Europa

Von der „Alp“ in Mönthal zum Cheisacherturm (Schweiz)

Immer wieder betont sie, dass sie „auf der Alp“ lebe – dabei ist das Mönthal mit seinen 478 m.ü.M. nun wirklich nicht hoch gelegen. Aber es ist halt ziemlich abseits von allem: Abseits von Baden, abseits von Brugg, abseits vom nächsten Bahnhof und abseits von der nächsten Autobahnausfahrt. Das Mönthal (oder „Müendel“, wie es die Einheimischen nennen) wirst du sicher in keinem Lonely Planet finden. Es ist auch nicht nötig, dass du das „Müendel“ gesehen haben musst, wenn du durch die Schweiz reist. Aber es ist ein entzückender kleiner Ort mitten im Jurapark Aargau, der sich herrlich zum Walken, Spazieren und Wandern anbietet. Die Gemeinde liegt in der obersten Mulde der Ampfernhöhe, der Juraübergang führt dort vom Aarethal ins Rheinthal (von wo man in wenigen Minuten an der deutschen Grenze landet).

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

In der Region, wo ich wohne, gibt es nicht nur viel Wasser (siehe mein letzter Beitrag zum Wasserschloss), sondern auch einige Türme. Die meisten stehen in der Nähe eines Restaurants und sind ganz einfach mit dem Auto zu erreichen. Nicht so der Cheisacherturm. Schon von weitem sieht man die Spitze des Cheisacherturms inmitten des Aargauer Tafeljuras. Seit dem 4. Oktober 2010 steht der Aussichtsturm auf knapp 700 Meter Höhe zwar bereits im Gemeindegebiet Gansingens, lässt sich aber auch wunderbar von Mönthal aus „erwalken“.

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

 

Wir starten unserer Wanderung in Mönthal, marschieren durchs Dorf und dann hoch zum Waldrand. Der Weg ist gut beschildert.

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

Schon bald müssen wir eine erste Pause einlegen. Man wandert mit Stil: Sekt und Lachs werden aus den Rucksäcken hervorgezaubert…

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

Wir sind keine Stunde unterwegs, als wir den Cheisacherturm erreichen. Von der Plattform aus hast du eine einmalige Rundsicht bis in die Alpen, den Schwarzwald und die Vogesen. Man erhält auch einen Einblick auf die näher liegende landschaftliche Vielfalt dieses Schutzgebietes von nationaler Bedeutung.

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

 

Vom Turm aus führt der Abstieg zur Ampferenhöhe auf Feldwegen und zum Teil im Wald. Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte, kann übrigens bei der Ampferenhöhe parken und von dort aus den kürzeren Weg bis zum Cheisacherturm hochgehen.

 

Cheisacherturm, Mönthal, Brugg, Aargau, Schweiz

 

Man muss nicht immer in die Ferne schweifen…

 

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Ein Spaziergang zum Wasserschloss (Brugg, Schweiz)

Beim berühmten Wasserschloss der Schweiz handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eine einzigartige Flusslandschaft in der Region Brugg im Kanton Aargau. Hier kommen die drei Flüsse Aare, Reuss und Limmat zusammen, bevor die Aare bei Koblenz in den Rhein fliesst.

 

Wasserschloss, Brugg, Windisch, Aare, Reuss, Limmat, Aargau, Schweiz, Sunntigs-Kafi

 

Vom Bahnhof Brugg her kommend gehst du entlang dem Stahlrain, vorbei an der Feuerwehr Brugg und dem Sportzentrum Mülimatt. Folge dem Fussweg entlang der Aare auf der Windischer Seite flussabwärts. Nach rund 15-20 Minuten erlebst du das Wasserschloss in seiner ganzen Schönheit.

 

Die Eisenbahnbrücke führt dich über die Reuss nach Vogelsang. Von der Brücke aus hast du eine tolle Sicht auf den Zusammenfluss von Aare und Reuss. Die Pause naht, doch bevor es soweit ist, solltest du durch die Quartierstrassen und das alte Industriegebiet der BAG zum Limmatspitz spazieren. Hier kannst du beobachten, wie die Limmat in die Aare fliesst. Im Sommer eignet sich der Limmatspitz übrigens auch toll zum Baden.

 

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Für den wohlverdienten Kafi-Stopp empfehle ich dir die Besenbeiz „Sunntigs-Kafi Wasserschloss“. Wie schon der Name sagt, ist dieses Café nur am Sonntag jeweils von 10 – 18 Uhr geöffnet. Im inneren Teil gibt es zwei bis drei Tische, aber am schönsten ist es eigentlich, wenn man bei Sonnenschein draussen sitzen kann. Nach Voranmeldung bietet das Kafi übrigens auch einen Brunch an – kommt auf meine Liste, das muss ich noch ausprobieren. Ausgefallene Getränke (z.B. Ingwer Limonade), leckeres Eis (von Gasparini) und frisch gebackener Kuchen von Mutti versüssen dir den Tag. Vor allem beim Kuchen solltest du auf Zack sein: Kaum kommt er aus dem Ofen, ist er auch schon bis aufs letzte Stück verkauft! Den Rote Beete Kuchen mit Ingwer verpassen wir knapp, aber dafür hats dann bei uns für ein lauwarmes Stück Schlorzifladen gereicht – köstlich!

 

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Das Sunntigs-Kafi scheint sich zu einem Hotspot zu entwickeln, wir treffen nicht nur Leute mit Kind und Kegel aus der Region, nein, es gibt tatsächlich Spaziergänger, die extra aus Meilen im Kanton Zürich angereist sind, nur weil sie von diesem schmucken Plätzchen gelesen hatten!

 

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Für den Rückweg empfehle ich dir, via Vogelsanger Brücke durch den Geissenschachen zu spazieren. Wenn du Glück hast, siehst du hier sogar noch einige Wasserbüffel.

 

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Schnapp dir entlang des Uferweges zwischen Vogelsangerbrücke und dem südlichen Ende des Waldrandes an der Militärstrasse einen Flyer zum Lehrpfad Wasserschloss an einem der nummerierten Posten 1 bis 10. So erfährst du gleich, wie man einen Laubfrosch glücklich macht oder wieso es in diesem Gebiet immer wieder zu Ueberflutungen kommt.

 

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Nun gehst du entweder über die ARA-Hängebrücke (Vorsicht, ganz schön wacklig!) zurück auf die Windischer Seite oder du bleibst auf der Brugger Seite und schlenderst über die Zollbrücke und durch die Brugger Altstadt zurück zum Bahnhof.

 

Wasserschloss, Brugg, Windisch, Aare, Reuss, Limmat, Aargau, Schweiz, Sunntigs-Kafi

 

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Man muss nicht immer in die Ferne schweifen…

 

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Meine erste Wattwanderung an der Nordseeküste (Deutschland)

Obwohl ich als Kind oft mit meinen Eltern an der Nordseeküste im Urlaub weilte, kann ich mich nicht erinnern, je eine Wattwanderung unternommen zu haben. Aber nun war es endlich soweit! Früh morgens, kurz nach sechs, fuhr ich von Wilhelmshaven den Windmühlen entlang in den Sonnenaufgang nach Schillig, wo um sieben Uhr die Wattwanderung starten sollte.

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

 

Was zieht man eigentlich auf einer Wattwanderung an? Ich hatte keine Ahnung, ohne gross zu überlegen wäre ich barfuss oder in Gummistiefeln losgezogen. Alles schlecht: Barfuss schneidest du dich an den Muscheln und die Gummistiefel bleiben bald mal im Schlick stecken und rutschen dir von den Füssen! Zudem stelle ich es mir nicht sonderlich bequem vor, vier Stunden lang in Gummistiefeln zu wandern. Am besten eignen sich fest sitzende Tauchschuhe, Turnschuhe oder hohe Sneakers mit Socken zum Schutz gegen die scharfkantigen Muscheln. Ich entschied mich für meine alten Walkingschuhe und war damit bestens ausgerüstet. Nass werden die Füsse so oder so, egal, welche Schuhe du anziehst. Ich trug Laufhosen, da diese am schnellsten trocknen, wenn sie nass werden (und das werden sie!). Jeans stellte ich mir eher unbequem vor. Auch wenn wir tagsüber sommerliche 20 Grad und Sonnenschein hatten, waren die Temperaturen früh morgens noch im einstelligen Bereich. Eine warme, windundurchlässige Jacke und evt. ein Halstuch lohnen sich.

 

Und dann geht es los, 20 Leute folgen Wattenführer Gerke über den Sandstrand ins Wattenmeer. Wattenmeere gibt es weltweit, doch der Abschnitt an der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste ist einzigartig. Das Gebiet wurde im Juni 2009 von der UNESCO zum Weltnaturerbe gekürt. Die Küstenlinie ist um die 500 km lang, hier bei Schillig kann man mit 3.5 – 3.8 Metern die zweithöchsten Gezeiten auf dem Festland erleben – nur in der Wesermündung sind sie mit über vier Metern höher.

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Es herrscht Ebbe, der nasse Sand ist relativ fest und wir kommen gut vorwärts.

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Obwohl die Wanderung mehrheitlich auf Sandwatt verläuft, kommt nach wenigen hundert Metern der Schlick und die ersten Wanderer verlieren ihre zu lose gebundenen Turnschuhe, die bleiben einfach im Schlick stecken. Auch wir übrigen Wanderer mit fest sitzenden Schuhen haben unsere liebe Mühe, knöcheltief versacken die Füsse immer wieder im festen Schlick. Eine Wanderung im tiefen Neuschnee ist nichts dagegen. Gerke rät uns, wie Ballerinas auf den Zehenspitzen zu gehen – und tatsächlich, so funktionierts viel besser!

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Wir durchwaten den ersten Priel (Wasserrinnen, die auch bei Ebbe mit Wasser gefüllt sind). Das Wasser kommt nicht mal bis zu den Knöcheln. Schoggijob! Ich weiss gar nicht, warum immer alle sagen, man wird bis zum Bauchnabel nass. Man muss nur den richtigen Zeitpunkt abwarten, oder nicht?!? Ich soll noch eines besseren belehrt werden…

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Die Wanderung von Schillig bis zum Minsener Oog dauert rund 1.5 Stunden. Gerke legt ein zügiges Tempo vor. Kurz vor der Insel stehen lauter kahle Bäume im Wattenmeer. „Wattbirken“ sagt Gerke lakonisch. Es wachsen Birken im Wattenmeer? So was habe ich ja noch nie gehört. Ich bin fasziniert, fotografiere die Bäume von allen Seiten. Erst später erzählt Gerke mit schelmischem Grinsen, dass die „Bäume“ keinesfalls hier wachsen, sondern künstlich eingegraben worden sind und eine Fahrrinne für Schiffe darstellen. Ach, ich naive Berglerin…

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Auf Minsener Oog angekommen, empfängt uns Naturschutzwart Volker. Wir sind für ihn eine willkommene Abwechslung: Ausser ihm lebt niemand auf der Insel. Besucher dürfen sich nur im ausgeschilderten Besucherbereich aufhalten. Die restliche Insel gehört den Vögeln!

 

Wir machen Pause, setzen uns in den Sand, haben Zeit, etwas zu essen und zu trinken und lauschen Volkers Vortrag über Fauna und Flora der Insel. Doch bereits nach 20 Minuten möchte Gerke wieder aufbrechen. Die Gezeiten haben ihren eigenen Rhythmus, die warten nicht auf die Wattwanderer.

 

Der Rückweg wird gemütlicher. Gerke legt immer mal wieder Pausen ein, um uns auf die Wunder des Wattenmeeres hinzuweisen. Wir erfahren, dass Seesterne Muscheln essen (hättest du das gewusst?), dass der Wattwurm Sand frisst und dass der Austernfischer mit seinem langen Vogel den Wattwurm frisst.

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

So langsam rückt die Flut an. Während wir an der (trocknen) Wasserkante stehen und Gerkes Ausführungen zur Blauen Nesselqualle lauschen, dauert es nicht lange, und plötzlich stehen unsere Füsse bis zu den Knöcheln im Wasser. Gerke scheint keine Bedenken zu haben, er redet ununterbrochen weiter, während ich mich zaghaft und schrittweise von ihm rückwärts ins Trockne entferne, schwappt das Wasser hoch zu seinen Waden. Bei mir kommt Panik auf. Unser Ziel Schillig ist in weiter Ferne. Was, wenn wir nicht rechtzeitig zurück sind, weil Gerke so viel redet? Was, wenn Gerke einfach die Zeit vergisst? Ist natürlich unsinnig, Gerke vergisst weder die Zeit noch uns, wir sind gut unterwegs und keine Sekunde in Gefahr. Und doch müssen wir mehrere Priele durchqueren, wo uns das Wasser bis über die Oberschenkel reicht. Absolut normal! Der Meeresgrund ist nicht zu sehen, man kann plötzlich bis zum Allerwertesten im Wasser versinken. Gerke ist immer noch ruhig. Ok, wenn er ruhig ist, kann ich auch ruhig sein. Und trotzdem, da ist im Hinterkopf die Angst um mein Handy! Ja, das ist meine einzige Angst: Was wenn der Priel plötzlich so hoch ist, dass mein Handy nicht mehr trocken davon kommt??? Ein Albtraum – der sich natürlich nicht bewahrheitet… Aber es lehrt mich, dass ich bei der nächsten Wattwanderung sicher die wasserdichte Handyhülle mitnehmen würde – man weiss nie!

 

Kurz vor unserem Ziel Schillig müssen wir nochmals ein paar hundert Meter Schlickwatt durchqueren. Einige Wanderkollegen verlieren wieder ihre Turnschuhe und wandern in Socken weiter. Mir kommt es gar nicht mehr so schlimm vor – bin ich tatsächlich schon eine fortgeschrittene Wattwanderin?? 🙂

 

Die Wattwanderung war ein unglaubliches – und hoffentlich nicht einmaliges – Erlebnis. Fünf Stunden lang Natur pur, die unendliche Weite des Wattenmeeres und gleichzeitig hat man noch was für seine Fitness getan! Ich habs geliebt! Nur schon beim Gedanken daran habe ich sofort wieder die gesunde Nordseeluft in der Nase und spüre den Wind in den Haaren! Ich komme wieder!

 

Wattwanderung, Nordsee, Schillig, Deutschland

 

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Auf Otto Waalkes Spuren: Eine Reise durch Ostfriesland (Deutschland)

Seit den 80ern bin ich ein grosser Fan von Otto Waalkes. Davon habe ich auch schon in meinem Beitrag von Emden berichtet. Nach meinem Kurzabstecher hatte ich mir selber versprochen, nach Ostfriesland zurückzukehren und die Region besser kennenzulernen.

 

Wo liegt denn eigentlich Ostfriesland? Viele denken ja – logisch – im Osten Deutschlands bzw. an der Ostsee. Aber nein, der Name verwirrt: Ostfriesland liegt im Nordwesten Deutschlands an der Nordseeküste!

 

Obwohl Aurich, die zweitgrösste Stadt Ostfrieslands, nicht mal in meinem Reiseführer erwähnt war (versteh ich nicht), habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Hier findet man problemlos einen Parkplatz und kann an einem Samstag gemütlich durch die Fussgängerzone bummeln, ohne Stress, ohne Hektik. Das gibt’s doch sonst nirgends mehr. Auch auf der Strasse sind die Ostfriesen total entspannt, es hupt keiner, es drängelt keiner und Stau kennt man sowieso nicht. Die perfekte Region für einen Roadtrip.

 

Mein Roadtrip führte mich vom Herzen Ostfrieslands an die Nordseeküste nach Campen, zum höchsten Leuchtturm Deutschlands. Ich persönlich würde ihn auch als hässlichsten Leuchtturm Deutschlands bezeichnen, aber egal, Leuchtturm ist Leuchtturm und ich liebe Leuchttürme!

 

Ostfriesland, Leuchtturm Campen, Deutschland

 

Umso entzückter war ich dann, als ich nur wenige Minuten später beim Pilsumer Leuchtturm ankam. Bildschön ist er, der rot-gelb gestreifte, kleinste Leuchtturm Deutschland. Und wohl auch deswegen nicht aus Ottos Filmen wegzudenken.

 

Ostfriesland, Leuchtturm Pilsum, Deutschland

 

Der Pilsumer Leuchtturm liegt nahe bei Greetsiel, DEM Touristenmagnet. Der malerische Fischerort mit Giebelhäusern gilt zurecht als einer der schönsten Sielhafenorte an der deutschen Nordseeküste. Ein Siel ist übrigens eine tiefe Rinne im Watt und dient der Entwässerung des eingedeichten Landes – muss man alles erstmal wissen…

 

Ostfriesland, Greetsiel, Deutschland

 

„Balsam für die Sinne“ sei ein Spaziergang durch Greetsiel, sagt zumindest mein Reiseführer. Wo er Recht hat, hat er Recht. Die spezielle Atmosphäre nimmt einen sofort gefangen. Obwohl der Hafen die Hauptattraktion ist, sind die Zwillingsmühlen das Wahrzeichen des Ortes.

 

Ostfriesland, Greetsiel, Deutschland

 

Der Küste entlang geht es weiter zum nächsten Sielhafen: Nessmersiel. Hier legen die Fähren nach Baltrum ab. Beim Sandstrand neben dem Hafen lässt es sich gut in den farbenfrohen Strandkörben entspannen.

 

Ostfriesland, Nessmersiel, Deutschland

 

Lieblingsort dieses Dorfes ist allerdings Aggis Huus (hört sich Schweizerdeutsch an, ist aber tatsächlich Plattdeutsch!), ein gemütliches Café, das auch Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen aus den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf schätzt. Den neusten Band habe ich übrigens während dieser Reise verschlungen – spannend, wenn man an den ganzen Tatorten persönlich vorbei kommt!

 

 

Ostfriesland, Nessmersiel, Deutschland, Aggis Huus

 

Nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der schönsten Häfen befindet sich in Neuharlingersiel. Auch hier säumen hübsche Giebelhäuser das Hafenbecken. Es lässt sich herrlich von Café zu Café und von Souvenirshop zu Souvenirshop schlendern.

 

Ostfriesland, Neuharlingersiel, Deutschland

 

Abschluss meines „Ostfriesland in einem Tag Road Trips“ machten die zusammen gehörenden Häfen Carolinensiel und Harlesiel. Schau dir das Bild an, da ist man doch sofort tiefenentspannt!

 

Ostfriesland, Carolinensiel, Deutschland

 

Vom Museumshafen Carolinensiel aus kannst du der Harle entlang bis zum Hafen Harlesiel spazieren und dann die gleiche Strecke mit dem Raddampfer Concordia II zurückfahren.

 

Obwohl ich viel in diesen einen Tag gequetscht habe, war es ein wunderschöner Ausflug. Ich habe so viel gesehen und fühlte mich keinen Moment in irgendeiner Art und Weise gestresst, der immer während Nordseewind bläst dir automatisch den Kopf frei. Zwar war ich an einem der wohl meistfrequentierten Tage (Osterwochenende mit 20 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein) unterwegs, fand aber immer einen Parkplatz, immer einen Tisch in einem Café und traf immer auf äusserst freundliche Leute. Eine Tour zu den Sielhäfen der Nordseeküsten kann ich dir nur empfehlen. Ostfriesland, ich mag dich!

 

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Die fantastischen 5 in Nizza (Frankreich) – Teil II

Während meines Sprachaufenthaltes in Nizza vor 30 Jahren war ich jedes Wochenende unterwegs gewesenund habe die ganze Côte d’Azur abgeklappert. Monaco, Grasse, Cannes, St. Tropez, Antibes… ich habe alles gesehen. Und doch musste ich jetzt feststellen, dass es tatsächlich einen Ort gab, den ich noch nicht besucht hatte: Die Villa Ephrussi De Rothschild am Saint-Jean-Cap-Ferrat!

 

Das musste geändert werden. Mit dem Bus Nr. 81 fuhren die fantastischen 5 ab Nizza für schlappe € 1.50 in einer guten halben Stunde nach Saint-Jean-Cap-Ferrat. Die Villa Rothschild liegt leicht erhöht auf der Halbinsel. Sie bietet wunderbare Aussicht auf die Küste von Villefranche und in die andere Richtung nach Beaulieu.

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Rund um das zartrosa Renaissance-Prachtstück gruppieren sich gleich mehrere ganz unterschiedliche Gärten, einer schöner als der andere.

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Im französischen Garten, dem grössten von allen, warteten wir voller Vorfreude auf die Wasserspiele, die alle 20 Minuten starten. Sie kamen dann auch, allerdings ohne Wasser, nur mit Musik… 🙂

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Das Museum liessen wir links liegen, dafür war ein Besuch im salon du thé mit seinen gold glänzenden Stühlen Pflicht. Es wurden Macarons und Tortenstückchen gegessen mit allem, was dazu gehört! Geniessen war nach wie vor unsere Devise!

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche, Beaulieu

 

Ich weiss bis jetzt nicht, wieso mir dieses Schmuckstück vor 30 Jahren entgangen ist, schliesslich steht es ja schon seit 1912 am Cap Ferrat… Die Eigentümerin muss ziemlich verrückt gewesen sein: Veranstaltete eine Hochzeit für ihre Hunde, liess sich von als Pflanzen verkleideten Gärtnern unterhalten… Das spricht doch eigentlich alles dafür, dass du die Villa Rothschild besuchen solltest!

 

Auf dem Rückweg stoppten wir in Villefranche-sur-Mer: Verschlungene Altstadtgassen, ein paar Cafés und eine kleine Bucht mit türkisblauem Meerwasser – das ist Südfrankreich.

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Villefranche

 

Die Restaurants in der kleinen Altstadt bieten sich perfekt an für ein Glas Wein und eine Käseplatte – auch hier lässt es sich herrlich geniessen! In Villefranche ist alles etwas ruhiger und gemächlicher als in Nizza. Auf unserem Spaziergang dem Meer entlang hatten wir ständig zwei Kreuzfahrtenschiffe vor Augen. Der Hafen in Nizza ist zu klein dafür. Darum legen die Schiffe in der Bucht von Villefranche an und die Passagiere werden mit Bussen nach Nizza gefahren. Villefranche-sur-Mer schenken sie kaum Beachtung. Uns solls Recht sein…

 

Nizza, Nice, Frankreich, France, Villa Ephrussi De Rothschild, Villefranche

 

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Die fantastischen 5 in Nizza (Frankreich) – Teil I

30 Jahre ist es her, seit ich in Nizza für drei Monate Französisch studiert habe. Die Sprache war in der Schule nie mein Lieblingsfach gewesen, aber ich hatte das Gefühl, als Schweizerin sollte man sich zumindest in dieser Landessprache unterhalten können. Nicht wirklich grossartig motiviert reiste ich im Juni 1989 an die Côte d’Azur. Morgens ging ich vier Stunde in die Schule, den Nachmittag verbrachte ich jeweils mit meinen Mitschülern am Strand, genauer gesagt am Plage Forum. Es war der Sommer meines Lebens! Nebst Französischkenntnissen bescherte mir der Sommer 89 auch wunderbare Freundschaften. Mit vieren dieser Freunde bin ich bis heute regelmässig in Kontakt. Wir entschieden, unser 30jähriges Jubiläum in Nizza zu feiern!

 

Als wir unser Wochenende gebucht hatten, war uns nicht bewusst gewesen, dass zur gleichen Zeit auch die Filmfestspiele in Cannes und in Nizza stattfinden… Spätestens im Flieger war das dann aber offensichtlich: Wir waren umzingelt von Möchte-gern-Promis und –Groupies mit aufgeblasenen Lippen, künstlichen Brüsten und unnatürlich runden Hinterteilen. Gekrönt wurde dieses Aussehen von Pelzjacken (notabene im Mai…) und Versace Anzügen. Auch der Flughafen Nizza war gut besucht: Die Privatjets der Festival Besucher standen in Reih und Glied!

 

Nicht nur die Promis wurden abgeholt, auch für uns hatte die Vermieterin unserer Wohnung einen Chauffeur mit Limousine reserviert – man reist mit Stil! 🙂 Apropos unsere Wohnung: Mitten in der Altstadt Nizzas liegt das Appartement Rue de la Boucherie. Für 2-4 Personen kann ich es mit zwei Schlafzimmern absolut empfehlen. Die fünfte und sechste Person muss dann auf der ausziehbaren und sehr durchgelegenen Couch schlafen – nicht ganz so bequem, aber für ein Wochenende durchaus machbar. Die Wohnung scheint neu renoviert und befindet sich an einer Toplage, umgeben von Shops und Restaurants ist alles sehr gut zu Fuss erreichbar!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Appartement Rue de la Boucherie

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Appartement Rue de la Boucherie

 

Nizza bietet nicht DIE Sehenswürdigkeiten wie andere Grossstädte. Nizza muss man geniessen und erleben. Dazu starten die Franzosen den Tag am liebsten in einer Brasserie, lesen die Nice Matin, trinken einen Kaffee und essen ein Croissant.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Nice Matin

 

Bäckereien gibt es in Nizza wie Steine am Meer (ja, Nizza hat keinen Sandstrand!). Für ein gutes pain au chocolat empfehle ich dir die Boulangerie Blanc an der Ecke Rue Raoul Bosio/Rue Alexandre Mari in der Nähe vom Palais de Justice.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, pain au chocolat

 

Für ein ausführlicheres Frühstück würde ich immer wieder ins Pain & Cie. gleich am Anfang vom Blumenmarkt (3 Rue Louis Gassin) gehen. Hier kriegst du Brot, Müesli, Eier, Orangensaft, Kaffee – alles was das Frühstücksherz begehrt.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, pain & cie

 

Die Promenade des Anglais ist das Paradestück Nizzas. Hier lässt es sich herrlich dem Strand entlang flanieren.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais

 

Vor 30 Jahren war dies mein täglicher Heimweg bis zur Bushaltestelle gewesen. Heute erinnern unzählige Poller und auch die allgegenwärtige Militärpolizei daran, dass dieser Ort vor einigen Jahren Schauplatz des tragischen Terroranschlages war. Das „I love Nice“ Schild wurde im Gedenken an den Anschlag erstellt und ist ein Symbol der Liebe der Einwohner an ihre Stadt.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Für eine erste Uebersicht der Stadt würde dir meine Begleitung unbedingt das kleine Touristenbähnli empfehlen. Wir haben den Spass für € 15 mitgemacht und fuhren während 45 Minuten einmal quer durch die Altstadt bis zum Hafen und wieder zurück. Aber auch zu Fuss lässt sich Nizza gut entdecken. Wir bummelten die ganze Promenade entlang bis zu unserem geliebten Plage Forum – und mussten dort traurig feststellen, dass der Plage Forum in der Vorsaison nicht wirklich zum Verweilen einlädt und – noch viel schlimmer – gar nicht mehr Plage Forum heisst. Wir flüchteten schnell weiter zum Plage Blue Beach, wo wir uns in der Strandbar direkt am Meer Häppchen und Rosé Wein gönnten. So lässt es sich aushalten!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice, Plage Blue Beach

 

Anschliessend gönnten wir uns in der Zone Pietone (Fussgängerzone) ein unglaublich leckeres Bio-Eis bei Amorino.

 

Die Kalorien müssen wieder abgelaufen werden: Die beste Aussicht auf Nizza hast du ganz klar vom chateau. Es warten einige Treppenstufen auf dich, aber die Anstrengung lohnt sich. Du kannst entweder die Treppen in der Nähe vom „I love Nice“ Schild nehmen, oder du schlenderst durch die Altstadt zum Place Rossetti, weiter der Rue Rossetti entlang und folgst dann dort den Treppen. Letztere Variante hat mir persönlich besser gefallen.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Eine etwas andere, aber nicht minder faszinierende Perspektive hast du von der Rooftop Bar im Aston La Scala Hotel (Nähe Place Massena). Mit einem Glas Côte de Provence in der Hand schweift der Blick über die Dächer von Nizza, aufs Mittelmeer oder auf die Berge hinter der Stadt. „Herrenmässig“, würde Ennio dazu sagen!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice, Place Massena

 

Fürs Abendessen hast du unzählige Möglichkeiten. Vor 30 Jahren habe ich die beste Pizza meines Lebens in der Zone Pietone von Nizza gegessen – wirklich wahr! Auch heute sehen die Pizzas dort noch unglaublich lecker aus, doch wir zogen etwas mehr Atmosphäre vor und verloren uns in den engen Gassen der vieille ville. Der Zufall wollte es, dass wir im Restaurant Le Claire Fontaine am Place Rossetti landeten. Dieser kleine Platz mitten drin mutet sehr italienisch an. Nebst Restaurants und Cafés findest du hier auch die berühmte Gelateria Fenocchio, mit unendlich vielen ausgefallenen Eissorten wie Lavendel, Coca Cola oder Rose…

 

Du merkst, unser Ausflug nach Nizza war klar von Essen und Trinken dominiert. Aber wie ich schon sagte: Nizza muss man geniessen! Obwohl umrahmt vom aristokratischen Monaco, vom mondänen Cannes und das Champagner getränkte Saint Tropez auch nicht weit ist, verstecken muss sich die Stadt an der Côte d’Azur keineswegs! We love Nice!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Uebrigens, wenn du am Abreisetag aus der Ferienwohnung musst und nicht den ganzen Tag den Koffer mit dir rumschleppen möchtest, empfehle ich dir Bagguys mitten in der Altstadt beim Place Rossetti. Hier kannst du für € 8 pro Tag deinen Koffer einstellen – tolles Konzept!

 

Folge mir um die Welt!

 

Mit dem Fahrrad durch Kopenhagen (Dänemark)

Wenn man eine Stadt per Fahrrad entdecken muss, dann ist das Kopenhagen. Keine andere Stadt in Europa ist so gut für Fahrräder erschlossen wie Kopenhagen, da kann sogar Amsterdam einpacken! Ueberall gibt es separate, gut abgetrennte und vor allem breite Radwege, überall gibt es Abstellplätze für Fahrräder – mir ist es vorgekommen, wie wenn Fahrräder immer Vortritt haben, egal, ob Fussgänger oder Autos kommen… Die Hälfte aller berufstätigen Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Arbeit. Naja, wenn’s bei mir zu Hause so flach wäre wie in Kopenhagen, könnte ich mir das auch überlegen…

 

Im Hotel mieten wir für DKK 150 (mit ca. € 20 doppelt so teuer wie in Dresden – willkommen in Dänemark!) recht unspektakuläre Fahrräder. Aber alles funktioniert bestens und ein Körbchen für die Einkäufe gibt’s auch noch dazu! Nach ein paar hundert Metern fahren denken wir „oh, nicht mal eine Gangschaltung?“, doch plötzlich stellen wir fest, dass das Rad von alleine schaltet: Kaum wird es anstrengend, schaltet das Rad einen Gang runter! Intelligentes Rad, habe ich so noch nicht erlebt.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo

 

Ich starte ja den Tag am liebsten mit einem leckeren Frühstück. Dafür kann ich dir das Café Wulff & Konstali wärmstens empfehlen. Das ist zwar für uns nicht gleich um die Ecke, aber hey, wir haben ja ein Fahrrad! J Mit einem kurzen Abstecher durch die Hippisiedlung Christiania geht es zum Café. Frühaufsteher (wie wir) bekommen ein fixfertiges Brunch-Plättli mit Rührei, zwei Würstchen, Avocado und Brot. Ab 9 Uhr kannst du dann auf der Karte ankreuzen, welches Brot du womit belegen möchtest.

 

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Frisch gestärkt geht’s zurück über die Langebro (Lange Brücke), an Tivoli und Hauptbahnhof vorbei durchs hippe Västerbro. Hier kann ich dir übrigens zwei tolle Lokale empfehlen. Da ist einmal das Café Bang & Jensen in der ehemaligen Apotheke am Istedgade 130. Passt gut für Frühstück und Lunch, wir hatten hier zum Apero leckere Nachos und Drinks. Eine weitere Bar entdeckten wir zufällig im Meatpacking District, wo sich rund um einen unansehnlichen Supermarktplatz einige Bars und Restaurants angesiedelt haben: Das Noho! Obwohl wir nach dem besten Gin gegoogelt hatten, bestellten wir schlussendlich einen Rasberry Smash (Lillet), der war sooo lecker, es musste gleich noch ein zweiter bestellt werden! Bei Tripadvisor kommt die Bar nicht so gut an, wir allerdings fanden die Atmosphäre toll, die Drinks super und würden da sofort wieder hingehen.

 

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Aber zurück zu unserer Fahrradtour: Vorbei am Carlsberg Gebäude (die Strasse stieg tatsächlich leicht an!) ist der Frederiksberg Park unser nächstes Ziel. Eigentlich haben wir hier ein grossartiges Wasserschloss erwartet, allerdings stellt sich bei genauerem Lesen unserer Unterlagen heraus, dass das Wasserschloss rund 40 Minuten mit dem Auto von Kopenhagen entfernt ist. Hier erwartet uns nur dieses kleine Schloss:

 

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Egal, die Fahrradtour ist schön und führt uns nun quer durch die Stadt zum Rosenborg Schloss.

 

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Durch die wunderschöne Parkanlage schieben wir das Rad und erreichen schon bald die Amalienborg, der Wohnsitz der dänischen Königsfamilie. Timing ist alles, wir sind rechtzeitig zur Wachablösung da.

 

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Als wir von einem kurzen Schauer überrascht werden, wollen wir uns bei einem der Torbogen im Schlossareal unterstellen. Wir stehen dort keine zwei Sekunden, als einer der Wachen auf uns zukommt und uns streng darauf hinweist, dass wir hier nicht stehen dürfen. Immerhin wissen wir nun, dass die Wachen nicht stumm sind… 😉

 

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Schon bald kommt die Sonne wieder hervor und wir radeln dem Wasser entlang zu DER Attraktion Kopenhagens: Der lille havfrue (Kleine Meerjungfrau) – Betonung auf „lille“, denn sie ist wirklich verschwindend klein!

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Kleine Meerjungfrau

 

Nach dem obligaten Foto schwingen wir uns auf die Sättel, möchten weiterfahren und… hören Militärmusik. Wir haben keine Ahnung, wo die herkommt, doch als wir ihr folgen, landen wir mitten im Kastellet, einer der am besten erhaltenen Festungsanlagen der Stadt Kopenhagen. Und das ist gut so, denn wir werden vom nächsten Regenschauer überrascht. Hier können wir uns beim Torbogen unterstellen, kein Wächter jagt uns weg und gleichzeitig lauschen wir der Musik. Ohne diese hätten wir die schönen roten Gebäude tatsächlich verpasst.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Kaserne

 

Durch das malerische Nyhaven geht es zurück ins Stadtzentrum.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Nyhaven

 

Unsere letzte Attraktion für den heutigen Tag ist der Rundturm, das älteste funktionsfähige Observatorium Europas. Für DKK 25 (rund € 3.50) spaziert man den breiten spiralförmigen Gang hoch (früher wurden die Herrschaften mit der Kutsche hochgefahren!) und geniesst oben die schönste Aussicht über Kopenhagen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Turm nur 36 Meter hoch ist.

 

Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir bei der Christiansborg vorbei. Der Schlossturm ist mit seinen 106 Metern übrigens der höchste Turm der Stadt.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Schloss Christiansborg

 

Gleich vis-à-vis von der Christiansborg befindet sich das Cocks and Cows am Gammel Strand 43. Hier bekommst du die besten Burger der Stadt! Ja, wir habens getestet und für gut befunden! 🙂

 

Noch besser gefallen hat uns allerdings die Ruby Bar, gleich eine Strasse weiter. Wir haben uns kaum reingetraut, weil der Eingang mit dem unscheinbaren Schild aussieht wie ein Eingang in ein Wohnhaus. Und tatsächlich, wenn du die Tür öffnest, hast du das Gefühl, du stehst mitten in einem gemütlichen Wohnzimmer. Das Ambiente ist stilvoll und elegant zugleich, die beiden super freundlichen Barkeeper sind fantastisch und die Drinks unschlagbar. Wir waren glücklich mit einem Melange (mal wieder Lillet!) und einem Lovage Fizz (endlich Gin!). Ich würd‘ mal sagen, wir haben hier ein verstecktes Juwel entdeckt!

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Ruby Bar

 

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