Amerika

Bahamas, Baby! – Was Pouletflügeli mit dem Schwimmen mit Schweinen zu tun haben? – Teil II

Früh morgens bestiegen wir in North Eleuthera Airport (ja, dieses Mal mussten wir nicht erst die ganze Insel durchqueren!) wiederum einen klitzekleinen Flieger in Richtung Nassau. Ich hatte alles versucht, um diese Stadt zu meiden, aber wer mit Schweinen schwimmen möchte, kommt nicht drum herum, den Ausflug in Nassau zu starten.

 

Die Hauptstadt der Bahamas erfüllte alles, was ich im Vorfeld darüber gelesen hatte: Sie war dreckig, uncharmant, zwischen neun Uhr morgens und fünf Uhr nachmittags überlaufen von Kreuzfahrt-Touristen und in der übrigen Zeit tot, einfach tot. Als wir ausserhalb des Hotels ein Restaurant zum Abendessen suchten, fanden wir genau eins, das geöffnet war. Alles andere war zu. Mehr Optionen gibt es auf der vorgelagerten Paradise Island, wo auch das berühmte Atlantis Hotel ist. Aber ganz ehrlich, wenn du da Urlaub machen möchtest, kannst du genauso gut ins Disney Land gehen: Alles künstlich für den amerikanischen Pauschaltouristen aufgebaut und ausgelegt.

 

Wir nächtigten im British Colonial Hilton Hotel. Ein zwar schönes Hotel, allerdings ist der dazugehörige Strand nur wenige Meter breit und lang und die Kreuzfahrtschiffe fahren dir praktisch über die Füsse … Pro Tag übrigens bis zu sieben (!) Stück! Aber gut, im Hilton in Nassau machst du auch keine Strandferien.

 

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Genug gelästert, jetzt zum eigentlichen Thema dieses Eintrags: Die Schweine!!! J Ich hatte im Vorfeld lange recherchiert. Diverse Agenturen bieten Tagesausflüge nach Exuma inkl. Schwimmen mit Schweinen an. Meistens kostet der Ausflug $ 400 pro Person – ein Schweinegeld, im wahrsten Sinne des Wortes! Powerboat Adventures ist die einzige Agentur, die ich gefunden habe, die den gleichen Ausflug für $ 219 pro Person anbietet. Ich zögerte lange, bis ich buchte, irgendwo musste hier doch ein Haken sein?! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Im Nachhinein kann ich dir diese Agentur guten Gewissens empfehlen, uns bescherte sie einen unvergesslichen Tag!

 

Mit 40 Meilen pro Stunde fährt dich das Powerboat in rund einer Stunde (38 Seemeilen) zu den Exuma Cays. Ich fragte mich, was die roten Regencapes auf jedem Sitz sollten. Es ist ein strahlend schöner Tag, die Sonne brennt vom Himmel, keine Wolke in Sicht… Aber oha, ein Powerboat fährt mit Power, da spritzt es so heftig, du wirst froh sein um dieses rote Regencape – vor allem, wenn du im Boot ganz vorne oder ganz hinten sitzt. Wasserscheu darfst du nicht sein. Und falls du die Tendenz zur Reisekrankheit hast, würde ich dir empfehlen, vorgängig ein entsprechendes Medikament einzunehmen. Wir hatten einige recht bleiche Gesichter an Board…

 

Erster Stopp ist die „Insel der Iguanas“ bzw. offiziell Allen’s Cay: Auf dieser Insel tummeln sich hunderte von Leguanen. Riesig sind sie nicht, aber gross genug um Eindruck zu schinden. Die Bahamian Dragons, wie sie auch genannt werden, warten nur darauf, von dir mit Trauben gefüttert zu werden!

 

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Die Fahrt geht weiter und du denkst „jetzt bin ich im Paradies angekommen“! Vor dir liegt die traumhafte Ship Channel Cay.

 

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Für heute gehört diese Privatinsel nur dir (und deinen 50 Mitreisenden…) alleine! Egal wo du hinschaust, die Aussicht ist spektakulär. Hier kannst du den ganzen Tag im Liegestuhl liegen und so viel essen und trinken wie du möchtest. Aber das wäre vergeudete Zeit! Viel mehr möchtest du hier Rochen füttern (ok, ich gebs zu, ich habe mich davor gedrückt, das war mir nicht so geheuer), der Haifisch-Fütterung zuschauen (ja, extra spektakulär für den Touristen…), einen frisch (frischer geht nicht, die Muschel wird vor deinen Augen aus dem Meer gefischt!) zubereiteten Conch Salat geniessen oder… jaaaaa, mit Schweinen schwimmen!

 

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Dass die ganze Aktion – natürlich – sehr touristisch ausgerichtet ist, stört mich in dem Moment nicht. Wir reihen uns alle im flachen Wasser nebeneinander auf und begrüssen die sechs Schweine mit Futter in den Händen. Meine Befürchtungen, die Schweine könnten gierig nach Fingern schnappen oder bedrängend die Hufe auf unsere Schulter legen, sind unbegründet. Die Tiere machen dieses Spektakel jeden Tag mit, die wissen ganz genau, was auf sie zukommt und dass genug Futter für alle da ist. Gemächlich schwimmen sie auf uns zu und schnappen mit samtiger Schnauze das Futter aus unseren Handflächen. Ich bin entzückt, könnte vor Freude mit den Schweinen um die Wette quietschen.

 

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So mancher verdreht die Augen, wenn ich von diesem Erlebnis erzähle. „Schweine findest du auch auf dem benachbarten Bauernhof!“ heisst es dann… Natürlich kann ich das, aber es ist lange nicht das gleiche, wie mitten im Paradies zu stehen und dort den tatsächlich (!) schwimmenden Tieren zuzuschauen und ihr raues Fell zu kraulen! Du erinnerst dich, was der Taxifahrer zu mir gesagt hatte: „Genug Pouletflügeli essen, dann kommst du in den Himmel!“ – Yeah, Bahamas Baby!

 

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Folge mir um die Welt!

 

PS: Entschuldige die nicht immer einwandfreie Bildqualität, ich habe all diese Bilder mit meinem iPhone durch eine wasserdichte Hülle gemacht.

Bahamas, Baby! – Was Pouletflügeli mit dem Schwimmen mit Schweinen zu tun haben? – Teil I

Warum besucht man die Bahamas? Tausende besuchen die Bahamas während ihres kurzen Stopps mit einem Kreuzfahrtschiff. Viele fliegen auf die Bahamas um dort Sonne, Strand und Meer zu geniessen. Und dann gibt es ganz wenige Verrückte (ja, ich!), die fliegen nur auf die Bahamas, weil sie mit Schweinen schwimmen möchten!

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

Irgendwo hatte ich gelesen, dass man auf den Bahamas mit Schweinen schwimmen kann. Ich war fasziniert, das wollte ich auch machen. Also plante ich meine Geburtstagsreise komplett um die Schweine rum: Der Flug nach New York und die grosse Party zuerst, anschliessend die Weiterreise via Florida auf die Bahamas. Dass dieses Land aus mehr als 700 Inseln besteht, war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst gewesen. Dass es von der Insel, wo ich mich am Strand erholen wollte, bis zur „Schweine-Insel“ keine direkte Verbindung gab, brachte meine Planung ganz schön durcheinander. Und dass die kleinen Flugzeuge, die die einzelnen Inseln mit dem Festland verbinden, auch in der Vorsaison schnell ausgebucht sind, brachte uns kurz ins Schwitzen.

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

Die kleine, aber lang gezogene Insel Eleuthera besitzt zwei internationale Flughäfen: Governor’s Harbour (GHB) und North Eleuthera Airport (ELH). ELH wäre für uns die bessere Option gewesen, aber der Flug dorthin war bereits ausgebucht. Also trat Plan B in Kraft, wir flogen mit 10 weiteren Passagieren nach GHB und von dort gings mit einem Taxi auf der einzigen Strasse, die die Insel von Norden bis Süden verbindet, bis zur Anlegestelle der Fähre nach Harbour Island, unserem Endziel. Vorteil dieser fast 45minütigen Fahrt: Unser Taxifahrer war unglaublich nett und unglaublich gesprächig. So erfuhren wir, dass die Bahamas rund 350‘000 Einwohner haben, 11‘000 davon leben auf Eleuthera. Der wohl berühmteste Bahamaer ist Lenny Kravitz. Gemäss unserem Taxifahrer ist es nicht unüblich, Lenny auf dem Fahrrad zu begegnen, da seine Mutter auf Eleuthera lebt.

 

Auf einer kleinen Fähre mit total 10 Passagieren ging es von Eleuthera auf die klitzekleine Insel Harbour Island.

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

Hier hatten wir im Royal Palm Hotel ein Zimmer gebucht. Das hört sich eindrücklicher an, als es tatsächlich ist. Aber Unterkünfte auf den Bahamas sind auch in der Vorsaison teuer. Ein sauberes Zimmer und ein Bett zum Schlafen – mehr brauchten wir nicht. Wem das genügt und wer gut auf ein teures Resort verzichten kann, dem kann ich dieses kleine Hotel bestens empfehlen.

 

Auf Harbour Island fahren praktisch keine Autos. Wir mieteten für $50 einen Golf Cart, mit dem wir die ganze Insel abfuhren – das perfekte Fortbewegungsmittel.

 

In der Vorsaison ist noch vieles geschlossen. Die Hauptsaison beginnt Anfang/Mitte November. In einem kleinen Tante Emma Laden versorgten wir uns mit Snacks und Wasser. Frühstück gönnten wir uns jeweils im traumhaft schönen Cocoa Coffee House. Auf der Terrasse mit Aussicht auf den Hafen fühlten wir uns wie in einem Baumhaus.

 

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Für Mittagessen, Drinks und Abendessen „schlichen“ wir uns jeweils in die tollen Resorts. Das ist absolut legal, die Restaurants sind öffentlich. Unser Favorit war klar das Pink Sands Resort auf der Ostseite der Insel. Hier konnten wir stundenlang auf der Terrasse sitzen und mit einem kühlen Drink in der Hand die Aussicht auf den menschenleeren (!) Pink Sand Beach (ja, er ist wirklich pink!) und das glasklare, türkisblaue Meer geniessen.

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island, Pink Sand Beach

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island, Pink Sand Beach

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island, Pink Sand Beach

 

Yeah, Bahamas Baby! Ich kam mir vor wie im Paradies! Unser gesprächiger Taxifahrer hatte übrigens erzählt, dass wer genug Pouletflügeli isst, in den Himmel kommt. Ich denke, ich habe mein Soll erfüllt… Und wenn du wissen möchtest, ob ich tatsächlich mit den Schweinen geschwommen bin, dann solltest du unbedingt wieder vorbeischauen und den nächsten Blog-Eintrag lesen!

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

Bahamas, Eleuthera, Harbour Island

 

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Wenn dich ein Polizist durch New York (USA) führt…

Ganz schön aufregend, wenn man mit einer Schweizer Polizistin nach New York in den Urlaub fährt. Die möchte dann nämlich unbedingt einen New Yorker police officer treffen und lässt nicht locker, bis sie das geschafft hat! Mit im Gepäck hatte sie zwei patches (Aufnäher) vom heimischen Polizeiposten, die sie mit den New Yorker Kollegen tauschen wollte. Das machen Polizisten so, habe ich mir sagen lassen!

 

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Bereits im Vorfeld hatte meine Freundin mit einem New Yorker Polizisten, nennen wir ihn Brad, per Email Kontakt aufgenommen. Die Adresse hatte sie von einem Arbeitskollegen erhalten, der hatte in einem Amerika-Urlaub den Amerikaner einfach mal auf der Strasse angesprochen. Brad antwortete ihr sofort und bot sogar an, uns im Hotel abzuholen. Na, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ich stellte mir vor, wie ich mit Blaulicht den Broadway rauf und runter düste… Ganz so dramatisch war es dann doch nicht: Brad erschien mit einem Zivilwagen und war auch nicht in Uniform gekleidet. Er ist ca. 50 Jahre alt, ein Lieutenant und wäre eigentlich schon in Rente. Aus Spass an der Arbeit macht er aber weiter. Amerikanische Polizisten können nach 20 Dienstjahren in Rente gehen.

 

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Als Erstes fuhr er uns zu einer Polizeistation am Columbus Circle. X-Mal war ich schon am Columbus Circle gewesen, aber die Polizeistation im Untergrund, direkt neben der Metro-Station, hatte ich bis dahin noch nie bemerkt. Kaum in der Polizeistation, fiel mir die riesige Schachtel gefüllt mit Donuts auf, die auf dem Tisch lag. Ich musste lachen, das Cliché aus Film und Fernsehen von Donuts essenden Polizisten scheint tatsächlich wahr zu sein! An den Wänden hingen Plakate mit Fotos von gesuchten Verbrechern. In der Metro handelt es sich bei den Verbrechen meistens um kleine Delikte wie Taschendiebstähle oder sexuelle Belästigungen. Auch geahndet werden die vielen Obdachlosen, die versuchen, in Metro-Stationen oder in der Metro selber zu übernachten. Wir wurden in der Polizeistation herumgeführt, sahen die Gefängniszellen, einen Raum mit Ueberwachungskameras, einen Raum gefüllt mit Body Cams, einen Fitnessraum und hatten die Möglichkeit, mit einem weiteren Polizisten zu sprechen. Während in der Schweiz aktuell Diskussionen laufen, ob Polizisten mit Body Cams ausgerüstet werden sollen, ist das in Amerika bereits Alltag. Auch hier waren die Polizisten anfangs skeptisch gewesen, doch heute sind die meisten froh drum, berichtet Dennis, ein Detective. Dennis erzählt weiter, dass sich der Job des Polizisten in den letzten Jahren sehr geändert habe. Während die Leute früher von der Polizei beinahe eingeschüchtert waren, zeigen sie heute kaum mehr Respekt. Als meine Freundin ihn fragte, ob er mit ihr patches tauschen würde, war er sofort Feuer und Flamme. Voller Stolz zeigte er uns sein Büro (eine klitzekleine Arbeitsnische, ohne Fenster, grad mal Platz für ein Pult mit Bildschirm), wo die verschiedensten patches auf der ganzen Wand verteilt waren. Weil es nebst dem Schweizer Aufnäher auch noch Schweizer Schokolade gab, erhielt meine Freundin zu ihrer grossen Begeisterung gleich zwei verschiedene patches!

 

New York, Manhattan, USA, NYPD, Geburtstagsfeier

 

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Brad fragte, was wir uns gerne in New York ansehen würden. Als ich erzählte, dass ich noch nie die Grand Central Station von innen gesehen hatte, fuhr er uns sofort dahin. Parkplätze sind in New York Mangelware, doch Parken ist für Brad kein Problem. Er packt sein Polizeikennzeichen aus und kann das Auto einfach an den Strassenrand direkt vor der Grand Central Station stellen. Der Zufall wollte es, dass vor uns ein K9 Polizeiauto parkte. K9 ist die Einheit, die mit Polizeihunden unterwegs ist. So kamen wir auch gleich mit einem Polizisten, der seinen Schäferhund dabei hatte, ins Gespräch. K9 Hunde sind üblicherweise 6-9 Jahre im Polizeidienst, sollten sie während eines Arbeitseinsatzes sterben, wird ihnen die gleiche letzte Ehre erwiesen wie einem Polizisten.

 

Die Grand Central Station an der 42. Strasse in New York ist ein super eindrückliches Gebäude. Mehr als 750‘0000 Leute benutzen diesen Bahnhof täglich!

 

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Spannend wird es in der Flüstergalerie: Während ich zu Hause oder im Büro öfters ziemlich hoffnungslos mit der Wand rede (und natürlich keine Antwort erhalte…) ist es in der Whispering Gallery nicht unüblich, dass man eine Antwort erhält, wenn man an die Wand spricht. Durch einen akustischen Trick werden die geflüsterten Worte quer über die Hallenbogen auf die andere Seite getragen! Dieses kleine „Geheimnis“ ist längst kein Geheimnis mehr, die Touristen versammeln sich mit Kameras und Handys in den entsprechenden Ecken und warten geduldig, bis sie an die Reihe kommen, um das Phänomen selber auszuprobieren.

 

Unsere Fahrt im unmarkierten Polizeiauto ging weiter, dem East River entlang und über die Brooklyn Bridge nach Brooklyn. Ich war begeistert: Zu Fuss hatte ich die Brooklyn Bridge schon einige Male überquert, aber mit dem Auto war ich noch nie drüber gefahren.

 

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In Brooklyn führte uns Brad in „seine“ Polizeistation, hier ist er stationiert. Wir sprachen mit einer Polizistin, ca. Ende 30, die uns erzählte, dass sie in drei Jahren in Rente geht. Wir waren sprachlos, meine Freundin, etwa im gleichen Alter, ist weit davon entfernt, in drei Jahre in Rente zu gehen… Wir trafen Brads Vorgesetzten und lernten sogar die Chefin der Polizeistation kennen. Alle waren begeistert, dass eine Schweizer Polizistin zu Besuch war.

 

Zum Abschied wurden – logisch – patches und Mützen ausgetauscht, zudem gab uns Brad seine Visitenkarte mit den Worten „Solltet ihr irgendwelche Probleme haben, während ihr in Amerika seid, gebt mir einfach Bescheid!“. Na, das ist doch mal eine Aussage! Vielen Dank, Brad, für diesen super interessanten Tag bei der New Yorker Polizei!

 

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Geheimtipp: Unverhoffte Aussicht auf die Manhattan Skyline (USA)

Sowohl in meinem Beruf als auch während meinen Reisen bin ich zwar gerne spontan, ziehe es aber doch vor, zumindest einen Plan zu haben. Ob der dann eingehalten wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein unglückliches Ereignis bescherte uns bei einer geplanten Fahrt mit der Fähre auf dem East River in New York unverhoffte Aussichten auf die Skyline von Manhattan. Aber lass mich dir die Geschichte von Anfang an erzählen:

 

Du hast sicher schon gehört, dass du umsonst mit der Staten Island Ferry fahren kannst und dabei eine wunderbare Aussicht auf die Manhattan Skyline hast.

 

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Wir hatten diesen Ausflug gerade beendet, als wir entschieden, mit der East River Fähre vom Pier 11 bei der Wall Street bis zur 34. Strasse hochzufahren. Das war mal was anderes als zu Fuss zu gehen oder mit der Metro zu fahren.

 

Wir lösten ein Ticket für $ 2.75 und stellten uns in irgendeine Schlange. Die Beschriftung der Fähren fand ich etwas unübersichtlich. Wir hatten keine Ahnung, ob wir bei der richtigen Linie anstanden, aber von sechs Fähren fuhren vier zur 34. Strasse, so falsch konnten wir nicht sein. Ausserdem hatte ich vor, den Kontrolleur zu fragen, bevor ich aufs Boot ging. Aber wie so oft, kam es anders, als geplant: Kurz bevor ich aufs Boot konnte, knallte der Wind ein Fahrrad gegen mein Bein. Ich war wütend, weil irgendein Depp sein Fahrrad dort hingestellt hatte, wo es gar nicht hingehörte und ich war genervt, weil mein Bein schmerzte und weil ich mit Sicherheit einen grossen, blauen Fleck davon tragen würde. Vor lauter Aufregung stolperten wir auf das erst beste Boot und ich vergass nachzufragen, ob wir auf der richtigen Fähre sassen… Als die Fähre ablegte und wir unser Ticket vorzeigen mussten, kam ich endlich dazu zu fragen, ob diese Fähre zur 34. Strasse ging. Der Angestellte lachte schallend los und sagte „Nein, wir fahren nicht in den Norden, wir fahren in den Süden!“. Als er unsere entsetzten Gesichter sah, erklärte er uns, wie wir umsteigen müssten, um auf die richtige Fähre zu kommen. Wir verstanden kein Wort… Wir fragten einen anderen Angestellten, auch seine Erklärung verstanden wir nicht. Schliesslich fragten wir die Verkäuferin vom Schiffskiosk. Sie konnte uns sofort weiterhelfen, gab uns ohne weiteren Aufpreis ein neues Ticket und erklärte, dass wir beim nächsten Stopp (Sunset Park) aussteigen und dort in die pinkfarbene South Brooklyn Linie einsteigen und bis DUMBO (Down Under Manhattan Bridge Overpass) fahren sollten. In DUMBO mussten wir dann auf die blaue East River Linie wechseln.

 

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Auch auf dieser Fähre wandten wir uns direkt an die freundliche Dame vom Schiffskiosk, erklärten unser Dilemma und erhielten problemlos ein neues Ticket, ohne dass wir etwas dazu zahlen mussten. Nun konnten wir den letzten Teil bis zur 34. Strasse in Angriff nehmen. Dies war mit Abstand der schönste Abschnitt, den kann ich dir nur empfehlen. Mein Lieblingsbild ist definitiv die beleuchtete Manhattan Bridge in der Dämmerung:

 

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Alles in allem waren wir sicher 1 ½ Stunden unterwegs gewesen. Vorteil war, dass wir unsere Odyssee gegen 17 Uhr (im Oktober) gestartet hatten. Somit sahen wir die Skyline nicht nur in der Dämmerung, sondern auch während der Dunkelheit.

 

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Also, zusammengefasst für deine Planung: Du fährst ab Pier 11 mit der blauen East River Linie via DUMBO den East River hoch bis zur 34. Strasse. Die Fahrt dauert rund 45 Minuten. Während dieser Zeit hast du links eine fantastische Aussicht auf die Manhattan Skyline und rechts hast du die Hochhäuser von Williamsburg im Blick. Ich finde diese Aussicht einiges eindrücklicher als diejenige von der Staten Island Ferry aus. Da lohnt sich der Einsatz von $ 2.75!

 

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Lass es krachen an deinem Geburtstag in New York (USA)

Mein Geburtstag ist ja nun doch auch schon wieder ein paar Wochen Monate her. Aber die Reise dazu möchte ich dir nicht vorenthalten, die war nämlich einmalig!

 

Es soll ja Leute geben (ich!), die möchten ihren runden Geburtstag nicht zu Hause feiern, sondern lieber in New York. Das kann sein, weil sie a) chronisch fernwehkrank sind (ja, trifft zu!) oder b) nicht nur Freunde zu Hause, sondern auch im Ausland haben (ja, trifft zu!). Wenn man dann so fantastische Freunde hat wie ich, die tatsächlich für eine Geburtstagsparty den langen Weg von der Schweiz nach New York auf sich nehmen, dann kann man es so richtig krachen lassen!

 

Wenn du, wie ich, deinen eigenen lokalen Event Manager vor Ort hast, dann lässt du am besten alles organisieren und geniesst einfach nur noch den grossen Tag. Solltest du nicht in dieser glücklichen Lage sein, dann darfst du mein perfektes Konzept gerne kopieren 🙂

 

Was mich an New York am meisten fasziniert, sind die Wolkenkratzer – kein Wunder, wenn man aus der kleinen, überschaubaren Schweiz kommt, ist man solch‘  hohe Häuser schlichtwegs nicht gewohnt. Selbst dann nicht, wenn man in einem Hochhaus im 6. Stock aufgewachsen ist. Es war also logisch, dass ich in einem Wolkenkratzer mit Aussicht feiern musste.

 

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Wir starteten den Tag mit einem leckeren Brunch in der 230 Fifth Rooftop Bar. Der Name ist auch gleichzeitig die Adresse. Bei einem früheren New York Besuch war ich schon mal abends in der Bar gewesen. Die Aussicht auf das Empire State Building ist atemberaubend. Wenn du Glück hast und einen speziellen Tag erwischst, ist das Empire State Building sogar in diversen Farben beleuchtet (man erinnert sich an den Film „Sleepless in Seattle“, wo das Gebäude am Valentinstag mit einem Herzen beleuchtet war!). Nachts sieht immer alles besser und schöner aus, aber auch tagsüber ist ein Besuch in der Rooftop Bar absolut empfehlenswert. Wir sassen drinnen, weil es im Oktober doch schon recht frisch wird, aber fürs Fotoshooting ging es natürlich raus an die frische Luft. Wer lieber draussen einen Drink geniessen möchte, kann das natürlich auch bei kühleren Temperaturen: Wärmestrahler und Decken sind vorhanden.

 

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Nur ein Katzensprung von der 230 Fifth Rooftop Bar entfernt ist die Highline – perfekt geeignet für einen Verdauungsspaziergang. Die Highline ist eine Grünanlage, gebaut auf historischen Bahngleisen, die erhöht über die Strassen von Manhattens West Side führen. Es gibt mehrere Auf- und Abgänge. Wir benutzten die Treppen an der 23. Strasse in Chelsea, um auf die Highline zu gelangen. Sei darauf vorbereitet, dass du vor allem am Wochenende nicht alleine unterwegs sein wirst. Auf einigen Abschnitten gingen wir Schulter an Schulter mit anderen Spaziergängern. Wollten wir ein Foto schiessen, mussten wir schnell an den Rand ausweichen, um ja nicht überrannt zu werden…

 

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Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel ging es am frühen Abend für Drinks in die Monarch Rooftop Lounge. Das Monarch ist die Dachterrassen-Bar des Marriott Courtyard Herald Square Hotels. Diese befindet sich zwar „nur“ im 18. Stock, aber hey, einmal mehr eine fantastische Aussicht auf das Empire State Building, da gibt’s nix zu meckern. Weil wir 13 Leute waren, hatte mein Event Manager vorgängig einen Tisch reserviert – wenn du eine Enttäuschung vermeiden möchtest, kann ich das nur empfehlen. Viele Touristen scheinen die Bar nicht zu kennen, ausser uns tummelten sich hauptsächlich New Yorker auf der Terrasse. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint, trotz Oktober war es noch warm genug um draussen zu sitzen.

 

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Zum Abendessen hatte ich mir was typisch Amerikanisches gewünscht: Burger, Steak, Fisch. Ted’s Montana Grill erfüllt all diese Wünsche und ist nur 20 Minuten zu Fuss vom Monarch entfernt. Aussicht gab es hier leider nicht, aber dafür sehr leckeres Fleisch in angenehmer Atmosphäre. Unbedingt probieren sollte man hier das Bisonfleisch. Wo gibt’s das schon bei uns zu Hause??

 

Jetzt wartet natürlich jeder drauf, dass zum Abschluss dieses Knaller-Tages DER Clubtipp kommt. Und ich gebs zu, ich hatte tatsächlich damit geliebäugelt, irgendwo in New York noch einen Salsa-Schuppen zu besuchen. Aber jeder Europäer, der schon mal in Amerika war, weiss, dass der Jetlag am zweiten und dritten Tag am schlimmsten zuschlägt. Ich war schon super glücklich, dass ich nicht beim Abendessen eingeschlafen bin, da lag ein Club-Besuch beim besten Willen nicht mehr drin 😦

 

Trotzdem gab es natürlich einen krönenden Abschluss: Ich nötigte all meine Freunde zu einem weiteren Spaziergang an die 55. Strasse/6th Avenue. Die New Yorker LOVE Skulptur des amerikanischen Künstlers Robert Indiana aus den 60er Jahren ist perfekt geeignet für ein Gruppen-Geburtstagsfoto!

 

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Happy Birthday to… ME! In New York!

It’s my party! Heute feiere ich meinen Geburtstag mit vielen lieben Freunden hier:

 

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Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann folge mir auf Instagram (@ilisa2010) oder schau einfach mal wieder vorbei. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich über meine grandiose Geburtstagsreise berichten!

 

Auf ein weiteres Jahr voll Lachen, Freude, guter Freunde, neuer Abenteuer und aufregender Reisen! Cheers!

 

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Ottawa – die Hauptstadt Kanadas

Du kennst das schon: Zürich ist die Hauptstadt der Schweiz, Sydney ist die Hauptstadt Australiens, Auckland ist die Hauptstadt Neuseelands und ist nicht Toronto die Hauptstadt Kanadas?? Ist natürlich alles Quatsch! Die Hauptstadt Kanadas ist das überschaubare, bezaubernde Ottawa! (Und was die anderen Hauptstädte angeht: Google weiss alles 🙂 ) Wie schon die Ile d’Orléans war auch Ottawa überhaupt nicht auf unserer Reiseplanung gestanden. Doch als wir dann mal zufällig in Google Bilder von Ottawa sahen, war die Entscheidung schnell getroffen: Da mussten wir hin! Dass wir dafür extra einen fünfstündigen Umweg fahren mussten, war Nebensache…

 

Wir hatten weder eine Karte noch irgendeinen klitzekleinen Prospekt oder Reiseführer, der uns in die Stadt führen konnte. Völlig unvorbereitet und total GPS-abhängig fuhren wir ins Stadtzentrum. Erster logischer Schritt war, dem grossen „I“ für Touristinfo zu folgen. Dumm nur, dass uns die entsprechende Beschilderung immer nur im Kreis herum durch die ganze Stadt führte, nicht aber zum eigentlichen Ziel. Schliesslich hatten wir die Nase voll, parkten das Auto irgendwo im nächsten Parkhaus und gingen zu Fuss weiter, einfach unserem Reiseinstinkt folgend. Und der sollte uns nicht täuschen: Gleich als Erstes liefen wir auf das eindrücklichste Gebäude der Stadt zu, das Parlament.

 

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Zwischen dem Parlament und dem eindrücklichen Hotel Chateau Laurier befindet sich der Rideau Kanal mit Blick auf den Ottawa River.

 

Ottawa, Ontario, Kanada, Rideau Kanal, John By

 

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Der 202 km lange Kanal wurde Anfang 19. Jahrhundert unter der Aufsicht vom englischen John By gebaut. Gleichzeitig gründete er hier die Stadt Bytown, das heutige Ottawa – ich hatte ja keine Ahnung… All diese Informationen findest du übrigens neben der John By Statue im Major’s Hill Park.

 

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Ein paar Blocks weiter befindet sich der ebenfalls nach John By benannte Byward Market. Hier gibt es unzählige Restaurants, Cafés, Essens- und Souvenirstände.

 

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Wie schon Montreal und Quebec veranschaulicht auch Ottawa wunderbar den Gegensatz von alt und neu:

 

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Ach ja, die Touristinfo fanden wir dann im Laufe des Tages auch noch – natürlich nur zufällig. Sie befindet sich genau vis-à-vis vom Parlament. Parkplätze gibt es dort in der Nähe allerdings nicht. Ich würde mal sagen, wir haben alles richtig gemacht 🙂

 

Und weisst du was? Obwohl Ottawa für die Reise gar nie geplant war, hat mir die Hauptstadt Kanadas von allen drei besuchten Städten am besten gefallen!

 

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