Autor: lighthouselizzy

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"The world is a book, those who do not travel read only the first page." Traveling is my passion - I would like to share some pages of my personal book with you.

Foxtrail Wasserschloss – Auf den Spuren der Römer

Also eigentlich wollten wir ja dem Fuchs folgen, aber ich glaube, schlussendlich sind wir mehr den Römern gefolgt als dem schlauen Tier!

 

Weniger schlau waren die Jäger: Man glaubt es nicht, aber wir hatten schon wieder einen Bus verpasst! Und das nur, weil die Foxtrail App nicht auf Anhieb funktionieren wollte. Bis wir schliesslich bereit waren, war der Bus weg und der nächste fuhr erst in einer Stunde…weil Wochenende war (dies hatte uns der Fuchs wohlweislich verschwiegen, auf seinem Fahrplan fuhr der Bus alle halbe Stunde…)! Zum Glück hatten wir einen Lokalmatador dabei (mich!): Ich war in heimischem Gebiet unterwegs und vermutete, wo der Fuchs uns für den ersten Posten hinlocken wollte. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die rund 25 Minuten dorthin zu wandern. Ob wir tatsächlich richtig waren, wusste ich natürlich nicht mit 100 %iger Sicherheit, es war nur eine Annahme meinerseits. Einer der Jäger hatte eine unglaublich schwere Tasche dabei. Er meinte so ganz nebenbei: „Wenn wir falsch liegen, gibt es einen Frust, wenn wir richtig liegen, eine Belohnung.“ Was für ein Glück, dass ich Recht hatte, zur Belohnung gabs für alle ein gut gekühltes Bier mit Salzstängeli und die Tasche des Jägers war sofort leichter.

 

Der Beginn dieses Foxtrails führte uns in eine wunderschöne Gegend des Kantons Aargau, da wo Reuss und Limmat aufeinanderstossen (die Aare kommt dann später dazu, aber soweit mochte der Fuchs dann wohl doch nicht rennen…).

 

Foxtrail, Wasserschloss, Aargau, Gebenstorf, Windisch, Brugg, Schweiz

 

Nicht weiter überraschend, dass wir gleich als Erstes ein Wasserschloss knacken mussten! Peanuts, für alte Hasen… äh… Fuchsjäger, wie wir das sind.

 

Foxtrail, Wasserschloss, Aargau, Gebenstorf, Windisch, Brugg, Schweiz

 

Mitten im beschaulichen Unterwindisch wurden wir zum ersten Mal mit den Römern konfrontiert: Lucius, genannt Collianus, seine Schwester Prima, Publius, Marcus Terentius Varro, Titus Vidutius, seine schöne Cousine Tertia und der ehrenwerte Consul Quintus wiesen uns den Weg.

 

Foxtrail, Wasserschloss, Aargau, Windisch, Brugg, Schweiz

 

An einem Ort der Stille (ja, wir wurden vom Fuchs speziell darauf hingewiesen, dass wir mucksmäuschenstill sein sollten!) mit Wellnesstempel der Römer verriet uns der Heizsklave den nächsten Posten.

 

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Irgendwie war das schon ganz schön spooky, aber mit Hilfe der Foxtrail App landeten wir schnell wieder im 21. Jahrhundert.

 

Hast du schon mal eine römische Kläranlage gesehen? Ich auch nicht, aber der Fuchs lässt nichts aus und führt dich via Kläranlage direkt ins Zentrum Vindonissas.

 

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Ein Schlüssel, der ebenfalls mit der Foxtrail App gefunden werden musste, verhalf uns zur Schlafstelle eines römischen Wächters. Hier gab es auch gleich einen kurzen Einblick in das Leben der Legionäre vor 2000 Jahren.

 

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Windisch ist nicht nur bekannt für seine Vergangenheit mit den Römern und den Habsburgern, sondern auch für die wunderschöne 700 Jahre alte Klosterkirche Königsfelden. Die farbigen Kirchenfenster zählen europaweit zu den Höhepunkten spätmittelalterlicher Glasmalerei. 

 

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Aber nicht nur die Fenster der Klosterkirche erzählen Geschichte, auch in einem der dazugehörigen Keller zeigte uns der Fuchs einen grusligen, 500 Jahre alten Fund… Puh, dieser Foxtrail braucht gute Nerven!

 

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Wieder Mal bewaffnet mit einem grossen Schlüssel öffneten wir die Tür zu einem weiteren Ort der Stille. Kaum hatten wir uns gesetzt, wiesen uns Mönchsgesang und ein süsser Gruss vom Fuchs den Weg ins Ziel, mitten im einzigen römischen Legionärslager der Schweiz.

 

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Der Foxtrail Wasserschloss kam mir eher kurz vor (trotz der zusätzlichen Wanderung…) und ich vermisste einen Ausblick auf das eigentliche Wasserschloss (nämlich da, wo Reuss und Limmat in die Aare fliessen), aber der geschichtliche Hintergrund dieser Fuchsjagd ist unschlagbar. Wer sich für Römer und Habsburger interessiert, ist hier am richtigen Ort.

 

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Insider Tipps: Mallorca (Spanien)

Mallorca, Cala Ratjada, Spanien, Insider TippCordula und Dirk sind die grössten Mallorca-Fans, die ich kenne. Mehrere Male im Jahr fliegen sie auf die Balearen-Insel und geniessen ihre kleine Wohnung in Cala Ratjada. Hier sind ihre Insider Tipps: 

 

In welchem Verhältnis steht ihr zu Mallorca?

 Sehr positiv

 

 Was macht Mallorca für euch so besonders?

 Die Vielseitigkeit: Landschaft, Sport, Freizeit

 

 Welche Sehenswürdigkeit muss man in Mallorca gesehen haben?

 Port Soller (Orangen-Bahn), Cap Formentor, Märkte von Santanyi und Arta, Kathedrale von Palma

 

 Wo geniesst ihram liebsten eine Tasse Kaffee in Mallorca?

 In Cala Ratjada im „Los Amigos“, Plaça dels Mariners No 3

 

 Welches ist euer Lieblingsrestaurant in Mallorca? Warum?

 Bei Walter im Mamma Mia, Cala Ratjada

Das Chiringuito in Cala Sa Nau

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Mallorca?

Alter Piratenturm, Cala Agulla (Talaia de Son jJumell auf dem Gipfel des Berges Es Telégraf im äussersten Osten Mallorcas)

 

Was ist euer persönlicher Geheimtipp für Mallorca?

Bar Café El Coto, Plaça de la Drassana 12, in Palma

 

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Mallorca für Geniesser: Einen Ausflug in den Südosten der Insel

Angefangen hat alles mit einem Bericht über den Strand Es Trenc, der scheinbar schönste Strand Mallorcas. Da musste ich hin! Wie immer düste ich früh morgens los und war bereits kurz vor neun Uhr beim Club Nautico in Sa Ràpita. Ich hatte gelesen, dass man hier sehr gut parken kann. Dass der Parkplatz sauteuer ist, hatte man im Bericht wohlweislich verschwiegen…

 

Von „Karibik“ war im Bericht die Rede gewesen und von „puderzuckerweiss“. Ich weiss nicht, entweder war ich am falschen Strand oder der Schreiber des Berichts hatte eine Karibik-Brille aufgehabt. Bei mir jedenfalls kam kein Karibik feeling auf, als ich dem Strand entlang lief. Klar, der Strand war ewig lang, schön breit und das Naturschutzgebiet mit seinen Dünenlandschaften hat seinen Charme. Aber der ganze (natürliche) Dreck, der am Strand rumlag, lud nicht wirklich zum Verweilen ein.

 

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Für mich gab es nur einen kurzen Fotostopp, dann ging es zur Stärkung ins Café vom Club Nautico, bevor ich mich wieder auf meinen Road Trip durch Mallorcas Südosten machte.

 

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Nächste Anlaufstelle war Campos. Wer den ursprünglichen Charme Mallorcas sucht, ist hier genau richtig. Passend dazu unbedingt im von aussen eher unscheinbaren Bistro Calle Cruz 20 (Name=Adresse) vorbeigehen. Hier gibt es nicht nur ausgesuchte Mode und Wohnaccessoires, sondern auch einen unglaublich bezaubernden Innenhof, wo es sich gemütlich Kaffee trinken und Kuchen essen lässt (im Sommer unbedingt Mückenspray einpacken…).

 

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Solltest du danach noch nicht genug Süsses gehabt haben, gleich noch einen Blick in die Bäckerei Pomar an der C/Plaça 20-22 werfen. Donnerstags und samstags ist in Campos übrigens Markttag.

 

Weiter ging es nach Santanyi. Parkplätze waren nicht ganz einfach zu finden. Ich musste etwas ausserhalb vom Stadtkern parken, dafür führte mich der Weg in die Altstadt vorbei am wunderschönen Koyo Interior Shop, der sich im Innenhof eines historischen Stadtpalais befindet. Beim Spaziergang durch die Altstadt lässt man sich am besten treiben.

 

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Dass Santanyi so ein entzückender kleiner Ort ist, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Die schmalen Gassen sind gesäumt mit kleinen Shops, Boutiquen, Cafés und Restaurants. Ich kann mich nicht sattsehen an Schmuck, Handtaschen, Schuhen und natürlich den für Mallorca typischen Bast-Körben.

 

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In Santanyi ist mittwochs und samstags Markttag.

 

In Cala Figuera ist nicht viel los. Vielleicht ist es auch einfach zu heiss, es ist Mittagszeit. Die Schiffe schaukeln träge im Hafen. Hier kommt mediterranes Feriengefühlt auf, hier bin ich dem Massentourismus entkommen.

 

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Ich geniesse meinen Mini-Road-Trip durch den Südosten. Nicht immer folge ich dem GPS. Die engen Strassen mit den Steinmauern reizen mich, da komme ich gerne mal von der Hauptstrasse ab und geniesse auf Nebenstrassen die mallorquinische Landschaft.

 

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Mallorca für Geniesser: Vom Markt in Artà zum vermeintlichen Geheimtipp Cala Torta

…und dann war da noch dieser bezaubernde Ort Artà im Osten der Insel. Aufgefallen war mir der besondere Name schon bei der Durchfahrt zu meiner Unterkunft in Cala Ratjada. Als mir meine Freundin dann auch noch mitteilte, dass jeweils dienstags in Artà Markttag ist, war der Dienstag fix gebucht.

 

Ich war mal wieder früh unterwegs – zu früh! Das war zwar super, um mein Auto in Artà zu parken, aber die Marktstände wurden grad erst aufgebaut, da gab es noch nichts zu sehen. Grund genug, durchs Dorf und die vielen Treppenstufen hoch zur Wallfahrtskirche Sant Salvador zu schlendern. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über die Umgebung bis hin zum Meer.

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Arta, Markt

 

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Eine erste Pause gab es im Café La Bicicleta, mit bestem Blick auf das beginnende Markttreiben. Von Obst, Gemüse, Kleidung, Tee und Gewürzen bis zu Stoffen und Handwerk gibt es alles zu kaufen.

 

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Aber Artà lebt nicht nur vom Markt, sondern auch von den vielen kleinen Geschäften in der Fussgängerzone. Wer auf der Suche nach Accessoires und Dekomaterial ist, ist hier genau richtig. Das meines Erachtens charmanteste Café in Artà ist das Café Parisien. Der zauberhafte Innenhof des Cafés lädt ein zum Verweilen und lässt das Marktgewusel für einen Moment vergessen.

 

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Nicht nur Artà war mir aufgefallen, sondern auch der alte, verblichene Wegweiser zur Cala Torta am Ortsausgang. Was kann das für eine Bucht sein, die sich „Torte“ nennt?? Ich musste es herausfinden, Zeit hatte ich genug. Von Artà aus fuhr ich rund 10 Kilometer auf einer engen, kurvigen Asphaltstrasse in Richtung Meer. Es war mitten am Nachmittag, ich war praktisch alleine unterwegs. Wer zum Strand wollte, war bereits da und für die Heimkehrer war es noch zu früh. Die letzten paar Hundert Meter bestehen aus Schotter und Schlaglöchern, ich war froh um meinen 4×4-Mietwagen. Auf dem Parkplatz am Ende der Strasse waren bereits einige Autos geparkt – ganz alleine war ich nicht…

 

Der Fussweg bis zum Meer führte rund 10 Minuten durch den Sand. Und dann lag sie vor mir, diese traumhaft schöne Bucht mit herrlichem Sandstrand und glasklarem, türkisfarbenen Wasser – ich war hin und weg! Und ich war überzeugt, einen Geheimtipp entdeckt zu haben. Ausser mir war ganz sicher kaum jemandem dieser unscheinbare Wegweiser aufgefallen.

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Cala Torta

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Cala Torta

 

Am Strand gibt es eine kleine Bar, die Snacks anbietet, zudem verkauft eine Einheimische lautstark Kokosnüsse – aber das wars dann auch schon. Links und rechts vom Strand führen schmale Fusswege durch die Felslandschaft. Hier kann man schöne Wanderungen bis zur Cala Mesquida machen.

 

Da es sehr windig war, hatte es relativ wenig Leute am Strand. Ich war begeistert. Einige Fotos schickte ich sofort nach Hause, berichtete von meinem vermeintlichen „Geheimtipp“. Da kam doch tatsächlich postwendend die Antwort von einer Freundin zurück, mit Foto von der Cala Torta, allerdings im Hochsommer, ziemlich voll, Badetuch an Badetuch, Sonnenschirm an Sonnenschirm. Ich schätze mal, die Cala Torta ist doch kein Geheimtipp, aber wunderschön ist sie allemal!

 

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Tipp für die Sportskanonen unter uns: Von Cala Ratjada aus kann man die 20 km auch mit dem Rad fahren. Von Artà aus geht es meistens abwärts – aber denk dran, du musst ja auch wieder nach Hause fahren…

 

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Mallorca für Geniesser: Frühe Fahrt zum nördlichsten Punkt ans Cap de Formentor

Ich muss mich wiederholen: Frühaufsteher sind klar im Vorteil! Dies insbesondere, wenn du ans Cap de Formentor möchtest. Bist du nämlich erst nach 9.30 Uhr morgens an der Kreuzung zum Playa de Formentor, musst du nebst den zahlreichen Rennradfahrern auch noch den grossen Touristenbussen ausweichen!

 

Die Landzunge ragt 15 Kilometer ins Meer, die Serpentinenstrasse ist nix für Angsthasen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ich bin zwar kein Kind aus den Bergen, fahre aber doch immer mal wieder auf engen Strassen über diverse Schweizer Pässe. Mir macht das nichts aus, im Gegenteil, ich liebe es, auf gewundenen Strassen zu fahren, ganz besonders, wenn ich die Strasse für mich alleine hab und zufahren kann.

 

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Wie gesagt: Früh aufstehen lohnt sich! Morgens um kurz vor acht fuhr ich ohne Halt direkt bis zum Leuchtturm, manchmal war ich mutterseelenallein auf der Strasse. Immer wieder zeigen sich unvergleichliche Ausblicke auf steil ins Meer ragenden Felsen. Erst kurz vor dem Leuchtturm gab es ein kleines Ausweichmanöver – wegen einer Ziege…!

 

Bei der nördlichsten Spitze Mallorcas lagen sie dann alle rum, die geschafften Rennradfahrer. Meine Bewunderung hatten sie – nicht für viel Geld hätte ich die Strecke mit dem Rad gemacht, da lobte ich mir meinen kleinen, wendigen Mietwagen!

 

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Für mich gab es einen kurzen Foto-Stopp, ich bewunderte den alten, 1863 eröffneten Leuchtturm und war auch schon bald wieder auf dem Rückweg. Ich tat wirklich alles, um den Touristenströmen auszuweichen – der erste Touristenbus kam mir übrigens um 9.40 Uhr entgegen! Zu dem Zeitpunkt war ich bereits wieder beim Mirador es Colomer.

 

Spektakulär ragt der knapp 400 Meter hohe Felsen über die raue See – was für ein Anblick! Die schroffe Felslandschaft mit steilen Hängen ist atemberaubend.

 

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Die Winde, die sich am Cap treffen, sind die sogenannten vier grossen Brüder: Llevant, Ponent, Tramuntana und Migjorn sagen unterschiedliche Witterungen voraus, die die Einheimischen als Wettervorhersage nutzen.

 

Wenn du übrigens beim Anflug auf Mallorca aus dem Fenster des Flugzeuges blickst, erkennst du von weitem das Cap de Formentor und den Leuchtturm!

 

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Mallorca für Geniesser: Aufregende Fahrt in den Nord-Westen mit Stopps in Soller, Port de Soller, Valldemossa

Wer „Mallorca“ hört, denkt „Ballermann“. Und wenn ich sage, dass ich nach Mallorca fliege, dann ist die Antwort meistens ein enttäuschtes „ah, ok!“. Von mir wird erwartet, dass ich nach Neuseeland, Australien und Afrika reise – auch eine Reise zum Mond würde wohl die wenigsten überraschen… Aber Mallorca??

 

Aber hey, weisst du eigentlich, wie wunderschön Mallorca ist? – Mal abgesehen vom Ballermann… Auf der Mittelmeerinsel findest du so viele zauberhafte Buchten und Strände mit glasklarem, türkisfarbenem Wasser – eine Woche reicht bei weitem nicht aus, um all diese Juwelen zu entdecken. Ich hatte, wie meistens, ein sehr ambitioniertes Programm. Ich kann dazu nur sagen: Frühaufsteher sind klar im Vorteil!

 

Meine Basis war in Mallorcas Osten, von dort aus startete ich (fast) jeden Tag mit meinem kleinen Mietwagen meine Entdeckungstouren. Die erste Reise führte mich quer über die Insel in den Nord-Westen. Nach einer aufregenden Fahrt durch die Serra de Tramuntana und den beinahe stockdunklen Soller-Tunnel (solch schlechte Beleuchtungen gab es in den 80ern in den italienischen Strassentunnels, aber dass man das heute noch so findet?) landete ich in Soller. Parkplätze waren bereits um neun Uhr morgens Mangelware, aber ich hatte Glück und fand ein zentrales Plätzchen. Gestartet wurde mit einem leckeren Frühstück auf dem Hauptplatz von Soller, dem Plaza Constitución.

 

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Frisch gestärkt bummelte ich anschliessend durch die kleinen, engen Gässchen und hoch zum historischen Bahnhof. Soller liegt mitten im Orangental. Von hier kann man mit der „Orangen-Bahn“ entweder nach Palma de Mallorca oder nach Port de Soller fahren.

 

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Meine Fahrt mit dem Auto führte weiter nach Port de Soller, ein herziger kleiner Küstenort mit zwei Sandstränden und – Pluspunkt für mich – einem Leuchtturm! Bester Ort zum Flanieren ist die Strandpromenade mit wunderbarem Ausblick auf den Hafen. Noch besser ist die Aussicht, wenn man hoch zur Plaça de Santa Catarina spaziert.

 

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Keine Ahnung warum, aber ich verpasste es, nach Fornalutx zu fahren, einem der scheinbar schönsten Bergdörfer Mallorcas. Ich erwähne das hier, damit dir nicht der gleiche Fehler passiert! Stattdessen fuhr ich über äusserst schmale und kurvige Bergstrassen weiter in Richtung Deià, immer wieder wurde der Blick freigegeben auf zauberhafte Buchten und das türkisfarbene Meer. Anhalten war allerdings unmöglich, dafür war die Strasse zu eng. Dass ich mir diesen bildhübschen Ort Deià nicht anschauen konnte, war weniger mein Fehler, als viel mehr der Mangel an Parkplätzen. Ich fand tatsächlich keinen einzigen Parkplatz! Da ich weder eine Busse einfangen noch stundenlang in der Sonne rumstehen wollte, verzichtete ich schweren Herzens auf Deià und fuhr weiter nach Valldemossa. Hier war es zwar auch schon ziemlich voll, aber in den Seitenstrassen wurde immer mal wieder ein Parkplatz frei.

 

Valldemossa hat nicht nur den berühmten Komponisten Frédéric Chopin angelockt, es zieht auch unglaubliche Touristenströme an – trotzdem besticht der Künstlerort mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen durch seinen verträumten Charme!

 

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Du brauchst keinen Sehenswürdigkeiten zu folgen, am besten lässt du dich treiben durch die verwinkelte Altstadt, bewunderst die mit Blumen geschmückten Häuser und gönnst dir zwischendurch eine Pause in einem der unzähligen Cafés.

 

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Die Serra de Tramuntana hat mich begeistert. Für den nächsten Besuch habe ich in dieser Region noch einiges auf der to-do-Liste: Fornalutx, Deià und die Serpentinenstrasse nach Sa Calobra müssen von mir unbedingt noch besucht werden.

 

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Ich will Meer – geht auch in Porto (Portugal)

Porto ist nicht nur malerisch am Fluss Douro gelegen, von Portos Altstadt aus bist du auch ganz schnell am Meer. Dazu unternimmst du am besten eine gemütliche Fahrt mit dem uralten Tram bis an den Strand von Foz de Douro. Die Fahrt dauert eine gute halbe Stunde und kostet 3 Euro.

 

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Start der Linie 1 ist bei Infanta. An einem schönen Sommertag lohnt es sich, früh vor Ort zu sein. Das Tram besteht nur aus einem Wagen und ist schnell voll. Wir haben Glück und ergattern einen Fensterplatz. Alte Ledersitze, dunkle Holzvertäfelung an den Seiten, eine oft benutzte Schnur, die durchs ganze Tram läuft und den Halteknopf ersetzt – da kommt Nostalgie auf!

 

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Gemütlich ruckeln wir dem Fluss entlang, blicken bewundernd auf die halb verfallenen Häuserfronten, die wunderhübsch mit den typischen Kacheln geschmückt sind. Das Tram ächzt und stöhnt, fährt ruckartig an, aber es läuft – es läuft seit bald 150 Jahren! Der Fahrer beweist eine Engelsgeduld, wenn sich ihm immer mal wieder Fussgänger oder Autos in den Weg stellen. Er wartet, er bimmelt, er lächelt, er fährt weiter.

 

Bei der Endstation angekommen weiss ich genau, wohin ich will, von weitem zeigt er mir den Weg: Der Leuchtturm! Ich bin magisch angezogen von Meer und Leuchttürmen. Auf dieser Städtereise hatte ich gar nicht mit einem Leuchtturm gerechnet, was für eine schöne Ueberraschung. Und als Tüpfelchen auf dem i, ist es nicht nur ein Leuchtturm, nein, es sind gleich zwei: Ein alter und ein neuer.

 

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Das Meer ist relativ ruhig, trotzdem spritzen immer mal wieder hohe Wellen in den blauen Himmel. Auf einer langen Mole können wir weit ins Meer hinaus laufen, vorbei an unzähligen Fischern, die hier ihr Angelglück versuchen. Immer vor Augen der alte Leuchtturm, der vom Meer umspült wird – welch Postkartenidylle! Ich kann mich nicht stattsehen.

 

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