganz genau hin und du entdeckst du zwischen der gelben Pracht auch noch ein paar Krokusse.

Wenn du den Place Centrale direkt neben den Osterglockenfeldern erreichst, stellst du fest, dass man eigentlich auch mit dem Auto hierher fahr könnte – aber hey, das wäre ja nur der halbe Spass! Ueber Stock und Stein geht es nun dem Jura Höhenweg entlang.

Zwischendurch blitzen klitzekleinen Schneefelder auf, eine Schneeballschlacht wird fällig!

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Auf dem höchsten Punkt machen wir Halt, Zeit für eine Erfrischung.

Osterglocken, Narzissen, Les-Prés-d’Orvin, Berner Jura, Schweiz

Ebenfalls auf dem höchsten Punkt lädt ein Restaurant zum Verweilen ein. Von hier geht es auf einer Wiese steil herunter – machst du die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn, musst du hier zum Schluss steil hoch laufen.

Uebrigens, wenn du ein Osterglocken-Souvenir mit nach Hause nehmen möchtest, ist das erlaubt. Allerdings darfst du nur mitnehmen, was du in einer Hand tragen kannst – auf keinen Fall darfst du die Osterglocken mit der Zwiebel ausreissen.

Diese Rundwanderung im Zeichen der Farbe Gelb dauert rund zwei Stunden. Ich bin einmal mehr begeistert vom eindrücklichen Jura.

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Fotostopp auf der Saffa-Insel in Zürich (Schweiz)

Saffa… Hört sich irgendwie exotisch an, findest du nicht auch? Hat aber überhaupt nix mit Exotik zu tun, im Gegenteil: Die wohl kleinste Insel im Zürichsee entstand 1958, als Architektinnen, Ingenieurinnen und Gestalterinnen 26’000 Kubikmeter Erde in den Zürichsee schütteten, dies im Rahmen der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (kurz: SAFFA).

Saffa-Insel, Zürich, Schweiz

Die Saffa Insel ist rund 10 Meter vom Ufer entfernt und mit einer kleinen Brücke mit der Landiwiese in Zürich-Wollishofen verbunden.

Auf dem kleinen Schmuckstück lässt sich wunderbar die Seele baumeln lassen und bei guter Sicht einen tollen Ausblick auf die Glarner Alpen geniessen.

Von der Landiwiese spazierst du in rund 45 Minuten dem See entlang zum Bürkliplatz und bist dann mitten in der Stadt Zürich. Oder du gehst in die andere Richtung, vorbei an der Roten Fabrik über den Cassiopeia-Steg zum Hafen Wollishofen. Alles wunderbare Spaziergänge für einen gemütlichen Sonntag Morgen.

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Auf der Suche nach den schönsten Aussichtspunkten im Emmental (Schweiz)

…und ich habe nicht nur gesucht, ich bin auch fündig geworden!

Das Emmental ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Auch jetzt, nachdem ich einen Tag lang kreuz und quer durchs Emmental gefahren bin, habe ich immer noch keine Uebersicht. Ich habe mich tatsächlich sehr auf mein GPS verlassen.

Mein erster Stopp ist beim Chuderhüsi Aussichtsturm. Der heisst tatsächlich so! Wenn du der schweizerdeutschen Sprache nicht mächtig bist, musst du beim Lesen dieses Beitrages tapfer sein, das Chuderhüsi ist erst der Anfang!

Beim Restaurant Chuderhüsi in Röthenbach hat es eine beschränkte Anzahl Parkplätze. Von dort führt ein Waldweg in rund zehn Minuten zum Aussichtsturm. Links und rechts vom Weg ist der Boden mit Moos überwachsen, fast wie ein Zauberwald.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Chuderhüsi, Röthenbach

Der Aussichtsturm wurde am 27. Mai 1998 zum 850. Geburtstag von Röthenbach eingeweiht.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Chuderhüsi, Röthenbach

195 Stufen bringen dich auf die Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe. Das Treppensteigen lohnt sich, die Aussicht auf die umliegende Bergwelt ist gewaltig: Von Eiger, Mönch, Jungfrau über Chasseral, Creux du Van und Jura bis hin zum Schwarzwald, Napf und Pilatus siehst du alles – wenn die Sicht gut ist. Ich war an einem wunderschönen Tag dort, aber leider war es recht diesig.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Chuderhüsi, Röthenbach

Vom Chuderhüsi fahre ich mitten durchs Emmental auf die Mänziwilegg. Die Aussicht hier präsentiert dir das typische Emmental: Eine liebliche Hügellandschaft.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Mänziwilegg

Nächster Stopp ist die Schaukäserei in Affoltern im Emmental. Falls du eine kulinarische Pause einlegen möchtest, bist du hier richtig. Käse schauen möchte ich nicht, aber Aussicht schauen! Hinter dem Parkplatz der Schaukäserei führt eine Strasse direkt zum berühmten Bilderrahmen der Grand Tour. Bei guter Sicht solltest du auch hier Eiger, Mönch und Jungfrau sehen.

Auf sehr schmalen Strassen (zwei Autos können sich kaum kreuzen) geht meine Fahrt weiter am Lueg Denkmal vorbei nach Ferrenberg, ein Weiler, der zur Gemeinde Wynigen gehört. In Ferrenberg hat es eine beschränkte Anzahl an Gratis-Parkplätzen. Ich lasse das Auto stehen und erklimme den Aussichtspunkt Oberbühl-Chnubu (yeap, ich habe dich gewarnt, Schweizerdeutsch ist nicht einfach… 😉).

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt begegne ich diesen allerliebsten Tieren. Ich vermute, es sind Schafe? Ich habe jedenfalls noch nie vorher so zottelige braune Schafe gesehen.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Wynigen, Ferrenberg, Oberbühl-Chnubel

Auf dem Aussichtspunkt hat es Tische und Bänke – perfekt geeignet für ein Picknick. Leider bin ich zwei Stunden zu früh, ansonsten hätte ich es mir hier für den Sonnenuntergang gemütlich gemacht. Aber auch im strahlenden Sonnenlicht ist die Aussicht gewaltig.

Emmental, Schweiz, Aussichtspunkte, Wynigen, Ferrenberg, Oberbühl-Chnubel

Der Oberbühl-Chnubu ist für mich definitiv der schönste Aussichtspunkt, so sieht das typische Emmental aus!

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Meine Suche nach den Aussichtspunkten habe ich als Road Trip gestaltet. Du kannst diese selbstverständlich auch erwandern oder mit dem eBike entdecken, zB mit der Herzroute.

Uebrigens, ein guter Start für die Tour durchs Emmental ist ein Besuch der Kambly Fabrik in Trubschachen. Hier kannst du Guetzli (Kekse) probieren, bis sie dir aus den Ohren kommen – und natürlich auch einkaufen! 😊

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