Asien

Zu Besuch im Fish Spa in Singapur

Wenn ich an Singapur denke, denke ich nicht unbedingt an Wellness. Doch dann habe ich zufällig den Fish Spa entdeckt.

 

Mitten im quirligen Chinatown befindet sich das Alleviate Fish Spa. Du verlässt die MRT bei der Station Chinatown durch den Ausgang Pagoda St. Gleich auf der linken Seite siehst du die Leuchtschrift „Fish Spa“. Man übersieht den Eingang gerne, eingerahmt von zwei Billig-Souvenirshops führt eine steile, enge Holztreppe in den ersten Stock. Dort erwarten einen 8-10 gefüllte Fischtanks und ein äusserst fröhlicher und kommunikativer Besitzer. Steven erzählt einem alles, ob man es wissen möchte oder nicht. So erfährt man unter anderem, dass er jährlich Fische für $ 8‘000 aus der Türkei einkauft und dass die Miete für diesen kleinen Raum ohne Toilette $ 8‘000 pro Monat kostet. Aber er gibt auch immer wieder gerne gute Tipps was Essen und Sightseeing angeht.

 

Singapur Alleviate Fish Spa

 

Als Erstes werden die Füsse in einem kleinen Becken gereinigt. Danach nimmt man auf dem Sitzbank über dem Fischtank Platz, die Füsse werden auf dem Rand des Tanks platziert. Und nun folgt der schwierige Teil der Behandlung, der – zumindest beim ersten Mal – doch etwas Ueberwindung braucht: Du musst deine Füsse in einen Tank voller Fische tauchen und zusehen, wie die Fische an deinen Füssen zu Werk gehen. Steven hilft dir gerne dabei, indem er von drei runterzählt oder gleich selber deine Beine langsam ins Wasser drückt. Kaum sind die Füsse im Wasser, stürzen sich die Fische drauf. Das tut überhaupt nicht weh, kitzelt nur ein wenig, aber daran gewöhnt man sich schnell. Die Fische saugen überflüssige Hautschuppen ab, Resultat sind dann schön weiche Füsse. Gegenüber von mir sass eine Amerikanerin, die mit ihrem Mann zum ersten Mal im Fish Spa war. Immer wieder rollte sie mit den Augen und sagte „Why are we doing this? Why are we doing this?“ Das dauerte genau fünf Minuten, dann hatte sie sich an die Fische gewöhnt und konnte einfach nur noch entspannen.

 

Singapur Alleviate Fish Spa

 

Die Anlage ist sehr sauber und hat den grossen Vorteil, dass jeder Besucher sein eigenes Becken mit eigenen Fischen und eigenem Filter erhält. Bei Bedarf ist Steven gerne bereit, Fotos und Videos vom Spa Besuch zu machen.

 

Singapur Alleviate Fish Spa

 

Der Besuch im Fish Spa dauert 30 Minuten und kostet $ 30. Als ich dort war, war nur Barzahlung möglich. WLAN ist grundsätzlich vorhanden, hat aber bei meinem Besuch nicht funktioniert. Mir hat es super gut gefallen, ich würde jederzeit wieder dorthin gehen.

 

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Schon mal mit einem Walhai geschnorchelt?

Ich weiss gar nicht, wieso ich dir die Geschichte so lange vorenthalten habe! Die Reise ist zwar mittlerweile auch schon wieder eine Weile her, aber das Schnorcheln mit Walhaien ist etwas vom Eindrücklichsten, was ich schon je gemacht habe. Ich muss dir definitiv von diesem Erlebnis erzählen!

 

Angefangen hat meine Faszination für den grössten Fisch der Welt, der bis zu 15 Meter lang werden kann, im Jahre 1995. Ich war am Ningaloo Reef im Westen Australiens und hörte zum ersten Mal von diesen eindrücklichen Tieren. Leider war ich zur falschen Jahreszeit dort; damals hiess es, die Walhaie würden nur im Mai auftauchen, wo sie den Rest des Jahres verbrachten, wusste niemand. Erst zwei Jahrzehnte später fand ich heraus, dass sich die Walhaie nicht nur vor Westaustralien tummeln, sondern weit verbreitet sind in subtropischen und tropischen Gewässern (vom Aequator bis zum 40 Breitengrad) bei Wassertemperaturen von 21 bis 25 Grad. Der Zufall wollte es, dass ich Urlaub auf den Philippinen gebucht hatte, eine Begegnung mit den Walhaien war somit Pflichtprogramm.

 

Oslob, Philippinen, Walhai, Schnorcheln

 

Mit einem Kleinboot wurden wir (nur zu zweit) von unserer Unterkunft in das ca. eine knappe Stunde entfernte Oslob geführt. Hier wird einem mit 99 %iger Sicherheit garantiert, dass man die Walhaie sieht. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die Tiere werden in Oslob das ganze Jahr über gefüttert und somit täglich aufs Neue angelockt. Ein fragwürdiger Eingriff in die Natur, ich weiss, aber ich hatte nun mal seit über 20 Jahren davon geträumt mit Walhaien schwimmen zu gehen, da wollte ich mir nicht mit moralischen Bedenken selber im Weg stehen.

 

Oslob, Philippinen, Walhai, Schnorcheln

 

Die Walhai-Kolonie war schon von weitem zu sehen. Rund fünf bis zehn Tiere tummelten sich im Wasser. Ich war fasziniert und auch etwas eingeschüchtert –die waren so gross!!! Meine Freundin war als Taucherin unterwegs, ich wagte mich zusammen mit unserem Guide mit Schnorchel ins Wasser. Es ging nicht lange und ein Walhai kam auf mich zugeschwommen, riesengross mit weit aufgerissenem Mund! Ich kreischte in den Schnorchel und flüchtete an den Bootsrand. Der Guide kugelte sich vor Lachen.

 

Oslob, Philippinen, Walhai, Schnorcheln

 

Natürlich wusste ich, dass Walhaie absolut harmlos sind, die essen nur Plankton. Aber wenn so ein riesiges Vieh mit offenem Mund direkt auf dich zukommt, verursacht das schon ein mulmiges Gefühl. Ich riss mich zusammen, entfernte mich wieder vom Boot in Richtung Walhaie. Mir genügte es, die sanften Riesen von weitem zu beobachten, sobald einer auf mich zuschwamm, flüchtete ich, mir war das unbehaglich. Kein einziger Walhai ging je auf Konfrontation oder Angriff, wie gesagt, es sind sanfte Giganten, die wahrscheinlich genauso neugierig sind wie wir und einfach nur wissen wollen, was der kleine Knirps neben ihnen im Wasser will. Auch wenn ich auf Abstand ging, ich war überglücklich, dass ich die Walhaie so hautnah erleben durfte. Was für ein wunderschönes, atemberaubendes Erlebnis!

 

Oslob, Philippinen, Walhai, Schnorcheln

 

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Guangzhou (China) – Warum ich mit dieser Stadt nicht warm werde

 

2007 bin ich zum ersten Mal nach Guangzhou in der Guangdong Provinz im Süden Chinas gereist, danach mehr oder weniger immer wieder alle zwei Jahre – nicht ganz freiwillig, sondern immer geschäftlich für eine Messe. Messen in China sind etwas Faszinierendes, nirgendwo sonst habe ich so viele Menschen auf so engem Raum gesehen.

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

Der Vorteil von Guangzhou: Hier ist es immer schön warm.

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

Dies kann meines Erachtens allerdings nicht die vielen Nachteile aufheben: Es regnet häufig und heftig, es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, ich habe trotz Stadtrundfahrt noch keine wirklichen Sehenswürdigkeiten entdeckt, keine tolle Skyline, ich habe trotz Nachfragen noch keine tollen Märkte oder Shoppingmöglichkeiten entdeckt, ich habe noch kein Restaurant entdeckt, wo ich sagen konnte, hier muss ich unbedingt wieder herkommen. Guangzhou hinterlässt bei mir einfach keinen nachhaltigen Eindruck. Hinzu kommt, dass mich mehrere chinesische Kollegen gewarnt haben: Guangzhou sei die gefährlichste Stadt Chinas. Dies kann ich jedoch nicht bestätigen; wie überall in China habe ich mich auch hier immer sicher gefühlt und habe kein Problem, auch in der Dunkelheit alleine auf die Strasse zu gehen.

 

Guangzhou liegt nahe bei Hongkong. Von Hongkong kann mit Schiff, Bus oder Zug in gut zwei Stunden nach Guangzhou reisen. Wer vom Flughafen ins Stadtzentrum fährt, dem fällt als Erstes auf, wie grün die Stadt ist, die Strassen sind gesäumt von Büschen und Bäumen – kein Wunder, bei dem vielen Regen…

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

Guangzhou bzw. die Provinz Guangdong ist vor allem für die kantonesische Küche bekannt. Wer denkt, er hat mit gekochten Fröschen und Seegurken im restlichen China schon alles gesehen, der kommt hier so richtig auf die Welt. Was soll ich sagen? Ich bin nicht der abenteuerliche Geniesser der chinesischen Küche, ich bin schon sehr glücklich, wenn ich Reis und Hühnchen bekomme. Aber wenn man geschäftlich unterwegs ist, kommt man natürlich nicht umhin, dass einem die Spezialitäten des Landes angeboten werden. In diesem Jahr sah ich mich zum ersten Mal mit Hühnerfüssen und Kutteln konfrontiert.

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

China, Guangdong, Guangzhou

 

Damals bei der Seegurke konnte ich meinen Ekel nicht überwinden und jetzt bei den Hühnerfüssen auch nicht. Sie sind ein tolles Fotoobjekt, aber das wars dann auch…

 

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Shanghai Tower – das höchste Gebäude Chinas

So, nachdem ich dir letztes Mal die weniger schönen Seiten Chinas gezeigt habe, hier nun mein Highlight vom diesjährigen Shanghai-Besuch. Endlich, endlich war er fertig, der Shanghai Tower. Als ich 2011 in China lebte, wurde mit dem Bau angefangen, ursprünglich hätte er 2013 fertig sein sollen. Nun ist es tatsächlich Oktober 2016 geworden, bis die Aussichts-Plattform für die Oeffentlichkeit frei gegeben worden ist. Mit einer Höhe von 632 Metern ist er das höchste Gebäude Chinas und das zweithöchste Gebäude der Welt (nach dem Burj Khalifa in Dubai).

 

Wer hoch will, muss erst runter: Die Fahrstühle beginnen im Kellerschoss, von dort geht es innerhalb von einer Minute hoch zur Aussichtsplattform im 119. Stock – ein Weltrekord.

 

Doch nun will ich dich nicht länger auf die Folter spannen, geniesse einfach die tolle Aussicht:

 

Shanghai, China, Shanghai Tower, Financial Building, Flaschenöffner

 

Shanghai, China, Shanghai Tower, Financial Building, Flaschenöffner

 

Shanghai, China, Shanghai Tower, Financial Building, Flaschenöffner

 

Shanghai, China, Shanghai Tower, Financial Building, Flaschenöffner

 

Vor ein paar Jahren war ich auf dem damals höchsten Gebäude Chinas, dem World Financial Building (auch Flaschenöffner genannt) gewesen und hatte das Gefühl gehabt, in unglaublicher Höhe zu sein. Wenn man nun vom Shanghai Tower auf den Flaschenöffner runterschaut, kommt einem dieser gar nicht mehr so gross vor – unglaublich!

 

Shanghai, China, Shanghai Tower, Financial Building, Flaschenöffner

 

Anderseits, wenn man in Pudong auf der Strasse steht und zu den drei nahe beieinander stehenden Wolkenkratzern hochblickt, fühlt man sich ganz klein und unscheinbar.

 

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China: Immer wieder ein Abenteuer

Ich bin zur Zeit geschäftlich in Shanghai und wollte dir eigentlich ein paar schöne Bilder dieser atemberaubenden Stadt zeigen. Obwohl ich schon so oft hier war, bin ich immer wieder aufs Neue von der Skyline fasziniert. Ich fotografiere sie jedes Mal und jedes Jahr sieht sie anders aus, weil wieder ein Gebäude dazu gekommen ist. Aktuell herrschen perfekte Bedingungen: angenehm warm, Sonnenschein, blauer Himmel und kaum Smog – solche Tage gibt es nicht viele.

 

China, Shanghai, Skyline

 

Und dann das: Nach dem 12stündigen Flug kann ich mich kaum mehr bewegen, weil ich so starke Rückenschmerzen habe. Ich denke, eine chinesische Massage und ein chinesisches Wärmepflaster verschaffen Abhilfe. Die Massage ist zu meiner grossen Ueberraschung richtig gut – ich habe nach der Behandlung keine blaue Flecken…

 

China, Shanghai, Massage

 

Ich schwöre auf die chinesischen Wärmepflaster, davon habe ich immer einen Vorrat zu Hause. Doch dieses Mal ist alles anders, nichts nützt. Einziger Ausweg ist ein Arzt. Aber in China geht man nicht zum Arzt, in China geht man gleich ins Krankenhaus. Ja, ich weiss das, ich habe diese Erfahrung schon hinter mir – und ich wollte sie eigentlich nicht wiederholen. An der Reception im Hotel bekomme ich die Adresse von einem Krankenhaus mit internationaler Abteilung, wo Englisch gesprochen wird.

 

Das Taxi fährt durch lauter kleine Gassen, typisch chinesisch, die Leute sitzen auf der Strasse und plaudern, eine Frau wäscht sich mitten auf dem Gehsteig über einem Becken die Haare… Ich frage mich, ob ich auf diesem Weg wirklich in ein internationales Krankhaus komme… Und doch, zehn Minuten später stehe ich vor dem Shanghai East International Medical Center.

 

China, Shanghai, Shanghai East International Medical Center

 

Der Anblick beim Eingang ist erschreckend, es ist laut, viele Menschen sprechen durcheinander und überall sitzen Halbleichen in Stühlen an Infusionen. Keine Minute länger als nötig möchte ich hier verbringen. Ich werde in die internationale Abteilung verwiesen. Kaum durch die Glastür durch, bin ich in einer anderen Welt: Hier ist es ruhig, wenig Leute und man spricht mit gedämpfter Stimme. Am Empfang heisst es, man habe heute keinen Termin mehr frei. Im ersten Moment bin ich entsetzt, so ein Vorfall kommt meistens akut, da kann ich mich ja nicht drei Tage vorher anmelden. Doch dann erinnere ich mich, dass ich in China bin, hier geht alles, einfach beharrlich bleiben. Ich betone, dass es ein Notfall ist. Und siehe da, ich kann ein Eintrittsformular ausfüllen, bekomme eine Karte und ein Magnet mit meinem Namen drauf und bin innerhalb von fünf Minuten bereits im Behandlungszimmer. Effizient sind sie ja, die Chinesen. In der Schweiz hätte ich jetzt in der Notaufnahme erstmal eine Stunde gewartet! Eine Krankenschwester, die perfekt Englisch spricht, misst Temperatur, Puls und Blutdruck– alles in Ordnung. Dann kommt Vivian, die Aerztin. Sie spricht ebenfalls perfekt Englisch und will wissen, wieso ich hier bin. Ich erzähle ihr meine Geschichte. Sie nickt mit dem Kopf, meint, ich hätte verspannte Muskeln und dass dies ein bis zwei Wochen dauere, bis es wieder in Ordnung komme… Das hört sich gut an, aber ich brauche jetzt sofort Hilfe, einerseits habe ich starke Schmerzen und anderseits sollte ich ja arbeiten. Vivian möchte mir eine Salbe verschreiben und schlägt vor, dass ich ein Korsett trage… Nein, aus Erfahrung weiss ich, dass weder Salbe noch Korsett helfen – ich brauche eine Spritze und Schmerzmittel. Ok, dann halt eine Spritze und Schmerzmittel. Ich werde wieder an die Krankenschwester verwiesen und komme in ein anderes Behandlungszimmer. Dort verpasst sie mir eine Spritze.

 

China, Shanghai, Shanghai East International Medical Center

 

Ich bin erleichtert. In der Apotheke, die gleich neben dem Behandlungszimmer ist, bekomme ich eine Salbe, die ich vier Mal pro Tag einreiben muss, dazu fünf (!) Schachteln mit Tabletten, die ich zwei Mal pro Tag einnehmen muss. Und dann nochmals drei (!) Schachteln Tabletten, die scheinbar stärker sind und die ich vier Mal pro Tag einnehmen muss, falls die ersten Tabletten nicht wirken – aber ich darf nicht beide aufs Mal einnehmen.

 

China, Shanghai, Shanghai East International Medical Center

 

Die Logik dahinter kann ich nicht erkennen, ich bin überfordert. Der ganze Spass kostet mich umgerechnet CHF 220 (inklusive schicke Tüte, für die ich in Deutschland sicherlich zusätzlich bezahlen müsste…), ich kann sofort mit Kreditkarte bezahlen. Für die Krankenkasse zu Hause erhalte ich einen medizinischen Report. Als ich die Karte und das Magnet mit meinen Angaben zurückgeben möchte, meint die Aerztin, dass ich beides behalten könne – das Magnet könne ich an den Kühlschrank hängen, ein Souvenir… Na, Humor haben sie ja, die Chinesen.

 

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Mein persönlicher Geheimtipp für Shanghai (China): Die Lupu Brücke

Die Lupu Brücke ist eine der Brücken, die Puxi mit Pudong verbindet. Der Brückenbogen der Lupu Brücke lässt sich erklimmen. Diese Herausforderung konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

 

Bei schönstem Wetter wollten wir mit der U-Bahn zur Station Lupu Bridge fahren. Erst als wir unterwegs fahren, stellten wir fest, dass diese Station nur noch auf meiner Karte existierte, in Wahrheit aber bereits nach der Expo in 2010 geschlossen worden war. Aber den Umweg, den wir deswegen in Kauf nehmen musste, erwies sich als abwechslungsreicher Spaziergang. Wer den direkten Weg nehmen möchte, fährt am besten zur U-Bahn-Station Luban Lu, von dort sind es nur zehn Minuten zu Fuss zur Lupu Brücke – gemäss meinem Kollegen Achim „vollidiotensicher“.

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

Gottseidank fanden wir den Eingang zur Brücke problemlos – sonst wären wir wohl Vollidioten gewesen… Wir mussten happige 80 Yuan bezahlen und dann ging es mit dem Lift hoch, auf gleiche Höhe wie die Autos fuhren. Von dort gingen wir ein Stück der Brücke entlang und dann 300 Treppenstufen auf dem Brückenbogen hoch bis nach ganz oben. War ziemlich anstrengend, aber wir schafften es. Wir hatten einen Führer dabei, der uns nicht aus den Augen liess und Cindy auch mal mahnte, dass sie hier kein Wasser trinken darf. Oben angekommen hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf Shanghai. Das Tüpfelchen auf dem i war das Licht, das mit jeder Sekunde besser wurde. Wir konnten gar nicht aufhören, Fotos zu machen. Da hatten wir wirklich einen Geheimtipp entdeckt, den wohl noch nicht so mancher Tourist gesehen hat!

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

Und hier noch mein Lieblingsbild:

 

China, Shanghai, Lupu Brücke

 

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Insider Tipp: Shanghai (China)

Natürlich könnte ich dir ganz viele Insider Tipps über Shanghai geben, aber heute überlasse ich das Zepter lieber meiner deutschen Freundin Cindy, die bereits seit 6 Jahren in China lebt (eine Meisterleistung!). Shanghai, China, Insider Tipp

 

In welchem Verhältnis stehst du zu Shanghai?

Lebe hier seit Anfang 2011.

 

Was macht Shanghai für dich so besonders?

Hier existieren teilweise immens große Gegensätze direkt nebeneinander. Arm und reich. Alt und neu. Heiß und kalt. Sauber und staubig.

Der Alltag beinhaltet teilweise schwierige Herauforderungen wie die Sprache und das Verstehen von für uns ungewohnten Verhaltensweisen.

Die Erfahrung, was es bedeutet, offenkundig ein (privilegierter) Ausländer zu sein hat meine Sichtweise auf Menschen in ähnlicher Situation stark verändert.

 

Welche Sehenswürdigkeit muss man in Shanghai gesehen haben?

Local Market am Yuyuen, Aussicht vom Flaschenöffner aus, Fahrt mit der Fähre über den Huangpu, so ziemlich jeder kleinere Park am Morgen, M50, Century Park

 

Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Shanghai?

Im Wagas, dem coffee shop, der dem gleichen Eigentümer gehört wie das Baker & Spice, der besten Bäckerei in ganz China.

 

Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Shanghai? Warum?

Henkes bzw. Mercato, weil sie beide vom Design her wunderbar gemacht sind, und das Essen ausnahmslos sehr gut schmeckt.

Und dann hat es noch zwei ’namenslose‘ Nudelshops, die ich gerne besuche.

Adresse Henkes: Reel Mall, 1/F, 1601 Nanjing Xi Lu, near Changde Lu, Shanghai

(南京西路1601号1楼, 近常德路)

Adresse Mercato: 6/F, 3 Zhongshan Dong Yi Lu, near Guangdong Lu , Shanghai

(中山东一路3号6楼, 近广东路)

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Shanghai?

Flaschenöffner (Financial Building)

http://www.swfc-shanghai.com/building_ob.php

 

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Shanghai?

Töpferei ‚Spin‘ in der Kangding Lu

Fähr-Überfahrt wenn Bund und Pudong-Skyline erleuchtet sind, oben auf dem Aussichtdeck