Geheimtipps in der schönen Schweiz

In den aktuellen Zeiten verbringen wir unsere Ferien eher zu Hause als im Ausland. Deswegen habe ich meine Freunde gebeten, mir ihre Geheimtipps für mein Heimatland zu schicken. Ich behaupte jetzt mal, diese Orte findest du in keinem Lonely Planet Reiseführer… Ich bin überzeugt, da ist einiges dabei, was du noch nicht kennst! Bitte beachten: All diese Tipps sind auch für mich neu und wurden demzufolge auch noch nicht von mir getestet. Aber keine Angst, die Quellen sind alle super zuverlässig! 😊

 

Wir haben in der Schweiz zwar kein Meer, aber wir haben wunderschöne Seen:

 

Der Lago Maggiore im Tessin ist sicherlich kein Geheimtipp, aber… Cinzia M. empfiehlt uns dieses lauschige Plätzchen – nicht nur für Verliebte: Gerra im Gambarongno, gegenüber vom doch sehr touristischen Locarno auf der ruhigeren Seeseite, an der Strasse in Richtung Luino.

 

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Foto: Cinzia M.

 

Der Jura ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Sommer die Landschaft im Vallée de Joux genauer zu erkunden. Geri W. empfiehlt insbesondere den Lac Brenets mit dem Doubs Wasserfall in Les Charbonniers. Da warst du sicher auch noch nicht, oder??

 

Carine W. schwärmt von der Insel Schwanau im Lauerzersee in Seewen SZ – wunderbarer Tagesausflug in die Innerschweiz. Der Lauerzersee gehört mit seiner maximalen Wassertiefe von 14 Metern übrigens zu den flachsten Seen der Schweiz. Online habe ich dazu noch diesen Rundweg gefunden. Passt!

 

Auch der Murtensee ist sicherlich kein Geheimtipp, aber… warst du schon mal auf dem Gemüsepfad?? Regula H., meine treue Leserin, hat diesen mit dem eBike entdeckt. Fahrräder kann man beim Bahnhof Murten mieten.

Zusatztipps:

Uebernachten im Hotel Murtenhof und/oder Hotel Krone (mit Aussicht auf den See!)

Zwischenverpflegung in Form von Nidelkuchen von der Konditorei Aebersold in Murten

 

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Foto: Regula H.

 

Nicht weit weg von Murten ist der Bielersee. Ulli L. ist ab Biel über Magglingen bis nach Twann durch die Twannbachschlucht gewandert. Ihr Fazit: «mega guet!» Die Wanderung lässt sich übrigens auch gut mit Kindern machen.

 

Wer wandern will, ist in der Schweiz am richtigen Ort, etwas ganz Aussergewöhnliches empfiehlt die Wanderkönigin Sabine L.: Eine Tour im Calfeisental! Noch nie habe ich davon gehört, du etwa?! Die Wanderung führt durch sumpfiges Gebiet mit vielen Bächen und ohne Brücken. Also dafür unbedingt einen trocknen Tag einplanen. Mehr Informationen dazu findest du übrigens im Buch «Urlandschaften der Schweiz».

 

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Bild: Sabine L.

 

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Foto: Sabine L.

 

Das Tessin besteht nicht nur aus dem Lago Maggiore und dem Luganersee, nein, hier kann man auch ganz toll wandern. Vorgemacht hat das Annelies E. im Maggiatal. Von Tegna über Avegno führt der Weg nach Maggia. Auch diese Wanderung ist nur bei gutem, trocknem Wetter zu empfehlen. Es geht zum Teil steil bergauf und bergab.

 

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Foto: Annelies E.

 

Aber schau mal, was es hier für wunderschöne Tessiner Häuser zu sehen gibt!

 

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Foto: Annelies E.

 

Etwas gemütlicher ist der Vorschlag von Antonella K. im Wallis: Sie wandert gerne im Saastal zum Mattmark Stausee oder in Grächen der Suone entlang (entweder ab Hannigalp Talstation oder am Dorfende hinter dem Hotel Hannigalp steil hoch). Wenn du Glück hast, begegnest du unterwegs einem Murmeli (Murmeltier). Ich freu mich ja immer, wenn ich noch einen guten Restaurant-Tipp erhalte. Für Grächen gibt’s gleich zwei: Restaurant Bärgij oder Restaurant zum See (Zusatztipp: Hier gibt es super leckere Aprikosenwähe!) mit schönem Blick in Richtung Zermatt. Uebrigens alles auch sehr gut mit Hund machbar 😉

 

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Foto: Antonella K.

 

 

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Foto: Antonella K.

 

Auch im Wallis ist der Geheimtipp von Anita J., ebenfalls eine treue Leserin dieses Blogs: Die Albinenleitern bei Leukerbad! Ich habe das mal im Internet nachgelesen, hört sich super spannend an! Nach getaner Arbeit empfiehlt sich in Albinen eine kulinarische Belohnung im Restaurant Godswärgijstubu (wie auch immer man das ausspricht…).

 

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Foto: Anita J.

 

Zum Abschluss noch ein Hoteltipp von Ennio M.: Hotel Le CouCou in Caux (nähe Montreux) im Welschland. Sieht spannend aus, gäll?! Da müsste man doch glatt mal ein Wochenende am (bzw. über dem) Genfersee einplanen!

 

Ich habe leider nicht überall Fotos zu den Tipps, aber die von mir herausgesuchten Links helfen dir hoffentlich bei der Planung weiter. Möchtest du mir auch noch Geheimtipps in der Schweiz verraten? Ich denke, vor allem in diesem Sommer sind wir alle auf der Suche nach DEM besonderen Ort in unserem eigenen Land. Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu!

 

Vielen Dank an alle, die mir ihre Geheimtipps verraten haben! Da ist eine schöne Liste zusammengekommen. Ich würde mal sagen, meine Wochenenden in diesem Sommer sind gut ausgelastet 😊

 

Folge mir um die Welt!

Der perfekte Freundinnen-Tag in Zürich

Ohne Stress und Druck mit einer Freundin an einem freien Tag durch Zürich zu bummeln, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.

 

Wir fahren mit dem Zug bis Hardbrücke und starten diesen traumhaft schönen Tag mit einem Mittagessen bei Frau Gerold. Frau Gerolds Gartenan der Geroldstrasse 23 ist längst kein Geheimtipp mehr. Er wird in jedem Blogbeitrag über Zürich und wahrscheinlich auch in jedem Reiseführer erwähnt – nicht zu Unrecht! Bei einer Rostbratwurst mit Kartoffelsalat geniessen wir diesen Mix aus Festivalwiese und Hinterhofidyll mit Blick auf das Zürcher Westquartier und den Prime Tower.

 

Zürich, Freundinnen-Tag, Frau Gerolds Garten, Schweiz

 

Apropos Tower, wer etwas höher hinauf möchte als Frau Gerolds Rooftop Bar, der kann den Freitag Turm erklimmen, der gleich neben der Hinterhofidylle steht. …und beim Hinuntersteigen gleich noch eine schicke Freitag Tasche einkaufen!

 

Wenn schon in Einkaufslaune, dann gleich richtig: Beim Viadukt findest du kleine, aussergewöhnliche Shops, Restaurants und natürlich die einmalige Markthalle mit Leckereien aus aller Welt – ein Mini-Mekka für Gourmets und Feinschmecker. Auch wenn du nichts kaufst, lohnt sich der Besuch fürs Auge.

 

Wir bummeln weiter, überqueren die Limmat und schlendern dem Kloster-Fahr-Weg entlang in Richtung Unterer Letten Badi. Zürich ist die Stadt der Flussbäder. Nirgends hast du bessere Möglichkeiten, in einem Fluss zu baden, als in Zürich. Uebrigens, hier ein Gratis-Tipp für alle, die sich immer beschweren, dass Zürich so teuer ist: Für die Flussbadis Unterer und Oberer Letten bezahlst du keinen Eintritt! Und wenn dir – wie mir – Flüsse zum Baden nicht so geheuer sind: Am unteren Ende der Badi sorgt ein Auffangrechen dafür, dass du die Strömung wieder verlassen kannst.

 

Zürich, Freundinnen-Tag, Letten Badi, Schweiz

 

Ins Beckenhof-Quartier verirren sich nicht allzu viele Touristen. Wenn du aber auf ausgefallene Kuchen stehst, dann lohnt sich der Abstecher ins Café Miyuko an der Beckenhofstrasse 7, japanisch inspiriert, farbenfroh und verspielt. Die Sitzmöglichkeiten sind sehr begrenzt, wir haben Glück und ergattern einen der beiden Tischchen draussen.

 

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In meinem letzten Beitrag über Zürich habe ich dir die Aussicht vom Lindenhof vorgestellt. Heute nehme ich dich mit ins Uni-Quartier. Originell daran, du fährst mit der Polybahn, die auch Polybähnli oder Studenten-Express genannt wird, hinauf ins Universitätsquartier. Die Fahrt dauert nur knapp eine Minute, aber oben erwartet dich eine der schönsten Aussichtsterrassen von Zürich mit tollem Blick über Stadt, See und Berge. Die Polybahn ist übrigens im ZVV Ticket inbegriffen.

 

Zürich, Freundinnen-Tag, Polybahn, Schweiz

 

Zürich, Freundinnen-Tag, Polybahn, Schweiz

 

Wieder beim Central angekommen, bieten sich zwei Möglichkeiten an: Falls du noch nicht genug geshoppt hast, sind Limmatquai, Niederdorf und Bahnhofstrasse nicht weit. Falls du allerdings eine weitere Pause nötigst (ja!), sind gleich mehrere Rooftop Bars in unmittelbarer Nähe. Wir entscheiden uns klar für die zweite Option. Am besten überquerst du die Limmat über den Mühlesteg, gehst in Richtung Bahnhofstrasse und hast dann die Qual der Wahl: Lady Hamilton Rooftop Bar, die Hiltl Dachterrasse, die Rooftop Bar im Modissa Gebäude oder – mein Favorit: Die Griederbar, versteckt im obersten Stock von Grieder an der Bahnhofstrasse 30. Hier gönnen wir uns in entspannter Atmosphäre auf Lounge-Möbeln zwischen Buchsbäumen einen Hugo. Die Bar macht allerdings bereits um 19 Uhr zu. Achte also drauf, dass du deinen Apero-Drink früh genug bestellst!

 

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Wir lassen den Tag in der Europaallee hinter dem Bahnhof ausklingen. Schon länger wollte ich mir dieses neue Quartier mal genauer anschauen. Zu dieser Zeit sind die meisten Läden bereits geschlossen, einige sogar für immer. Sind die tatsächlich schon wieder eingegangen? Es wundert nicht, die Mietpreise sind sicherlich sehr teuer und irgendwie fehlt in dieser Strasse das Leben. Die Restaurant-Auswahl ist allerdings nicht schlecht. Als erste Anlaufstelle hast du zum Beispiel das vegetarische Hiltl in der alten Sihlpost. Wir entscheiden uns aber für das Loft Five, wo wir uns leckere Burger gönnen. Den Belag kannst du dir mit der speziellen Burger-Karte komplett selber zusammenstellen.

 

Wir haben unseren Tag in Zürich extrem genossen. Vielleicht ist ja auch für dich etwas dabei? Und falls du länger als nur einen Nachmittag in Zürich bist, dann habe ich hier noch ein paar Tipps mehr für einen Freundinnen-Trip auf Lager:

Hüpft ins Tram und fahrt einmal die Linie 2 oder 4 komplett vom Seefeld nach Altstetten, mitten durch Zürich durch.

Fahrt mit dem Limmatschiff ab Landesmuseum (vis-à-vis Hauptbahnhof) bis zum Bürkliplatz.

Sucht die Gräber von Gottfried Keller und Johanna Spyri (Heidi!) auf dem Friedhof Sihlfeld.

Café Hopping in Zürich (lies dazu meinen Bericht hier), eignet sich sowohl bei gutem als auch bei schlechtem Wetter.

Auszeit im Labo Spa am Talacker 41: Lasst euch die Fussnägel in der gleichen Farbe lackieren!

 

Folge mir um die Welt!

Wenn Trolle auf Elfen treffen – Island Teil IV

Bevor wir uns diesen Sommer auf die Schweiz konzentrieren, möchte ich dir den letzten Teil meiner Island-Reise nicht länger vorenthalten. Viel Spass in Reykjavik!

 

Reykjavik, die Hauptstadt Islands, ist eigentlich nur eine Kleinstadt. Auf den ersten Blick war ich etwas enttäuscht, irgendwie hatte ich skandinavischen Charme und rote Holzhäuser erwartet. Doch in Reykjavik muss man genauer hinschauen. Dann entdeckt man die Hafenpromenade mit dem eindrücklichen Konzerthaus Harpa, die Edelstahlskulptur Sonnenfahrt, die wie ein Wikingerschiff aussieht und wer noch besser hinschaut realisiert, dass Reykjavik auch kulinarisch einiges zu bieten hat.

 

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Wir starteten den Tag mit einem leckeren Frühstück bei Bergsson Mathus. Das kleine Café liegt in der Altstadt und bietet eine abwechslungsreiche Menükarte an. Die Webseite des Cafés ist nur auf Isländisch, aber nur schon die Bilder sprechen Bände! Mein Lachs mit Rührei auf dem selbstgebackenen Sauerteigbrot war super lecker.

 

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Wo sich die Frauen früher zum Wäsche waschen an heissen Quellen versammelt haben, befindet sich heute die Haupteinkaufsstrasse der Innenstadt: Laugavegur (wörtlich übersetzt Waschstrasse). Die Strasse lädt zum Bummeln und Souvenirs einkaufen ein. Die zur Hallgrimskirkja führende Skolavörðurstígur ist etwas ruhiger, hier findest du Galerien und wunderbare kleine Designerläden.

 

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Hast du gewusst, dass Islands höchste Kirche nach einem berühmten isländischen Dichter benannt worden ist? Hallgrimur Petursson. Wir beschlossen, die Kirche von innen anzuschauen und kamen grad rechtzeitig zu einer Chorprobe – ein ergreifender Moment.

 

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Bei den kalten Temperaturen locken Cafés und Restaurants zum Aufwärmen. Lunch gönnten wir uns bei französischer Atmosphäre im Paris Bistro. Der Cheeseburger hat wunderbar geschmeckt.

 

Kulinarisch unschlagbar war allerdings unser Nachtessen bei Gott! Ja, das Restaurant heisst tatsächlich Gott, die Bedeutung auf Isländisch ist allerdings eine ganz andere als auf Deutsch: Gott heisst übersetzt schlicht und einfach «gut»! Doch gut reicht hier nicht aus: Unser Lamm war super, aber absolut überirdisch war das Dessert: Sukkuladihrakaka. Wir hatten es nur wegen dem Namen bestellt und hatten keine Ahnung, was uns erwartete… Es war ein Schokoladenkuchen mit Nüssen, Schlagsahne und Erdbeeren – mir läuft nur schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen!

 

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Höhepunkt der Island-Reise war für mich ganz klar die Polarlichter-Tour. Bereits vor Reiseantritt buchten wir eine Tour mit Superjeep. Wir hatten keine Ahnung, wie das Wetter werden würde. Weil alle Tours aber immer sehr gut besucht sind, gingen wir das Risiko ein. Bei schlechtem Wetter werden die Tours nicht durchgeführt, es lohnt sich also, den Ausflug gleich am Anfang der Reise zu buchen, damit man Alternativen hat.

 

Wir hatten Glück! An einem strahlend schönen Tag wurden wir abends direkt vor dem Hotel abgeholt und rund eine Stunde ausserhalb von Reykjavik gefahren. Und dann standen wir in der Kälte und warteten… und warteten… bis sich plötzlich ganz zögerlich der Horizont leicht grün verfärbte. Aufregung kam auf. Alle zückten die Fotoapparate und drückten aufgeregt auf die Auslöser. Bei den Handy-Besitzern stellte sich schon bald Ernüchterung ein. Ohne eine entsprechende App hast du keine Chance, mit dem Handy schöne Bilder zu machen. Wir liessen die Handys in der Tasche und stellten uns stattdessen bei den Tourguides in die Reihe. Die hatten drei Fotoapparate auf Stativen aufgebaut, wo man sich vor den Polarlichtern fotografieren lassen konnte.

 

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Die Polarlichter kamen und gingen, wurden stärker und wieder schwächer. Ich starrte wie gebannt in den Himmel, empfand dieses Schauspiel als pure Magie. Für mich sind die Nordlichter Elfen, die mit ihren grünen Schleiern am Himmel tanzen!

 

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Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich einen Besuch Islands im Winter absolut empfehlen kann. Voraussetzung dazu ist, abgesehen von der entsprechenden Kleidung (die du auch im Sommer brauchst), sicherlich das richtige Auto mit einer Versicherung, die tatsächlich alles versichert (wir wollten diesbezüglich gar kein Risiko eingehen und haben die teuerste Versicherung abgeschlossen). Ich denke sogar, dass die schneebedeckte Landschaft vor dem knallblauen Himmel (wenn man denn so ein Wetterglück hat, wie wir es hatten) sogar noch schöner zur Geltung kommt als im Sommer, wenn alles grün und braun ist.

 

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Juhuuu, die Grenzen sind wieder offen!

…zumindest teilweise! Der 15. Juni 2020 ist der Tag, den ich zelebriere, denn heute darf ich wieder nach Deutschland reisen! Was für eine Freude! Die Freude möchte ich mit dir teilen, indem ich meine regelmässige Berichterstattung im Reisenotizbuch wieder aufnehme!

 

Ich werde nicht zu den Einkaufstouristen gehören, die gleich in der ersten Stunde für ihren Grosseinkauf über die Grenze fahren. Aber ich werde sicher noch diese Woche zum Brunch nach Waldshut fahren und dort meine deutschen Freunde treffen. Und ich werde sicher noch diesen Sommer auf die deutsche Seite des Bodensees fahren und dort weitere deutsche Freunde treffen (obwohl die sich schon vor drei Wochen ganz legal über die Grenze gewagt haben, um mich in der Schweiz zu treffen – mehr dazu in einem späteren Beitrag!). Und ich werde ganz sicher noch diesen Sommer an die Nordsee fahren, dort ein paar entspannte Tage geniessen und meine Verwandten besuchen. Hallo Deutschland, ich habe dich vermisst!

 

Deutschland, Nordsee

 

Ob ich in diesem Jahr weitere (europäische) Länder bereisen werde, weiss ich noch nicht. Ob ich in diesem Jahr in einen Flieger steigen werde, weiss ich noch nicht. In der aktuellen Zeit der Ungewissheit lasse ich einfach alles mal auf mich zukommen. Ganz sicher wirst du hier in diesem Jahr einiges mehr über die Schweiz lesen als in vorherigen Jahren. Und das ist gut so, denn die Schweiz hat so viel zu bieten, da gibt es noch ganz viele wunderschöne Orte zu entdecken.

 

Ich habe kürzlich ein Interview mit einem Spanier gesehen, der sich ganz entsetzt gefragt hat, warum sich die Schweizer den Kopf zerbrechen, wo sie in diesem Jahr Ferien machen sollen. Die Schweiz habe doch alles und sie lebten doch bereits im schönsten Land der Welt! Beschämt musste ich ihm Recht geben, wir leben wirklich in einem der schönsten Länder der Welt und wir haben tatsächlich fast alles – fast… Denn was mir ganz doll fehlt, ist das Meer! Und so geht es wahrscheinlich vielen Schweizern! Aber jetzt sind die Grenzen zumindest wieder soweit geöffnet, dass auch wir aus dem Binnenland wieder ans Meer fahren dürfen!

 

Schön, dass du dem Reisenotizbuch nach wie vor die Treue hältst! Ich werde dich nicht enttäuschen und wieder voller Freude über meine Abenteuer im In- und Ausland berichten.

 

Folge mir um die Welt!

Wenn die Leidenschaft von einem Virus befallen wird…

Corona

 

Liebe Reisenotizbuch-Freunde

 

Als COVID-19 erstmals in China auftauchte, war ich betroffen. Als sich das Virus auf weitere asiatische Länder ausbreitete, wurde ich hellhörig – vor allem, weil ich zu dem Zeitpunkt in Australien unterwegs war. Als ich dann aber von einer in Singapur lebenden Freundin Mitte Februar hörte, wie schlimm die Lage dort sei und dass sowohl Desinfektionsmittel als auch Mundschutz in Singapur ausverkauft seien, machte ich mir zum ersten Mal Sorgen – schliesslich musste ich ja via Singapur nach Hause reisen. Ich versuchte, in Perth, Australien, Schutzmasken zu kaufen. Sie waren in jeder Apotheke ausverkauft. Erst in einer kleinen Apotheke ausserhalb der Stadt ergatterte ich die letzten (!) drei Schutzmasken. Zwei wollte ich meiner Freundin in Singapur bringen, eine wollte ich für mich behalten – sollte es in Singapur wirklich so schlimm sein. Für die Zeit zu Hause machte ich mir keine Sorgen…

 

In Singapur angekommen, war ich positiv überrascht: Kaum jemand trug Schutzmasken. Stattdessen wurde überall Temperatur gemessen (flächendeckend am Flughafen, bei jeder einzelnen Person, die ins Hotel eincheckte etc.) und Leute, die kurz zuvor in China gewesen waren, wurden nicht ins Land gelassen bzw. mussten gleich in Quarantäne. Ich wähnte mich in Sicherheit…

 

Der Aufenthalt in Singapur war angenehm: Es hatte wenig Leute auf der Strasse, wir mussten nirgends anstehen, kamen nirgends ins Gedränge. So schlimm konnte dieser Virus nicht sein…

 

Ende Februar bei der Ankunft in Zürich trug niemand eine Schutzmaske. Es wurde niemandem die Temperatur gemessen. Die Ankommenden fielen den Wartenden in die Arme, man küsste sich drei Mal auf die Wangen. Man war weit weg von Asien…

 

Und dann fand Corona seinen Weg nach Italien. Italien, ein Land, das von sich immer wieder behauptete, eines der besten Gesundheitssysteme zu haben, wurde durchgeschüttelt und kam an seine Grenzen. Italien, ein Land, das gleich neben der Schweiz liegt – aber, da ist ja noch eine Grenze dazwischen…

 

Von wegen, es dauerte nicht lange, da gab es den ersten Corona-Fall im Tessin. In der Deutschschweiz war man entsetzt. Und doch, da ist ja noch der Gotthard-Pass dazwischen, man konnte sich nicht vorstellen, dass der Virus auch in die Deutschschweiz kommen würde…

 

Heute ist nun jeder einzelne Kanton der Schweiz mit Corona-Fällen betroffen. Schweizweit gibt es 43 Tote (Stand 20.3.2020 mittags), Restaurants, Bars, Märkte und Geschäfte sind geschlossen, Existenzen sind bedroht, Firmen gehen bankrott, die Börse ist im Tiefflug und Airlines stehen weltweit kurz vor dem Grounding. Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich hätte mir das noch vor zwei Wochen nicht in meinen schlimmsten Träumen vorstellen können!

 

Was aktuell in der Welt passiert, ist neu für uns alle. Unsere Generation hat – zumindest in West-Europa – noch nie einen Krieg erlebt. Wir mussten noch nie auf etwas verzichten, wir hatten alle Freiheiten, die man sich nur wünschen kann. Und nun sind wir plötzlich eingeschränkt! Mir ist das erst so richtig bewusst geworden, als ich letztes Wochenende (ist es wirklich erst eine Woche her?) hörte, dass Deutschland die Grenzen schliesst. Ich, als Schweizerin, bin mindestens einmal im Monat in Deutschland. Deutschland ist für mich nicht Ausland. Ich habe Verwandte in Deutschland (besitze allerdings keinen deutschen Pass), ich bin seit ich auf der Welt bin jedes Jahr mindestens einmal in Hamburg. Und jetzt darf ich nicht mehr nach Deutschland? Ich war mit der ganzen Situation überfordert. Ein Schock, der mir durch Mark und Bein ging. Erst zu dem Zeitpunkt wurde mir so richtig bewusst, wie unglaublich ernst die Lage ist!

 

Ich mag in diesen Zeiten nicht ans Reisen denken, geschweige denn von Reisen schreiben. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich froh, einfach zu Hause zu sein! Aus diesem Grunde habe ich beschlossen, eine Blogger-Pause einzulegen. Ich habe so vieles, von dem ich dir noch berichten möchte: Ueber meine Island Reise habe ich noch einen weiteren Bericht vorbereitet, von Singapur möchte ich dir erzählen und natürlich von meiner super tollen Australien-Reise! Aber im Moment mag ich nicht übers Reisen berichten. Ich mag nicht nur nicht darüber schreiben, ich mag auch nicht darüber lesen. Ich lese aktuell keine Blogs und auf Instagram wische ich all die schönen Bilder aus der grossen weiten Welt ganz schnell weg. Meine grosse Leidenschaft, das Reisen, ist von einem Virus befallen!

 

Es kommen wieder bessere Zeiten, da bin ich ganz sicher. Ich werde wieder auf Reisen gehen, und ich werde wieder über meine Reisen berichten. Du wirst es lesen, hier in meinem Reisenotizbuch!

 

Bleib gesund, bleib zu Hause, befolge die Massnahmen der Regierung(en), damit wir alle bald wieder uneingeschränkt die Welt entdecken können!

Wenn Trolle auf Elfen treffen – Island Teil III

Roadtrip Golden Circle: Reykjavik – Þingvellir Nationalpark – Geysiren – Gullfoss – Blue Lagoon – Reykjavik

 

Die wohl berühmteste Strasse Islands ist sicherlich der Golden Circle. Im März war bereits einiges los, ich möchte gar nicht wissen, wie es hier im Hochsommer aussieht. Früh morgens waren wir allerdings fast alleine unterwegs. Von Reykjavik fuhren wir dem Golden Circle entlang in Richtung Norden. In Mosfellsbaer hielten wir uns links und fuhren auf die 36 in Richtung Þingvellir Nationalpark. Im weltbekannten geologischen Wunderland treffen sich die nordamerikanische und eurasische Platte und driften in wunderschönen Lavafeldern auseinander.

 

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Am zauberhaften See Laugarvatn hatte ich einen Spa entdeckt, den wir aus Zeitgründen leider nicht besuchen konnten. Aber: Für meine nächste Island-Reise kommt der ganz sicher auf die Liste!

 

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Schon bald sahen wir am Horizont Dampfwolken aufsteigen. Wir näherten uns den heissen Quellen von Geysir – einer der Höhepunkte des Golden Circle. Schon kurz hinter dem Parkplatz dampfte es überall aus dem Boden.

 

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Sprudelnde Löcher wiesen den Weg zum aktivsten Geysir Strokkur, der im 10-Minuten-Takt kochende Wassermassen in die Luft schleudert. Mit vielen anderen Touristen standen wir um den Geysir, das Handy schussbereit in der Hand – die Finger froren uns beinahe ab – vund doch wurden wir bei jeder Explosion immer wieder aufs Neue total überrascht. Ein Naturspektakel der Sonderklasse, hier zeigt sich die wahre Kraft der isländischen Natur!

 

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Die Fahrt dauerte nicht lange und wir standen vor dem nächsten Highlight: Der spektakuläre Wasserfall Gullfoss! Ich habe schon so viele Wasserfälle gesehen und nicht wenige Male musste ich sagen «ja, ja, ein Wasserfall halt…», doch der goldene Wasserfall von Island, der über steile Klippen in eine atemberaubende 70 Meter tiefe Schlucht stürzt, hat mich mächtig beeindruckt. Die Aussichtsplattform ist vom Parkplatz aus über eine Holztreppe und einen asphaltierten Weg gut erreichbar. Das wunderschöne Naturschauspiel ist sicherlich zu allen Jahreszeiten reizvoll, doch jetzt im Winter fand ich die vereiste Landschaft besonders faszinierend.

 

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Vom Gullfoss aus fuhren wir der Strasse 35 entlang rund eine halbe Stunde bis zur Tomatenfarm Friðheimar. Ein Tipp, den wir vom Tourismusbüro in Reykjavik erhalten hatten. In einem riesigen Gewächshaus werden das ganze Jahr über Tomaten gezüchtet. Gleichzeitig hat man das Gewächshaus in eine Eventlocation bzw. ein Restaurant umgewandelt. Wenn du dort zwischen all den Tomatensträuchern ein Tomatengericht essen möchtest, unbedingt einen Tisch reservieren, sogar im März war alles ausgebucht. Bei unserem Spontanbesuch reichte es nur für ein Plätzchen an der Bar, wo wir einen leckeren Cheesecake mit grüner Tomatenmarmelade geniessen konnten.

 

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Auf dem Rückweg nach Reykjavik stoppten wir in der Blue Lagoon, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Islands. Ein Besuch in der Lagune ist heiss begehrt. Ein Spontanbesuch ist schwierig, also hier unbedingt online einen Slot buchen. So schön die Bilder auf der Website sind und so schön das Bad auch gestaltet worden ist – ich finde nicht, dass sich ein Besuch lohnt… Einmal ist der Eintritt sehr teuer (günstigstes Ticket kostet € 50) und dann ist es so überlaufen, dass man den Aufenthalt nicht richtig geniessen kann. Die Touristen werden in grossen Bussen herangekarrt, der Parkplatz ist voll. Im Eintritt inbegriffen ist ein Drink und auch ohne den Pool verlassen zu müssen, kannst du an einem kleinen Kiosk weitere Drinks kaufen. Ich fand es eher befremdlich, wie alle im Pool ihre Drinks getrunken haben – bei ein bisschen Uebermut oder Unachtsamkeit ist da schon mal ein Bier im Wasser gelandet oder ein leerer Plastikbecher herumgeschwommen. Bei meinem nächsten Island-Besuch würde ich auf die Blaue Lagune verzichten und ein kleineres Bad vorziehen (z.B. das oben erwähnte Fontana Spa).

 

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Wenn Trolle auf Elfen treffen – Island Teil II

Roadtrip Reykjavik – Eyjafjallajökull – Skogafoss – Vik – Selfoss – Strandarkirkja – Grindavik – Reykjavik

 

Unser zweiter Roadtrip führte in den Süden Islands und bescherte uns eine echte Herausforderung. Wir starteten den Tag mit eisigen Temperaturen, aber wunderbarem Sonnenschein. Schon nach kurzer Fahrzeit ein erster Höhepunkt: Die Begegnung mit Islandpferden am Strassenrand!

 

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Der Seljalandsfoss wollte uns nicht so richtig begeistern. Vielleicht lag es daran, dass wir zur falschen Tageszeit dort waren, er lag im Schatten:

 

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Weisst du noch, wo du im April 2010 warst, als der berühmte Eyjafjallajökull ausbrach? Ich weiss es ganz genau: Ich war zu dem Zeitpunkt geschäftlich in China und musste bangen, ob ich wie geplant wieder nach Hause fliegen konnte – die Vulkanasche hatte damals den Flugverkehr in Europa fast lahmgelegt. Heute nun lag der Eyjafjallajökull vor uns, wie wenn er kein Wässerchen trüben könnte. Ruhig und friedlich hob er sich vom blauen Himmel ab.

 

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Was auf dem Bild nicht zu sehen ist: Als wir aus dem Auto ausstiegen, um dieses Foto zu machen, hat uns der starke, eisige Wind fast weggepustet! Also, schnell wieder einsteigen und weiterfahren. Mittlerweile waren Wolken aufgezogen und die Strassen von leichten Schneeverwehungen bedeckt. Meine amerikanische Begleitung zog es vor, mir das Fahren zu überlassen. Ich fand das noch nicht weiter schlimm, Fahren im Schnee lernt man im Schweizer Winter.

 

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Bis wir beim imposanten Skogafoss waren, hatte sich der Schnee wieder verzogen, wir mussten nur noch mit der eisigen Kälte leben.

 

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Die Herausforderung des Tages waren dann die letzten 30 Kilometer von Skogafoss bis Vik. Die Schneeverwehungen wurden stärker, die Sicht war minimal, die Autos schlichen im Schritttempo und mit Warnblinker. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Ich verfluchte unseren kleinen Hyundai i10. Wie kann man in einem Land wie Island überhaupt solche Autos zulassen? Ganz schlimm wurde es dann auf der Passstrasse, die wir kurz vor Vik überqueren mussten. Links und rechts lagen Autos (SUVs!) von Touristen im Schnee am Strassenrand. Entweder sie waren in den Graben geschlittert oder die Fahrer trauten sich schlicht und einfach nicht weiterzufahren. Es war mucksmäuschenstill in unserem Auto, ich umklammerte das Lenkrad, blickte nicht nach links und nicht nach rechts, hoffte einfach nur, dass vor mir niemand anhalten musste und wir ohne Hindernisse bis nach Vik durchfahren konnten. Hätten wir nämlich einmal anhalten müssen, wären wir sicher nicht mehr weitergekommen.

 

Tatsächlich erreichten wir Vik ohne weiteren Zwischenfall. Vik ist in erster Linie für den schwarzen Strand berühmt:

 

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Nur ein kleines Stück von der Küste entfernt sieht man die etwa 66 Meter hohen Steinsäulen namens Reynisdrngar.

 

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Laut einer volkstümlichen Erzählung aus Island handelt es sich bei diesen Säulen eigentlich um Trolle. Sie zogen einen Dreimaster an Land, aber ließen sich zu viel Zeit mit dem Erreichen des Ufers und wurden bei Sonnenaufgang zu Stein. Selbst heute noch glauben die Isländer, dass man ihr Wehklagen und Gejammer hören kann, wenn man nah an den Klippen vorbeifährt – sie sehnen sich nach ihrer Heimat in den Bergen. (Quelle: http://www.nationalgeographic.de)

 

Aber irgendwie konnten wir den Strand nicht so richtig geniessen. Wir hatten beide im Hinterkopf, dass wir bei Schneegestöber wieder über die Passstrasse zurück nach Reykjavik fahren mussten. In Vik bleiben war keine Option, der Wetterbericht für den Folgetag war noch schlechter, wir wollten nicht riskieren, in Vik eingeschneit zu werden. So kam es, dass wir nur das Auto auftankten und sofort wieder zurückfuhren. Ich versprach unserem kleinen Hyundai, dass ich nie mehr ein schlechtes Wort über ihn verlieren würde, wenn er uns wieder heil nach Reykjavik bringen würde… Wir hatten riesiges Glück: Grad als wir am Fusse des Passes waren, fuhr ein Schneepflug vor uns. Mit der frei geräumten Strasse war der Pass viel leichter zu bewältigen. Die Schneeverwehungen kurz vor dem Skogafoss waren jetzt nur noch Peanuts, die bereiteten uns keine Sorgen mehr.

 

Bei Selfoss verliessen wir die Strasse 1 und fuhren auf der Strasse 427 der Küste entlang. Dieser Abschnitt hat mir extrem gut gefallen. Der zugefrorene Ölfusa ist eigentlich ein Fluss, sah aber hier aus wie ein grosser See. Die herumschwimmenden Eisbrocken hatten bizarre Formen und boten fantastische Fotosujets.

 

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Allerliebst präsentierte sich in Thorlakshofn die berühmteste Kirche Islands, die Strandarkirkja, einige Kilometer weiter. Der Ort ist so klitzeklein, du realisierst gar nicht, dass du ihn schon wieder verlassen hast. Aber keine Angst, die Kirche kann man nicht verfehlen. Die Holzkirche wurde im 12. Jahrhundert gebaut. In einer stürmischen Nacht beteten Seefahrer um eine sichere Rückkehr an die zerklüftete Küste Islands mit dem Versprechen, bei glücklichem Ausgang des Abenteuers am Landeplatz eine Kirche zu bauen.

 

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Bei der Strandarkirkja bin ich auch meinem ersten Alfhol begegnet:

 

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Die kleinen Holzhäuser wurden von Menschen für die Elfen gebaut, die angeblich darin wohnen. Man findet sie auf der ganzen Insel, ob in einer Stadt oder inmitten der vermeintlich übernatürlichen Wildnis. Nicht selten kommt es in Island vor, dass Strassenbaupläne geändert werden, um die Elfen nicht zu stören. Elfen, die ihres Wohnortes beraubt werden, können sich nämlich zu ungemütlichen Störenfrieden entwickeln: Planierraupen funktionieren auf einmal nicht mehr, oder es kommt zu häufigen Unfällen auf der Baustelle. – Rund 60 % der Isländer sind fest von der Existenz der Wesen überzeugt und immerhin 90 % hält deren Existenz für möglich!

 

Kurz vor Grindavik führte die Strasse durch eine mit Moos überwachsene Lavalandschaft. Das war für mich Island pur. Hier hätte es mich überhaupt nicht überrascht, wenn sich ein Troll oder eine Elfe hinter den Felsbrocken versteckt hätte!

 

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Uebrigens, auch wenn du unbedingt Trolle oder Elfen sehen möchtest, solltest du nie (wirklich nie!) das Moos betreten oder – noch schlimmer – ausreissen. Damit würdest du die isländische Landschaft zerstören. Isländisches Moos ist sehr empflindlich. Es dauert Hunderte von Jahren, bis es nachwächst oder sich erholt (das Foto oben wurde vom Strassenrand aus gemacht).

 

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Wenn Trolle auf Elfen treffen – Island Teil I

Roadtrip Reykjavik – Hvalfjördur – Borgarnes – Snæfellsnes Halbinsel – Grundarfjördur – Stykkisholmur – Reykjavik

 

Lange, lange hatte ich mir gewünscht, die Nordlichter zu sehen. Und ebenso lange hatte ich mir gewünscht, mal nach Island zu reisen. Mit einer Reise nach Island im März konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Den Monat März hatte ich mir ausgesucht, weil ich irgendwo mal gelesen hatte, dass dies der beste Monat sei, um Nordlichter zu sehen. Zudem wollte ich nicht im Sommer nach Island – zu viele Touristen! …und kalt ist es in diesem Land ja immer, egal zu welcher Jahreszeit man dort ist! 😊

 

Erster Nachteil meiner Reise: Wir hatten nur fünf kurze Tag Zeit, konnten uns also wirklich nur einen Ueberblick dieses wunderschönen Landes verschaffen. Zweiter Nachteil meiner Reise: Wir hatten irrtümlicherweise das falsche Auto gebucht. Statt des erwarteten SUV’s erhielten wir das kleinstmögliche Auto, einen Hyundai i10. Ich war entsetzt, aber es war zu spät, ein Umbuchen war nicht mehr möglich. Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten während dieser fünf Tage ein unglaubliches Wetterglück gehabt und sind nur einmal in eine kritische Situation gekommen, die mit einem SUV einiges leichter zu meistern gewesen wäre. Aber dazu später…

 

Weil wir zum ersten Mal in Island waren und nicht so recht wussten, was uns für Wetter erwarten würde, gingen wir auf Nummer sicher und übernachteten die ganze Zeit im Fosshotel in Reykjavik. Der Tiefgaragenplatz fürs Auto ist übrigens nicht die dümmste Idee…Von dort aus machten wir dann einzelne Tagesausflüge. Das brachte zwar viele Kilometer und Stunden auf der Strasse mit sich, aber wir wollten das Risiko ausschliessen, irgendwo eingeschneit zu werden.

 

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Ziel des ersten Tages war die Snæfellsnes Halbinsel im Westen der Insel. Die Strassen waren trocken, das Wetter sah gut aus – dem Start unseres Roadtrips stand nichts im Wege! Die Fahrt ab Reykjavik dauert knapp drei Stunden, mit vielen Fotostopps kann es aber auch gut länger werden! Via Ringroad fuhren wir in Richtung Norden. Eine knappe Stunde ausserhalb der Hauptstadt wurde es das erste Mal mal spannend, als die Strasse den Hvalfjördur überquerte – nicht etwa über eine Brücke, sondern durch den beeindruckenden, bald schon beängstigenden 5770 Meter langen Tunnel 165 Meter unter dem Meeresspiegel durch. Natürlich kann man auch um den Fjord herumfahren, aber wenn Zeit ein Thema ist, dann ist der Tunnel die beste Lösung.

 

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In Borgarnes ging es von der Strasse 1 auf die Strasse 54 in Richtung Snæfellsnes Halbinsel. Das Wetter wurde strahlend schön, die isländische Winterlandschaft verzauberte uns, wir verliebten uns in dieses wilde, ursprüngliche Land.

 

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Keine Reise ohne Leuchtturm! In Island besuchten wir den Malarrif Leuchtturm auf der Snæfellsnes Halbinsel.

 

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Nicht zu Unrecht wird die Snæfellsnes Halbinsel auch „Island in Miniatur“ genannt. Hier findest du den Vulkan Snæfellsjokull, Lavafelder, Gletscher und bezaubernde Fischerdörfchen.

 

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Die Halbinsel wurde nach Bárður Snæfellsás benannt, der halb Troll und halb Mensch war. Bárður, dessen Vater ein Halbtitan und dessen Mutter ein Mensch war, ließ sich im 9. Jahrhundert auf Island nieder. Die Rauðfeldar-Schlucht erhielt ihren Namen aufgrund der Tragödie, die sich dort zwischen Bárður, seiner ältesten Tochter Helga und den Kindern seines Halbbruders Þorkell ereignet haben soll. Þorkells Sohn Rauðfeldur stieß seine Cousine auf einen Eisberg, der aufs offene Meer trieb, bis sie schließlich Grönland erreichte. Als Bárður das herausfand, war seine Wut grenzenlos. Er packte seine Neffen, die sich draußen vor ihrem Haus aufhielten, und warf Rauðfeldur in eine große, tiefe Schlucht hinab, die zum Grab des jungen Trolls wurde. (Quelle: http://www.nationalgeographic.de)

 

Wir fuhren bis nach Grundarfjördur. Von diesem kleinen Dorf aus hast du eine wunderbare Aussicht auf den majestätischen Kirkjufell – mich erinnerte der Berg an ein Kreuzfahrtenschiff…

 

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Wenn du wie wir nur Zeit für einen Kurzbesuch Islands hast, ist die Snæfellsnes Halbinsel ein Muss! Hier treffen Trolle auf Elfen und Magie auf Schönheit! Wir sind an diesem ersten Tag bis nach Stykkisholmur gefahren, haben bei eisigen Temperaturen das Auto getankt und sind dann die gleiche Strecke der Strasse 54 entlang wieder zurück nach Reykjavik gefahren. Die Abkürzung über die Strasse 56 konnten wir nicht fahren, diese war wegen Eis gesperrt.

 

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Das Schönste von Hamburg (Deutschland): Eine Stadtrundfahrt mit dem 111er Bus – Geheimtipp!

Und hier kommt der ultimative Tipp für eine Sightseeing Tour durch Hamburg: Gönn dir für € 6.40 eine Tageskarte der HVV und entdecke in wenigen Stunden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt per Bus und Fähre!

 

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Ich schlage vor, du startest diese Reise mit dem 111er Bus in der Hafencity, z.B. an der Haltestelle Shanghaiallee. Und schon geht’s los mit dem Ueberseequartier und dem markanten 55 Meter hohen Marco Polo Tower.

Am Sandtorkai lohnt sich bereits ein erster Zwischenstopp. Du bist mitten in der berühmten Hamburger Speicherstadt!

 

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Mal abgesehen von den wunderschönen Backsteingebäuden, befinden sich hier auch das Hamburger Dungeonund das Miniatur Wunderland. Uebrigens beides Attraktionen, wo es sich insbesondere an Wochenenden und Feiertagen empfiehlt, die Tickets vorher online zu buchen.

 

Von der Speicherstadt aus gehst du entweder zu Fuss weiter bis zur Elbphilharmonie, kurz Elphi genannt, oder du nimmst den Bus bis zur Station Am Kaiserkai – egal, du hast ja eine Tageskarte! 😊 Bei der Elphi unbedingt mit der ewig langen Rolltreppe zur Aussichtsplattform fahren, das lohnt sich!

 

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Ab dem Kaiserkai beginnt für mich der schönste Streckenabschnitt: Das ist Hamburg! Links beeindruckt der Hafen mit den Docks und Hafenkränen sowie den Museumsschiffen Rickmer Rickersund Cap San Diego. Gratis-Tipp von mir: Die Cap San Diego ist auch ein Hotel!

 

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Vorbei an der Viaduktstrecke der U-Bahn-Linie U3, zeigt sich auf der rechten Seite stolz Hamburgs Wahrzeichen, der Michel! Ich komme ins Schwelgen! Habe ich schon gesagt, dass Hamburg meine Lieblingsstadt ist???

 

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Bei den Landungsbrücken würde ich unbedingt einen weiteren Zwischenstopp einlegen und einfach Mal tief die gute Hafenluft einatmen, den kreischenden Möwen zuhören und ein Fischbrötchen essen. So riecht und schmeckt Hamburg!

 

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Die Fahrt geht weiter, hoch zur berühmten Reeperbahn (die bei Tageslicht gar nicht so berühmt aussieht), vorbei an der Davidwache und der Grossen Freiheit (ja, genau hier begann die Karriere der Beatles!) und wieder runter zum Fischmarkt. Solltest du diese Bustour tatsächlich früh morgens (vor 9 Uhr!) an einem Sonntag machen, MUSST du hier aussteigen. Wer den Hamburger Fischmarkt nicht gesehen hat, hat Hamburg nicht gesehen!

 

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Altona (liebe Schweizer, die Betonung liegt auf dem ersten «A», nicht auf dem «O»…) hört sich auf den ersten Blick nicht allzu prickelnd an, aber… Auch hier hat die Stadt etwas zu bieten: Da ist einmal der boomende Stadtteil Ottensen (der meinem geliebten Eppendorf bald den Rang abläuft), perfekt geeignet für einen kurzen Shopping Stopp. Und dann ist da natürlich noch der Altonaer Balkon, eine Aussichtsplattform auf dem Geesthang mit Blick über den Hamburger Hafen!

 

Je nach Jahreszeit und Wetter kannst du dich in Oevelgönne am Elbstrand vergnügen oder du spazierst weiter der Elbe entlang bis Teufelsbrück und nach Blankenese (siehe dazu meinen Blogeintrag). Du kannst deine Tageskarte natürlich auch weiter ausnützen, indem du in Oevelgönne auf eine Fähre hüpfst und zurück bis zur Elphi fährst (Noch ein Gratis-Tipp: Von der Fähre aus hast du die schönste Aussicht auf die Elphi!). Bei Budgetknappheit wäre dies sogar eine Alternative zur Hamburger Hafenrundfahrt.

 

So, jetzt hast du diese Tour gemacht – ein Geheimtipp, den noch nicht viele Touristen kennen, ich sags dir! – und jetzt will ich von dir wissen: Hat Hamburg Lieblingsstadtpotenzial oder nicht??? Meine Antwort dazu kennst du… 😊

 

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Im dicksten Nebel dem Elbuferweg entlang von Blankenese nach Hamburg (Deutschland)

Ich weiss nicht, wie oft ich schon in Hamburg gewesen bin… und trotzdem habe ich den Nobelort Blankenese noch nie besucht, eigentlich unvorstellbar! Das sollte sich nun ändern:

 

Für diesen kalten Wintertag hatte der Wetterbericht blauen Himmel und Sonnenschein vorausgesagt. Nun ja, für eine kurze Viertelstunde hatte der Wetterbericht Recht gehabt… Hier das Beweisfoto der Kirche von Blankenese:

 

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Spannende Notiz am Rande: Lange hatten die Blankeneser kein eigenes Gotteshaus. Erst 1896 wurde der Bau der Kirche durch Spenden ermöglicht. Blankenese war ursprünglich ein Fischerdörfchen, wo Lotsen und Kapitäne in kleinen Häuschen wohnten. Erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts verwandelte sich der Ort in Hamburgs Villenviertel.

 

Aber zurück zu meinem Spaziergang: Blankenese erreicht man von der Innenstadt mit der S1 oder S11. Entlang der Bahnhofstrasse geht es zum Treppenviertel. Alles ist wunderbar ausgeschildert. Kurz vor dem Treppenviertel muss ich noch einen Abstecher ins Roederer’s machen. Hier lässt es sich nicht nur gut frühstücken, sondern auch bestens Prosecco trinken. Danach spaziert man gleich viel besser, glaube mir! 😊

 

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Weniger gut läuft es allerdings mit dem Wetter: Kaum im Treppenviertel, stecken wir im dicksten Nebel!

 

Blankenese, Hamburg, Deutschland, Elbuferweg

 

Blankenese, Hamburg, Deutschland, Elbuferweg

 

Was unserem Spaziergang allerdings keinen Abbruch tut – im Gegenteil, es kommt eine mystische Stimmung auf. Perfekt für einen Besuch beim Leuchtturm Unterfeuer (ja, ich finde immer einen!!):

 

Blankenese, Hamburg, Deutschland, Elbuferweg

 

Von Blankenese bis Teufelsbrück sind es rund 5 Kilometer, bis Oevelgönne knapp 4 Kilometer mehr. Und wenn du den ganzen Weg bis nach Altona zurücklegst, machst du über 10 Kilometer.

 

Während ich im dichten Nebel mutterseelenallein der Elbe entlang gehe, wird es plötzlich laut, sehr laut! Im ersten Moment kann ich das Geräusch nicht einordnen, es hört sich an wie ein startendes Flugzeug. Aber hier an der Elbe hat es doch nur Schiffe?

 

Blankenese, Hamburg, Deutschland, Elbuferweg

 

Oder doch nicht? Tatsächlich sehe ich am anderen Ufer nicht nur ein, sondern gleich mehrere Flugzeuge! Irgendwie irreal. Und doch: Hier befindet sich das Airbus Werk Hamburg Finkenwerder. Und hier starten und landen tatsächlich auch echte, grosse Flugzeuge – einige gewollt, andere ungewollt, wenn sie das Airbus Werk mit dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel verwechseln… Alles schon da gewesen!

 

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Ich beende meinen Spaziergang in Teufelsbrück und fahre mit dem 111er Bus zurück in die Innenstadt. Uebrigens eine empfehlenswerte Busfahrt, aber davon erzähl’ ich dir beim nächsten Mal!

 

Blankenese, Hamburg, Deutschland, Elbuferweg

 

Diesen Spaziergang kannst du natürlich auch umgekehrt machen, indem du in Altona, Oevelgönne oder Teufelsbrück startest und in Blankenese endest. Bedenke einfach, dass du dann die ganzen Treppen im Treppenviertel zum Bahnhof Blankenese hochklettern musst – ich meine ja nur… 😊

 

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