Naher Osten

Ab in die Wüste: Ras al Khaimah (VAE)

Hast du schon mal daran gedacht, in Ras al Khaimah deine Ferien zu verbringen? Ich kann es dir nur empfehlen! Du weisst nicht, wo Ras al Khaimah liegt? Das ist schnell erklärt: Die Vereinigten Arabischen Emirate bestehen aus sieben Emiraten. Dubai ist bekannt, Abu Dhabi wahrscheinlich auch, und ein weiteres Emirat ist Ras al Khaimah – „an der Spitze des Zeltes“ heisst das übrigens wörtlich übersetzt.

 

Dieses kleine Emirat ist mein persönlicher Favorit, wenn es darum geht, dem nebligen Herbst oder dem dunklen Winter zu entfliehen und Sonne zu tanken. Nach nur sechs Stunden Flug hat man die kalte Schweiz hinter sich gelassen und landet in Dubai. So gerne ich Dubai mag, Badeferien möchte ich dort nicht machen. Da fahre ich lieber noch eine Stunde weiter – nach Ras al Khaimah. Die Stadt an und für sich ist weder schön noch sehenswert. Viel zu machen gibt es im Wüstenstaat auch nicht, aber nach ein paar hektischen Wochen und Monaten bei der Arbeit war das auch gar nicht meine Absicht, ich wollte einfach nur auf dem Liegestuhl liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Nicht nur, was die Aktivitäten anging, war in diesem Urlaub nichts los gewesen, auch das Wetter war total langweilig: Jeden Tag Sonne von morgens bis abends, jeden Tag 34 Grad heiss und jeden Tag war das Meer 30 Grad warm – wie gesagt: langweilig, aber…herrlich!

 

Ras al Khaimah, Hilton, VAE

 

Und wenn man dann noch das perfekte Hotel für dieses Vorhaben findet, ist die Erholung garantiert! Es kommt nicht oft vor, aber in Ras al Khaimah werde ich zum Wiederholungstäter: Ich war vor fünf Jahren zum ersten Mal im Hilton Resort und Spa Hotel, jetzt zum zweiten Mal und die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum ich so lange gewartet habe, bis ich wieder hier her gekommen bin. Die Hotelanlage ist riesig, allerdings so schön angelegt, dass sich die Gäste wunderbar verteilen und man nie das Gefühl hat, mit dem Massentourismus konfrontiert zu werden. Für jeden gibt es eine super bequeme Liege – was aber selbstverständlich die hard core Touristen nicht davon abhält, morgens früh um sechs die Wunschliege zu reservieren oder noch dreister, am Vorabend einen Angestellten mit ein paar Scheinchen zu bestechen, damit dieser am nächsten Tag das Badetuch am richtigen Platz hinterlegt…

 

Ras al Khaimah, Hilton, VAE

 

Im Salzwasserpool lassen sich problemlos Längen schwimmen.

 

Ras al Khaimah, Hilton, VAE

 

Der lange Sandstrand lädt zum Spazieren ein und im sauberen, lauwarmen Meer lässt sich herrlich auf einer Luftmatratze entspannen. Der Durst lässt sich an der Sunset Bar mitten im Pool stillen. Was will man mehr?

 

Ras al Khaimah, Hilton, VAE

 

Ich habe mir im hoteleigenen Spa ein Massagepaket gegönnt: three steps to heaven! Es wurde nicht zu viel versprochen. Bereits nach wenigen Minuten war ich tiefenentspannt!

 

Ras al Khaimah, Hilton, VAE

 

Nach fünf Tagen Liegestuhl war das Ziel erreicht: Die Arbeit war vergessen und meine Batterien wieder aufgeladen.

 

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Insider Tipp: Tel Aviv (Israel)

Roger M. verrät uns seine Insider Tipps über Tel Aviv: Insider Tipps Tel Aviv

 

Was macht Tel Aviv für dich so besonders?

In nur vier Stunden fliegt man von der Schweiz in diese junge, hippe Stadt am Meer, wo man mediterranes Feeling geniessen darf.

 

 

Welche Sehenswürdigkeit muss man in Tel Aviv gesehen haben?

Mit dem Fahrrad die Stadt entdecken: Ueberall sieht man die Stationen, die die grünen Drahtesel bereit halten. Mit der Kreditkarte ein Abo lösen zB für einen Tag, Code wählen, Fahrrad auswählen und los gehts. An jeder Station, kann das Rad wieder abgegeben werden und mit dem Code später wieder ein Fahrrad bezogen werden.

 

 

Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Tel Aviv?

Cofix

Wie Ihr vielleicht wisst hat Starbuck in Israel pleite gmacht. Israelis essen und trinken gerne und oft auswärts, aber Preis- Leistung müssen stimmen. Neben vielen Bars und Kaffee’s ist das Cofix eine günstige Alternative. Hier gibt es guten Kaffee und anderes für einen Fixpreis von 5 Schekel.

 

 

Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Tel Aviv? Warum?

Es gibt so viele gute Restaurants in Tel Aviv, hier eine Auswahl von meinen Lieblingen:

 

Giraffe Noodle Bar (גירף נודל בר)

Ramen / Noodle House and Asian Restaurant

49 Ibn Gabirol St., Tel Aviv, Israel

Unbedingt den Portobello Mushroom probieren und die indonesischen Sachen.

 

Yakimono

Sderot Rothschild 19

Sehr gutes japanisches Restaurant, ich kann das Tasting Menu für 2 Personen für NIS 180 pro Person sehr empfehlen.

 

Bistro 60

Sha’arei Nikanor St 25 Yafo

Gemütliches Bistro in der Altstadt von Yafo.

 

Piazza

Dizengoff 99, Tel Aviv (neben Bauhaus Center)

Sehr gut für Pizza und Spaghetti. Mein Favorit sind die Gnoggi mit Steinpilzen und Maroni.

 

The Old Man & The Sea (הזקן והים)

Jaffa Port, Tel Aviv, Israel

Beim Hafen in Jaffa gibt es zahlreicht Möglichkeiten etwas zu essen und trinken – Etwas touristisch, aber gut.

 

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Tel Aviv?

In diesem Restaurant: Abulafia – Jaffa, S7 Yefet Street, Jaffa

Unbedingt auf’s Dach gehen um zu essen, gute Aussicht geniessen. Fisch ist sehr zu empfehlen. Sehr freundlicher Service.

 

 

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Tel Aviv?

Gavrielov Hairdressing

Ben Yehuda 123, Tel Aviv, Israel

 

 

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Tel Aviv (Israel) ist eine Reise wert

Israel, ein Land, das nicht zur Ruhe kommt. Aktuell finde ich es aufgrund der politischen Lage nicht empfehlenswert, nach Israel zu reisen. Meine Reise nach Tel Aviv liegt allerdings schon ein Jahr zurück. Zu dem Zeitpunkt war es, abgesehen vom Syrien-Konflikt, relativ ruhig. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mit einem mulmigen Gefühl nach Tel Aviv geflogen bin und dies auch während des ganzen Aufenthaltes nicht ablegen konnte. Ich musste immer wieder an den Bombenanschlag denken, der vor einigen Jahren mitten in der Fussgängerzone stattgefunden hatte. Doch Roy, mein israelischer Bekannter, beruhigte mich, er meinte, solche Anschläge passierten nur in Friedenszeiten, während Kriegszeiten wie jetzt grad gäbe es keine Selbstmordattentate… Die Einwohner Tel Avis haben eine sehr pragmatische Lebenseinstellung: Sie können das Leben nicht ändern, also feiern sie es!

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich war begeistert von der spannenden Stadt Tel Aviv, den freundlichen, schönen Einwohnern und der vielfältigen Kultur. Die Metropole im Nahen Osten pulsiert voller Leben, die Bild-Zeitung sagt es treffend: „Hier wohnen Zuversicht und Lebensfreude Tür an Tür.“

 

Mit seinem mediterranen Klima, dem herrlichen 14 km langen Sandstrand, Szene-Bars, Top-Restaurant und unzähligen Boutiquen ist Tel Aviv die perfekte Destination für eine Städtereise. Während bei uns noch frische Frühlingstemperaturen herrschen, kann man in Israel bereits ab März bis November im Meer baden. Dass Kampfflugzeuge über einen hinwegfliegen, während man am Strand liegt, ist gewöhnungsbedürftig, doch ich glaube, die Einheimischen nehmen diese schon gar nicht mehr wahr. Sie geniessen das Leben, schieben die politischen Schwierigkeiten beiseite und spielen Matok, eine Art Beach Volleyball, am Strand.

 

Tel Aviv

 

Schattige, grosszügige Boulevards führen durch die Innenstadt. Der Gegensatz dazu sind die kleinen, engen Gassen der Altstadt von Jaffa, eine der ältesten Städte der Welt, nur einen Katzensprung entfernt von Tel Aviv.

 

Wir haben alle wichtigen und unwichtigen Ecken der Stadt zu Fuss abgeklappert – unter anderem hat unser Weg auch in die Nahalat Binyamin Strasse geführt. Dort findet jeweils freitags und dienstags ein Künstlermarkt statt. Viele Shops und Cafés laden zum Verweilen ein. Ein weiterer Markt ist der berühmte Carmel Markt, dieser findet jeweils freitags und sonntags statt. Hier kann man die kulinarischen Genüsse Israels entdecken und kosten.

 

Carmel Market, Tel Aviv

 

Mein Lieblingsstadtteil ist Neve Tzedek, übersetzt „Oase der Gerechtigkeit“, das erste jüdische Wohnviertel ausserhalb Jaffas. Was noch vor 40 Jahren ein Slum war, ist heute ein Touristen- und Shopping-Hot Spot. Reiche und Schöne flanieren durch die schmalen Gassen. 125jährige Häuser beherbergen Galerien, Schmuck- und Schuhläden – das Shoppingfieber hat uns schnell gepackt.

 

Jeder Architektur-Interessierte wird sich am Bauhaus-Erbe der „Weissen Stadt“ erfreuen. 4000 Gebäude gibt es davon zu sehen, nicht umsonst wurde die Stadt vor zehn Jahren von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Ich persönlich war allerdings etwas enttäuscht, mir schienen die Gebäude sehr heruntergekommen und nicht gepflegt.

 

Bauhaus Tel Aviv

Die Manshia Train Station in Jaffa ist 1892 gebaut worden. Nachdem der Bahnhof rund 60 Jahre stillgelegt wurde, beherbergt er nun frisch restauriert Galerien, Boutiquen, Restaurants und Cafés.

 

Wir übernachteten im Leonardo Hotel Basel, nur durch die Hauptstrasse vom Strand getrennt. Sowohl der Hafen als auch die berühmte Dizengoff Strasse sind sehr gut zu Fuss erreichbar. Unser Zimmer war zwar extrem klein, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, für eine Städtereise brauche ich nicht mehr.

 

Wissen sollte man, dass der Sabbat im Judentum der Ruhetag ist. Jeweils von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am Samstag soll keine Arbeit verrichtet werden. In dieser Zeit, fahren zum Beispiel keine Züge vom Flughafen in die Stadt. Aber auch die Kaffeemaschine und der Lift im Hotel sind dann nicht in Betrieb!

 

Was ich sehr anstrengend fand, waren die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen. In Basel muss man drei Stunden vorher am Flughafen sein. Nachdem Zufallsprinzip werden einige Passagiere herausgepflückt und ihr Handgepäck wird peinlichst genau durchsucht – 3x dürft ihr raten, wem das passiert ist… Mir nicht ,aber meiner Reisebegleitung! Schlimmer war dann das Prozedere in Tel Aviv beim Rückflug: Zwei Mal wurde man befragt und zwei Mal wurden mir die genau gleichen Fragen gestellt: Warum bist du in Israel? Wie lange bist du in Israel? Sprichst du Hebräisch? Hast du den Koffer selber gepackt? Hast du Geschenke angenommen? Warum bist du in den Arabischen Emiraten gewesen (gemäss Stempel in meinem Reisepass)? Wie oft bist du in den Arabischen Emiraten gewesen? Danach wird das aufzugebende Gepäck durchleuchtet, mit dem Handgepäck kann man zum Check in Schalter vorrücken. Das Check in muss man sich wiederum mit einer langen Wartezeit verdienen, danach darf man sich in die nächste Schlange vor dem Zoll einreihen. Wir hatten je einen kleinen Handgepäck-Koffer dabei. Dieser wurde nach dem Zoll durchleuchtet, danach wurde jeder einzelne geöffnet, man musste alles auspacken und es wurde alles abgesucht und abgetastet. Knappe zwei Stunden hat die ganze Prozedur gedauert. Doch man darf sich davon nicht abschrecken lassen, Tel Aviv ist wirklich eine Reise wert!

 

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