Insider Tipps

Ennio zeigt mir sein Zürich (Schweiz)

Ennio, der Italiener, der in der Schweiz geboren, in Schlieren aufgewachsen und im Herzen aber eigentlich ein waschechter Zürcher ist, muss mir „sein“ Zürich zeigen.

 

Zürich, Schweiz, Lindenhof, Limmat

 

Meine Hoffnung ist natürlich, dass ich ein paar schöne neue Cafés in Zürich kennenlerne, wo man im Sommer schön draussen sitzen könnte. Aber da habe ich die Rechnung ohne Ennio gemacht: „Ich habe keine Lieblingscafés um draussen zu sitzen, ich hasse draussen sitzen!“ Aha… Aber er bietet mir dann doch einige Alternativen an (die allerdings nicht wirkliche Geheimtipps sind): Das Café Terrasse am Limmatquai (ja, kenne ich und gefällt mir sehr gut), das James Joyce Pub an der Pelikanstrasse, das Nelson Pub in der Nähe vom Bahnhof, das Blockhaus an der Schifflände, das Barfüsser im Niederdorf (übrigens Zürichs beste Sushi Bar), das Oliver Twist Pub im Niederdorf und das Caveau, die Weinbar mitten in Zürichs Bankenviertel – du merkst schon, Ennio gönnt sich lieber ein Bier oder einen Drink als einen Kaffee… 😉

 

Ich frage Ennio, was Zürich für ihn so besonders macht. Die Antwort nicht ganz überraschend: „Dass es Zürich ist!“ Aha… „Und dass Zürich klein und kompakt ist, man kann hier alles zu Fuss machen.“ kommt dann noch hinterher. Dem kann ich nur zustimmen. Wir machen an diesem lauen Frühlingsabend gemäss meiner Fitnessapp 10‘000 Schritte und haben praktisch jeden Winkel der Zürcher Altstadt gesehen.

 

Vom Hauptbahnhof aus marschieren wir (ja, Ennio legt ein zügiges Tempo vor!) vorbei am Amtshaus I, wo die Zürcher Stadtpolizei zu Hause ist, hoch zum Lindenplatz. Ich liebe den Blick von hier auf die Limmatstadt, Ennio mag es gerne noch etwas weiter: Für ihn hat man vom Uetliberg oder von der Weid aus die beste Aussicht auf Zürich. Der Lindenhof ist ein äusserst geschichtsträchtiger Ort: Hier haben mutige Zürcher Frauen im Jahre 1292 ihren Mann gestanden und die Habsburger besiegt. Die detaillierte Geschichte dazu kannst du hier nachlesen.

 

Zürich, Schweiz, Lindenhof, Limmat

 

Vom Lindenhof geht es durch die schmalen Altstadtgassen zum St. Peter. Vielleicht hast du schon von dieser berühmten Kirche gehört? Die Turmuhr hat einen Durchmesser von 8.64 Meter und ist somit das grösste Turmzifferblatt Europas. „Aus dem Turmzimmer schaute jeweils der Turmwächter und prüfte, ob es irgendwo in der Stadt brennt“, erzählt Ennio. Das Bänkli vor der St. Peterhofstatt ist sein Lieblingsplatz, hier kann er stundenlang sitzen und sinnieren. „Wenn du hier wohnst – herrenmässig!“.

 

Zürich, Schweiz, St. Peter, Zifferblatt

 

Wir machen einen kurzen Abstecher zum Hotel Widder. Für einen Besuch in der berühmten Widder Bar ist es noch zu früh. Aber Ennio möchte mir die Katze zeigen, die der Architekt neben dem Fenster im zweiten Stock des Hotels verewigt hat. Sie fällt kaum auf, aber wie ich so vor dem Hotel stehe und in luftiger Höhe die Katze fotografiere, schauen einige Touristen ebenfalls hoch und bemerken begeistert, dass dort eine Katze auf dem Fenstersims sitzt – täuschend echt.

 

Zürich, Schweiz, Hotel Widder

 

 

Nur wenige Schritte vom St. Peter entfernt befindet sich der Storchen, direkt an der Limmat – perfekt für eine erste Pause und einen ersten Drink. Fantastisch sei im Storchen auch der Brunch, meint Ennio!

 

Zürich, Schweiz, Hotel Storchen

 

 

Unser Spaziergang ist nicht wirklich flüssig, Ennio plant nicht gerne, er ist lieber spontan. Will heissen, wenn wir schon an der Limmat sind, müssen wir kurz zurück zur Schipfe. Heute sind hier Edelboutiquen zu finden, die Mietpreise möchte man lieber nicht wissen. Im Mittelalter allerdings, wohnten hier der Henker und das Gesindel.

 

Zürich, Schweiz, Schipfe

 

Auf dem Weg zum Fraumünster machen wir einen kurzen Stopp bei Teuscher. Falls du noch nie in dieser Confiserie gewesen bist, solltest du den Abstecher auch machen – die opulente Dekoration ist einzigartig. Und gemäss Ennio sind auch die Champagner-Truffes hier einzigartig, „die weltbesten“!

 

Zürich, Schweiz, Teuscher

 

Das Zürcher Fraumünster ist weltbekannt für seine berühmten Chagall-Fenster. Aufgrund des grossen Andranges kann man diese leider nicht mehr kostenlos besichtigen, neu kostet der Eintritt CHF 5. Weniger bekannt ist der Torbogen an der Seite der Kirche. Ennio erweist sich als wandelndes Geschichtsbuch und erklärt mir, dass die Damen im Mittelalter erst durch den Torbogen mussten um zu prüfen, ob sie mit ihren Krinolinen-Kleidern auch durch den Kircheneingang passten.

 

Zürich, Schweiz, Frauenmünster

 

Ueber die Münsterbrücke geht’s mitten ins Zürcher Niederdorf. Dabei erzählt mir Ennio, dass der Reiseführer für Zürich von Lonely Planet ein totaler „Lölireiseführer“ (sprich: unbrauchbar) sei. Dort stehe doch tatsächlich drin, dass das Zürcher Wasser nicht gut, da verkalkt sei. Das hätte ihn so sauer gemacht, er hätte beinahe beim Verlag angerufen und das richtig gestellt…

 

Wir stehen vor dem Grossmünster. Natürlich habe ich gewusst, dass es in Zürich ein Fraumünster und ein Grossmünster gibt, aber ich konnte mir nie merken, welche Kirche welche ist. Nicht verzagen, Ennio fragen, er hat die perfekte Eselsleiter für mich parat: Aus dem Fenster des Grossmünsters schaut nämlich Karl der Grosse mit einer goldigen Krone in Richtung Südwesten. Warum das so ist, weiss Ennio nicht mehr, aber mir hat er mit gross und gross sehr geholfen!

 

Zürich, Schweiz, Grossmünster, Karl der Grosse

 

Mitten im Niederdorf, genauer in der Froschaugasse, befindet sich der Comics Shop. Hier deckt sich Ennio mit Geschichten von Superman über Batman bis hin zu Tim & Struppi ein. Auch wenn du dich für Comics nicht interessierst, ist ein Spaziergang vom Rindermarkt durch die Froschaugasse bis zum Predigerplatz allemal erlebenswert. Plus: Du würdest so direkt zum Barfüsser gelangen (du erinnerst dich: Die beste Suhsi-Bar der Stadt!).

 

Es ist Zeit für eine weitere Pause oder besser gesagt, fürs Nachtessen. Im Niederdorf hat man die Qual der Wahl. Wir entscheiden uns ganz Währschaft für den „Bluetige Duume“, bzw. offiziell Rheinfelder Bierhaus (nicht zu verwechseln mit der Bierhalle!) genannt. Unser Schnipo (Wiener Schnitzel mit Pommes) kostet hier CHF 26.50, für Zürcher Verhältnisse recht moderat.

 

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Ueber die Rathausbrücke geht es wieder auf die andere Seite der Limmat. Irgendwo in einer klitzekleinen Gasse (Schwanengasse – ich weiss nicht, ob ich das noch finden würde), befindet sich das Old Crow, Ennios Lieblingsbar. „Hier sind Profis am Werk, keine Götschli!“ so seine Worte. Oder wie es die NZZ sagt: „Einer der Orte schlechthin für anspruchsvolle Trinker!“ Und ich kann diese Aussagen nur bestätigen. Wir haben Glück und erwischen einen der letzten Plätze an der Bar. Kurz darauf ist der Laden voll und die Leute stehen überall in den Gängen. Die Regale an den Wänden sind bis zur Decke gefüllt mit Flaschen – nicht zur Dekoration, nein, die werden für Drinks verwendet und der Barkeeper weiss ganz genau, welche Flasche wo steht. Hinter dem Tresen steht der Besitzer höchst persönlich. Ein Blick in die Karte ist gar nicht nötig, frag den Barkeeper und er wird dir den perfekten Drink mischen – für mich war es ein Seabreeze – cheers!

 

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Folge mir um die Welt (…und Ennio durch Zürich)!

Dresden – beeindruckende Schönheit im Osten Deutschlands (Teil I)

Nun war es also soweit, ich sollte meine erste Stadt in der ehemaligen DDR besuchen. Bis auf Berlin und die Ostseeküste war mir der Osten Deutschlands bisher gänzlich unbekannt gewesen. Ich war gespannt – und wurde nicht enttäuscht!

 

Dresden, DDR, Ostdeutschland, Deutschland

 

Die Anreise vom Flughafen war super unkompliziert: Mit der S2 in rund 20 Minuten zum Bahnhof Neustadt und von dort weiter mit der 11 in Richtung Altstadt. Wir hatten ein Zimmer im Holiday Inn City gebucht – perfekte Lage: Hinter dem Hotel die Altstadt und vor dem Hotel die Prager Strasse, Dresdens Einkaufsmeile, die ich im Vergleich zu anderen deutschen Städten eher enttäuschend fand.

 

Die Altstadt Dresdens ist ein Selbstläufer: Ob Frauenkirche, Residenzschloss, Semperoper oder Zwinger, alles ist sehr dicht beieinander. Man müsste sich schon sehr ungeschickt anstellen, um eines dieser eindrücklichen Gebäude zu übersehen. Nicht umsonst wird diese wunderschöne Stadt auch Elbflorenz genannt.

 

Die Frauenkirche, Dresdens bekannteste Sehenswürdigkeit, strahlt seit 2005 wieder in voller Pracht. Schau selber:

 

Dresden, DDR, Ostdeutschland, Deutschland, Frauenkirche

 

Dresden, DDR, Ostdeutschland, Deutschland, Frauenkirche

 

Graffiti aus dem 19. Jahrhundert: Der Fürstenzug! Auf 102 Meter wurden Adlige auf rund 23‘000 Fliesen aus Meissner Porzellan verewigt. Fürst August, ein Schwerenöter und Frauenheld, soll den Damen tatsächlich nachblicken, wenn man am Bild vorbeiläuft. Probiers aus, es ist der sechste Reiter von rechts ;- )

 

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Beeindruckend auch das Residenzschloss mit dem 101 Meter hohen Turm. Bis jetzt darf kein Gebäude in Dresden höher sein als dieser Turm. Mal schauen, wie lange dieses Gesetz noch gilt.

 

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„Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens“, schrieb Gerhard Hauptmann über die Bombenangriffe der Alliierten im Februar 1945, die große Teile der Stadt zerstörten, u.a. auch die berühmte Semperoper. Wie viele andere Gebäude auch, wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut und genau 40 Jahre später wiedereröffnet.

 

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Der Dresdner Zwinger ist keine Festung, sondern ein barocker Gebäudekomplex mit Gartenanlage. Auch hier wird nach wie vor gebaut und renoviert. Wir verzichten auf den Museumsbesuch, spazieren aber über die Festungsanlage.

 

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Eigentlich möchten wir – wie alle Touristen – den Kuppelaufstieg der Frauenkirche machen, um die Aussicht auf Dresden zu geniessen. Allerdings ist diese genau zu dem Zeitpunkt, als wir dort sind, für einige Stunden geschlossen. Der Zufall führt uns zur nicht weit weg entfernten Kreuzkirche. Auch hier kann man auf den Turm und – Achtung, Geheimtipp! – die Klettertour über 256 Stufen ist erst noch günstiger (€ 8 in der Frauenkirche, € 4 in der Kreuzkirche). Zudem denke ich, dass die Aussicht vom Turm der Kreuzkirche schöner ist, weil man von dort direkt auf die Frauenkirche blickt! Später erfuhren wir, dass die sehr schlichte Kreuzkirche inoffiziell für die Dresdner selber sei, während die opulente Frauenkirche für die Touristen sein soll.

 

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Während wir Dresden bei Tag alleine auskundschaften, buchen wir eine Nachtwächtertour, um Dresden im Dunkeln zu entdecken. Der Rundgang über Theaterplatz, Zwinger, Schlossplatz, Brühlsche Terasse und Neumarkt mit Frauenkirche zeigt uns zwar nichts Neues, aber die unterhaltsamen Geschichten und pikanten Anekdoten des Nachtwächters sind die € 15 allemal wert. Wie sonst hätte ich erfahren, wo sich Dresdens öffentlicher Penis befindet (nein, ich habe ihn nicht fotografiert…) oder dass man in Dresden kein Sächsisch, sondern Meissner Kanzleideutsch spricht? Hättest du gewusst, dass man in Meissen hart arbeitet, in Leipzig (an der Messe) hart handelt und dafür in Dresden hart feiert?? Der Nachtwächter weiss es…

 

 

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Geheimtipp: Unverhoffte Aussicht auf die Manhattan Skyline (USA)

Sowohl in meinem Beruf als auch während meinen Reisen bin ich zwar gerne spontan, ziehe es aber doch vor, zumindest einen Plan zu haben. Ob der dann eingehalten wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein unglückliches Ereignis bescherte uns bei einer geplanten Fahrt mit der Fähre auf dem East River in New York unverhoffte Aussichten auf die Skyline von Manhattan. Aber lass mich dir die Geschichte von Anfang an erzählen:

 

Du hast sicher schon gehört, dass du umsonst mit der Staten Island Ferry fahren kannst und dabei eine wunderbare Aussicht auf die Manhattan Skyline hast.

 

New York, Manhattan, USA, Geburtstagsfeier, Staten Island Ferry

 

Wir hatten diesen Ausflug gerade beendet, als wir entschieden, mit der East River Fähre vom Pier 11 bei der Wall Street bis zur 34. Strasse hochzufahren. Das war mal was anderes als zu Fuss zu gehen oder mit der Metro zu fahren.

 

Wir lösten ein Ticket für $ 2.75 und stellten uns in irgendeine Schlange. Die Beschriftung der Fähren fand ich etwas unübersichtlich. Wir hatten keine Ahnung, ob wir bei der richtigen Linie anstanden, aber von sechs Fähren fuhren vier zur 34. Strasse, so falsch konnten wir nicht sein. Ausserdem hatte ich vor, den Kontrolleur zu fragen, bevor ich aufs Boot ging. Aber wie so oft, kam es anders, als geplant: Kurz bevor ich aufs Boot konnte, knallte der Wind ein Fahrrad gegen mein Bein. Ich war wütend, weil irgendein Depp sein Fahrrad dort hingestellt hatte, wo es gar nicht hingehörte und ich war genervt, weil mein Bein schmerzte und weil ich mit Sicherheit einen grossen, blauen Fleck davon tragen würde. Vor lauter Aufregung stolperten wir auf das erst beste Boot und ich vergass nachzufragen, ob wir auf der richtigen Fähre sassen… Als die Fähre ablegte und wir unser Ticket vorzeigen mussten, kam ich endlich dazu zu fragen, ob diese Fähre zur 34. Strasse ging. Der Angestellte lachte schallend los und sagte „Nein, wir fahren nicht in den Norden, wir fahren in den Süden!“. Als er unsere entsetzten Gesichter sah, erklärte er uns, wie wir umsteigen müssten, um auf die richtige Fähre zu kommen. Wir verstanden kein Wort… Wir fragten einen anderen Angestellten, auch seine Erklärung verstanden wir nicht. Schliesslich fragten wir die Verkäuferin vom Schiffskiosk. Sie konnte uns sofort weiterhelfen, gab uns ohne weiteren Aufpreis ein neues Ticket und erklärte, dass wir beim nächsten Stopp (Sunset Park) aussteigen und dort in die pinkfarbene South Brooklyn Linie einsteigen und bis DUMBO (Down Under Manhattan Bridge Overpass) fahren sollten. In DUMBO mussten wir dann auf die blaue East River Linie wechseln.

 

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New York, Manhattan, USA, Geburtstagsfeier, East River Ferry

 

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Auch auf dieser Fähre wandten wir uns direkt an die freundliche Dame vom Schiffskiosk, erklärten unser Dilemma und erhielten problemlos ein neues Ticket, ohne dass wir etwas dazu zahlen mussten. Nun konnten wir den letzten Teil bis zur 34. Strasse in Angriff nehmen. Dies war mit Abstand der schönste Abschnitt, den kann ich dir nur empfehlen. Mein Lieblingsbild ist definitiv die beleuchtete Manhattan Bridge in der Dämmerung:

 

New York, Manhattan, USA, Geburtstagsfeier, East River Ferry

 

Alles in allem waren wir sicher 1 ½ Stunden unterwegs gewesen. Vorteil war, dass wir unsere Odyssee gegen 17 Uhr (im Oktober) gestartet hatten. Somit sahen wir die Skyline nicht nur in der Dämmerung, sondern auch während der Dunkelheit.

 

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Also, zusammengefasst für deine Planung: Du fährst ab Pier 11 mit der blauen East River Linie via DUMBO den East River hoch bis zur 34. Strasse. Die Fahrt dauert rund 45 Minuten. Während dieser Zeit hast du links eine fantastische Aussicht auf die Manhattan Skyline und rechts hast du die Hochhäuser von Williamsburg im Blick. Ich finde diese Aussicht einiges eindrücklicher als diejenige von der Staten Island Ferry aus. Da lohnt sich der Einsatz von $ 2.75!

 

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Mallorca für Geniesser: Vom Markt in Artà zum vermeintlichen Geheimtipp Cala Torta

…und dann war da noch dieser bezaubernde Ort Artà im Osten der Insel. Aufgefallen war mir der besondere Name schon bei der Durchfahrt zu meiner Unterkunft in Cala Ratjada. Als mir meine Freundin dann auch noch mitteilte, dass jeweils dienstags in Artà Markttag ist, war der Dienstag fix gebucht.

 

Ich war mal wieder früh unterwegs – zu früh! Das war zwar super, um mein Auto in Artà zu parken, aber die Marktstände wurden grad erst aufgebaut, da gab es noch nichts zu sehen. Grund genug, durchs Dorf und die vielen Treppenstufen hoch zur Wallfahrtskirche Sant Salvador zu schlendern. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über die Umgebung bis hin zum Meer.

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Arta, Markt

 

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Eine erste Pause gab es im Café La Bicicleta, mit bestem Blick auf das beginnende Markttreiben. Von Obst, Gemüse, Kleidung, Tee und Gewürzen bis zu Stoffen und Handwerk gibt es alles zu kaufen.

 

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Aber Artà lebt nicht nur vom Markt, sondern auch von den vielen kleinen Geschäften in der Fussgängerzone. Wer auf der Suche nach Accessoires und Dekomaterial ist, ist hier genau richtig. Das meines Erachtens charmanteste Café in Artà ist das Café Parisien. Der zauberhafte Innenhof des Cafés lädt ein zum Verweilen und lässt das Marktgewusel für einen Moment vergessen.

 

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Nicht nur Artà war mir aufgefallen, sondern auch der alte, verblichene Wegweiser zur Cala Torta am Ortsausgang. Was kann das für eine Bucht sein, die sich „Torte“ nennt?? Ich musste es herausfinden, Zeit hatte ich genug. Von Artà aus fuhr ich rund 10 Kilometer auf einer engen, kurvigen Asphaltstrasse in Richtung Meer. Es war mitten am Nachmittag, ich war praktisch alleine unterwegs. Wer zum Strand wollte, war bereits da und für die Heimkehrer war es noch zu früh. Die letzten paar Hundert Meter bestehen aus Schotter und Schlaglöchern, ich war froh um meinen 4×4-Mietwagen. Auf dem Parkplatz am Ende der Strasse waren bereits einige Autos geparkt – ganz alleine war ich nicht…

 

Der Fussweg bis zum Meer führte rund 10 Minuten durch den Sand. Und dann lag sie vor mir, diese traumhaft schöne Bucht mit herrlichem Sandstrand und glasklarem, türkisfarbenen Wasser – ich war hin und weg! Und ich war überzeugt, einen Geheimtipp entdeckt zu haben. Ausser mir war ganz sicher kaum jemandem dieser unscheinbare Wegweiser aufgefallen.

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Cala Torta

 

Mallorca, Spanien, Balearen, Cala Torta

 

Am Strand gibt es eine kleine Bar, die Snacks anbietet, zudem verkauft eine Einheimische lautstark Kokosnüsse – aber das wars dann auch schon. Links und rechts vom Strand führen schmale Fusswege durch die Felslandschaft. Hier kann man schöne Wanderungen bis zur Cala Mesquida machen.

 

Da es sehr windig war, hatte es relativ wenig Leute am Strand. Ich war begeistert. Einige Fotos schickte ich sofort nach Hause, berichtete von meinem vermeintlichen „Geheimtipp“. Da kam doch tatsächlich postwendend die Antwort von einer Freundin zurück, mit Foto von der Cala Torta, allerdings im Hochsommer, ziemlich voll, Badetuch an Badetuch, Sonnenschirm an Sonnenschirm. Ich schätze mal, die Cala Torta ist doch kein Geheimtipp, aber wunderschön ist sie allemal!

 

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Tipp für die Sportskanonen unter uns: Von Cala Ratjada aus kann man die 20 km auch mit dem Rad fahren. Von Artà aus geht es meistens abwärts – aber denk dran, du musst ja auch wieder nach Hause fahren…

 

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Insider Tipp: Wiesbaden (Deutschland)

Insider Tipp Wiesbaden DeutschlandNachdem wir letzte Woche über Frankfurt gesprochen haben, ist es ein guter Moment, in Hessen zu bleiben und dir ein paar Insider Tipps zu Wiesbaden zu geben. Christine, die uns auch schon Tipps zu Shanghai verraten hat, kennt sich aus!

 

 In welchem Verhältnis stehst du zu Wiesbaden?

 

Dort bin ich geboren und habe meine ersten 41 Jahre hier gewohnt.

 

 

 Was macht Wiesbaden für dich so besonders?

 

Eine schöne und grüne Stadt, mit attraktiven und sehenswerten Wohnvierteln, Mainz und der Rheingau in Sichtweite – kurz: Ein guter Platz zum Leben.

 

 

 Welche Sehenswürdigkeit muss man in Wiesbaden gesehen haben?

 

Fahrt mit der Bahn rauf zum Neroberg, Kurhaus plus Kurpark, Wohngebiet Rheingauviertel mit seinen Altbauten und Kneipen, Alter Friedhof, Biebricher Schloss plus Schlosspark, Rheinufer, Opelbad

 

 

 Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Wiesbaden?

 

Im Café Klatsch im Rheingauviertel.

 

 Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Wiesbaden? Warum?

 

Das Lokal (so der Name) am Sedanplatz, weil das Essen bestens ist, die Atmosphäre locker, mitten in der Stadt – und ich mit diesem Ort unterschiedlichste sehr schöne Erinnerungen verbinde.

 

 Wo habe ich die beste Aussicht auf Wiesbaden?

 

Neroberg bzw. Opelbad

 

 

 Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Wiesbaden?

 

Schützenhaus an der Fasanerei / Sommerliche Vorabendstimmung mit Blick auf die Lichter der Stadt vom Opelbad aus

 

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Insider Tipp: Kapstadt (Südafrika)

Insider Tipp, Kapstadt, Südafrika…und grad habe ich nochmals Insider Tipps für Kapstadt bekommen! Die Schweizerin Franziska von  African Spirit Tours lebt schon seit mehreren Jahren in Südafrika und kann dir u.a. eine massgeschneiderte Südafrika-Reise zusammenstellen. Hier sind ihre Tipps:

 

In welchem Verhältnis stehst du zu Kapstadt?

Einwohnerin, Auswanderin, mein Lieblingsplatz

 

Was macht Kapstadt für dich so besonders?

Landschaft, Lebensqualität, Meer & Berge, Weine

 

Welche Sehenswürdigkeit muss man in Kapstadt gesehen haben?

Tafelberg (und alle dazugehörigen Gipfel), Zeitz MOCAA, Kap der Guten Hoffnung

 

Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Kapstadt?

In einem der vielen originellen Kaffeehäuser – keine Präferenz, kommt ganz auf die Stimmung drauf an. Zwischen Melkbos und Scarborough gibt es etwa 100.

 

Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Kapstadt? Warum?

Für den Moment Janse & Co und Bardelli’s, aber da ändert sich fast täglich, auch da kommt die Stimmung hinzu. Zudem gibt es fast wöchentlich Neueröffnungen bzw. Schliessungen.

 

Wo kann man in Kapstadt am besten shoppen? Und was?

Mode und Deko, natürlich auch Gewürze und Möbel

Kloof Street: Deko und Boutique Kleider

V&A Waterfront: lokale und internationale, Mainstream und Haut-Couture Kleiderläden

Woodstock: Vintage in allen Belangen

 

Welches Souvenir sollte man von Kapstadt mit nach Hause nehmen?

Afrika-Luft, Sonne und Meergeruch. Alles andere am besten memorisieren oder fotografieren.

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Kapstadt?

Tafelberg und Signal Hill, sowie Milnerton/Blouberg

 

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Kapstadt?

Woodstock

 

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Insider Tipp: Kapstadt (Südafrika)

Südafrika, Kapstadt, Dorian and BasilPia, die deutsche Besitzerin, vom Dorian and Basil, lebt seit längerer Zeit in Kapstadt und kennt die Stadt in- und auswendig.

 

In welchem Verhältnis stehst du zu Kapstadt?

Nach vielen Jahren des Reisens um die Welt bin ich vor 20 Jahren auf Kapstadt gestossen und habe mich gleich schockverliebt. Seitdem ist es zu meiner zweiten Heimat geworden; ein Ort der mir immer das Gefühl gibt, angekommen zu sein.

 

 

 Was macht Kapstadt für dich so besonders?

Die Kombination aus quirliger Großstadt, lebendigem Meer, atemberaubender Natur und vielschichtiger Kultur ist einmalig und gibt diesem Ort am Ende des afrikanischen Kontinents ein ganz spezielles Flair. Aus jedem Blickwinkel spürt und sieht man den Tafelberg, der beschützend um die Stadt herum liegt und immer wieder für eine spektakuläre Kulisse sorgt.

Für Europäer ist es leicht, sich in Kapstadt zurecht zu finden und die Menschen hier, zusammengewürfelt aus allen Kulturen der Welt, haben eine gewisse Leichtigkeit durch den Alltag zu gehen, die ich in Europa oft vermisse.

 

 Welche Sehenswürdigkeit muss man in Kapstadt gesehen haben?

Den Tafelberg zu erklimmen und die Stadt von oben zu sehen, ist sicherlich eines der Highlights. Aber durch die Stadt zu bummeln, Green Market Square und District Six Museum  mit seinen afrikanischen Wurzeln, Bo-Kaap Viertel mit vorwiegend indischem/ cape-malay Ursprung, die cosmopolite Waterfront mit Hafen und dem neuem Mocaa Museum sind alles Punkte, die auf einer „to-see“ Liste nicht fehlen sollten!

Die Schönheiten um Kapstadt herum wie Chapman´s Peak, Kap der guten Hoffnung und die Winelands gehören unbedingt auch dazu..ach und es gibt noch so vieles mehr..:)

 

 

 Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Kapstadt?

Das Truth Café in downtown auf der Buitenkant Street hat die besten Baristas und es macht Spass zuzuschauen, wie sie ihre Coffee Art zaubern, ..manchmal Herzen oder Bärchen oder Blumen! Der beste Kaffeegenuss aus eigener Rösterei mit hippen Leuten und stylischem Interieur. Bei uns am Bloubergstrand immer wieder gerne das Illy Cafe in Eden on the Bay, weil es den schönsten Blick auf den Strand, den Tafelberg und die Surfer bietet!

 

 Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Kapstadt? Warum?

Das Manna Epikure auf der Kloofstreet  ist seit Jahren mein Lieblingsplatz zum Lunch, aber es gibt soviele gute Restaurants mit hervorragendem Speiseangebot und guten Preis-/Leistungsverhältnis, dass es jedem Gourmet den Atem verschlägt! Mein Top-Favorit ist etwas ausserhalb in den Winelands und meiner Meinung nach das Non plus ultra am Kap – Babel! Alles was auf den Teller kommt, ist aus dem eigenen Garten der wunderschönen Farm Babylonstoren und wenn Liebe durch den Magen geht, dann spürt man es dort ganz besonders! Leider mittlerweile nur mit langer Vorab- Reservierung zu geniessen;)

 

 

Wo kann man in Kapstadt am besten shoppen? Und was?

Ich liebe die kleinen Geschäfte auf der Long-/ und Kloofstreet. Oft lokale Designer, die Ihre Kreationen zu vernünftigen Preisen geschmackvoll präsentieren. Auch auf dem hippen Wochenmarkt am Samstag in der Old Buiscuit Mill in Woodstock gibt es Ausgefallenes und meine Lieblingsschuhe werden von espadril.co.za angefertigt, südafrikanische handgefertigte Dessous von netterose.com und die allerschönsten Handtaschen macht meine Freundin Carmen aus der Schweiz, die seit vielen Jahren hier lebt, mit viel Liebe und Gespür für internationalen chic  –  durchzug.biz

 

 

Welches Souvenir sollte man von Kapstadt mit nach Hause nehmen?

Ein bisschen weissen Sand vom Bloubergstrand (unser HausstrandJ) eine Flasche guten Wein (Ladybird organic Merlot) und die wundervollen Erinnerungen eines Urlaubs, den man so schnell nicht vergisst und mit den Mitbringseln zu Hause wiedererleben kann!!

 

 

 Wo habe ich die beste Aussicht auf Kapstadt?

Natürlich vom Tafelberg aus, aber Signal Hill gibt einem das Gefühl, näher dran zu sein, besonders kurz vor Sonnenuntergang wenn langsam die Lichter der Stadt angehen und der Horizont die Rosa-Farbskala durchwandert, ist es einfach atemberaubend!! Dazu eine Decke und eine Flasche Wein in netter Begleitung…unbezahlbar!

 

 

 Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Kapstadt?

Wer es schafft den 1. Donnerstag im Monat hier zu sein, kann in der Stadt den „First Thursday“ erleben. Alle Galerien und Geschäfte sind bis nachts geöffnet und es macht Spass, sich die ganzen verrückten Leute anzuschauen und durch die Bree/Long/Loopstreet zu wandern und Sachen zu entdecken, die einem vorher nie aufgefallen sind. Alle Cafes und Restaurants sind voll, überall stehen Leute bei einem Glas Sekt oder Wein. Ein solcher social event ist ein wirkliches Erlebnis für alldiejenigen, die gerne unter Menschen sind.

Ansonsten ist die Lagune vor Langebaan, mit seinem karibisch-warmen Wasser und weissem Sand immer einen Schwimmausflug wert, da unsere Ozeane ja doch eher Kneipp-Charakter haben!

 

Folge mir um die Welt!