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Ein Spaziergang zum Wasserschloss (Brugg, Schweiz)

Beim berühmten Wasserschloss der Schweiz handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eine einzigartige Flusslandschaft in der Region Brugg im Kanton Aargau. Hier kommen die drei Flüsse Aare, Reuss und Limmat zusammen, bevor die Aare bei Koblenz in den Rhein fliesst.

 

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Vom Bahnhof Brugg her kommend gehst du entlang dem Stahlrain, vorbei an der Feuerwehr Brugg und dem Sportzentrum Mülimatt. Folge dem Fussweg entlang der Aare auf der Windischer Seite flussabwärts. Nach rund 15-20 Minuten erlebst du das Wasserschloss in seiner ganzen Schönheit.

 

Die Eisenbahnbrücke führt dich über die Reuss nach Vogelsang. Von der Brücke aus hast du eine tolle Sicht auf den Zusammenfluss von Aare und Reuss. Die Pause naht, doch bevor es soweit ist, solltest du durch die Quartierstrassen und das alte Industriegebiet der BAG zum Limmatspitz spazieren. Hier kannst du beobachten, wie die Limmat in die Aare fliesst. Im Sommer eignet sich der Limmatspitz übrigens auch toll zum Baden.

 

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Für den wohlverdienten Kafi-Stopp empfehle ich dir die Besenbeiz „Sunntigs-Kafi Wasserschloss“. Wie schon der Name sagt, ist dieses Café nur am Sonntag jeweils von 10 – 18 Uhr geöffnet. Im inneren Teil gibt es zwei bis drei Tische, aber am schönsten ist es eigentlich, wenn man bei Sonnenschein draussen sitzen kann. Nach Voranmeldung bietet das Kafi übrigens auch einen Brunch an – kommt auf meine Liste, das muss ich noch ausprobieren. Ausgefallene Getränke (z.B. Ingwer Limonade), leckeres Eis (von Gasparini) und frisch gebackener Kuchen von Mutti versüssen dir den Tag. Vor allem beim Kuchen solltest du auf Zack sein: Kaum kommt er aus dem Ofen, ist er auch schon bis aufs letzte Stück verkauft! Den Rote Beete Kuchen mit Ingwer verpassen wir knapp, aber dafür hats dann bei uns für ein lauwarmes Stück Schlorzifladen gereicht – köstlich!

 

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Das Sunntigs-Kafi scheint sich zu einem Hotspot zu entwickeln, wir treffen nicht nur Leute mit Kind und Kegel aus der Region, nein, es gibt tatsächlich Spaziergänger, die extra aus Meilen im Kanton Zürich angereist sind, nur weil sie von diesem schmucken Plätzchen gelesen hatten!

 

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Für den Rückweg empfehle ich dir, via Vogelsanger Brücke durch den Geissenschachen zu spazieren. Wenn du Glück hast, siehst du hier sogar noch einige Wasserbüffel.

 

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Schnapp dir entlang des Uferweges zwischen Vogelsangerbrücke und dem südlichen Ende des Waldrandes an der Militärstrasse einen Flyer zum Lehrpfad Wasserschloss an einem der nummerierten Posten 1 bis 10. So erfährst du gleich, wie man einen Laubfrosch glücklich macht oder wieso es in diesem Gebiet immer wieder zu Ueberflutungen kommt.

 

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Nun gehst du entweder über die ARA-Hängebrücke (Vorsicht, ganz schön wacklig!) zurück auf die Windischer Seite oder du bleibst auf der Brugger Seite und schlenderst über die Zollbrücke und durch die Brugger Altstadt zurück zum Bahnhof.

 

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Man muss nicht immer in die Ferne schweifen…

 

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Auf Otto Waalkes Spuren: Eine Reise durch Ostfriesland (Deutschland)

Seit den 80ern bin ich ein grosser Fan von Otto Waalkes. Davon habe ich auch schon in meinem Beitrag von Emden berichtet. Nach meinem Kurzabstecher hatte ich mir selber versprochen, nach Ostfriesland zurückzukehren und die Region besser kennenzulernen.

 

Wo liegt denn eigentlich Ostfriesland? Viele denken ja – logisch – im Osten Deutschlands bzw. an der Ostsee. Aber nein, der Name verwirrt: Ostfriesland liegt im Nordwesten Deutschlands an der Nordseeküste!

 

Obwohl Aurich, die zweitgrösste Stadt Ostfrieslands, nicht mal in meinem Reiseführer erwähnt war (versteh ich nicht), habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Hier findet man problemlos einen Parkplatz und kann an einem Samstag gemütlich durch die Fussgängerzone bummeln, ohne Stress, ohne Hektik. Das gibt’s doch sonst nirgends mehr. Auch auf der Strasse sind die Ostfriesen total entspannt, es hupt keiner, es drängelt keiner und Stau kennt man sowieso nicht. Die perfekte Region für einen Roadtrip.

 

Mein Roadtrip führte mich vom Herzen Ostfrieslands an die Nordseeküste nach Campen, zum höchsten Leuchtturm Deutschlands. Ich persönlich würde ihn auch als hässlichsten Leuchtturm Deutschlands bezeichnen, aber egal, Leuchtturm ist Leuchtturm und ich liebe Leuchttürme!

 

Ostfriesland, Leuchtturm Campen, Deutschland

 

Umso entzückter war ich dann, als ich nur wenige Minuten später beim Pilsumer Leuchtturm ankam. Bildschön ist er, der rot-gelb gestreifte, kleinste Leuchtturm Deutschland. Und wohl auch deswegen nicht aus Ottos Filmen wegzudenken.

 

Ostfriesland, Leuchtturm Pilsum, Deutschland

 

Der Pilsumer Leuchtturm liegt nahe bei Greetsiel, DEM Touristenmagnet. Der malerische Fischerort mit Giebelhäusern gilt zurecht als einer der schönsten Sielhafenorte an der deutschen Nordseeküste. Ein Siel ist übrigens eine tiefe Rinne im Watt und dient der Entwässerung des eingedeichten Landes – muss man alles erstmal wissen…

 

Ostfriesland, Greetsiel, Deutschland

 

„Balsam für die Sinne“ sei ein Spaziergang durch Greetsiel, sagt zumindest mein Reiseführer. Wo er Recht hat, hat er Recht. Die spezielle Atmosphäre nimmt einen sofort gefangen. Obwohl der Hafen die Hauptattraktion ist, sind die Zwillingsmühlen das Wahrzeichen des Ortes.

 

Ostfriesland, Greetsiel, Deutschland

 

Der Küste entlang geht es weiter zum nächsten Sielhafen: Nessmersiel. Hier legen die Fähren nach Baltrum ab. Beim Sandstrand neben dem Hafen lässt es sich gut in den farbenfrohen Strandkörben entspannen.

 

Ostfriesland, Nessmersiel, Deutschland

 

Lieblingsort dieses Dorfes ist allerdings Aggis Huus (hört sich Schweizerdeutsch an, ist aber tatsächlich Plattdeutsch!), ein gemütliches Café, das auch Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen aus den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf schätzt. Den neusten Band habe ich übrigens während dieser Reise verschlungen – spannend, wenn man an den ganzen Tatorten persönlich vorbei kommt!

 

 

Ostfriesland, Nessmersiel, Deutschland, Aggis Huus

 

Nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der schönsten Häfen befindet sich in Neuharlingersiel. Auch hier säumen hübsche Giebelhäuser das Hafenbecken. Es lässt sich herrlich von Café zu Café und von Souvenirshop zu Souvenirshop schlendern.

 

Ostfriesland, Neuharlingersiel, Deutschland

 

Abschluss meines „Ostfriesland in einem Tag Road Trips“ machten die zusammen gehörenden Häfen Carolinensiel und Harlesiel. Schau dir das Bild an, da ist man doch sofort tiefenentspannt!

 

Ostfriesland, Carolinensiel, Deutschland

 

Vom Museumshafen Carolinensiel aus kannst du der Harle entlang bis zum Hafen Harlesiel spazieren und dann die gleiche Strecke mit dem Raddampfer Concordia II zurückfahren.

 

Obwohl ich viel in diesen einen Tag gequetscht habe, war es ein wunderschöner Ausflug. Ich habe so viel gesehen und fühlte mich keinen Moment in irgendeiner Art und Weise gestresst, der immer während Nordseewind bläst dir automatisch den Kopf frei. Zwar war ich an einem der wohl meistfrequentierten Tage (Osterwochenende mit 20 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein) unterwegs, fand aber immer einen Parkplatz, immer einen Tisch in einem Café und traf immer auf äusserst freundliche Leute. Eine Tour zu den Sielhäfen der Nordseeküsten kann ich dir nur empfehlen. Ostfriesland, ich mag dich!

 

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Die fantastischen 5 in Nizza (Frankreich) – Teil I

30 Jahre ist es her, seit ich in Nizza für drei Monate Französisch studiert habe. Die Sprache war in der Schule nie mein Lieblingsfach gewesen, aber ich hatte das Gefühl, als Schweizerin sollte man sich zumindest in dieser Landessprache unterhalten können. Nicht wirklich grossartig motiviert reiste ich im Juni 1989 an die Côte d’Azur. Morgens ging ich vier Stunde in die Schule, den Nachmittag verbrachte ich jeweils mit meinen Mitschülern am Strand, genauer gesagt am Plage Forum. Es war der Sommer meines Lebens! Nebst Französischkenntnissen bescherte mir der Sommer 89 auch wunderbare Freundschaften. Mit vieren dieser Freunde bin ich bis heute regelmässig in Kontakt. Wir entschieden, unser 30jähriges Jubiläum in Nizza zu feiern!

 

Als wir unser Wochenende gebucht hatten, war uns nicht bewusst gewesen, dass zur gleichen Zeit auch die Filmfestspiele in Cannes und in Nizza stattfinden… Spätestens im Flieger war das dann aber offensichtlich: Wir waren umzingelt von Möchte-gern-Promis und –Groupies mit aufgeblasenen Lippen, künstlichen Brüsten und unnatürlich runden Hinterteilen. Gekrönt wurde dieses Aussehen von Pelzjacken (notabene im Mai…) und Versace Anzügen. Auch der Flughafen Nizza war gut besucht: Die Privatjets der Festival Besucher standen in Reih und Glied!

 

Nicht nur die Promis wurden abgeholt, auch für uns hatte die Vermieterin unserer Wohnung einen Chauffeur mit Limousine reserviert – man reist mit Stil! 🙂 Apropos unsere Wohnung: Mitten in der Altstadt Nizzas liegt das Appartement Rue de la Boucherie. Für 2-4 Personen kann ich es mit zwei Schlafzimmern absolut empfehlen. Die fünfte und sechste Person muss dann auf der ausziehbaren und sehr durchgelegenen Couch schlafen – nicht ganz so bequem, aber für ein Wochenende durchaus machbar. Die Wohnung scheint neu renoviert und befindet sich an einer Toplage, umgeben von Shops und Restaurants ist alles sehr gut zu Fuss erreichbar!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Appartement Rue de la Boucherie

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Appartement Rue de la Boucherie

 

Nizza bietet nicht DIE Sehenswürdigkeiten wie andere Grossstädte. Nizza muss man geniessen und erleben. Dazu starten die Franzosen den Tag am liebsten in einer Brasserie, lesen die Nice Matin, trinken einen Kaffee und essen ein Croissant.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Vielle Ville, Nice Matin

 

Bäckereien gibt es in Nizza wie Steine am Meer (ja, Nizza hat keinen Sandstrand!). Für ein gutes pain au chocolat empfehle ich dir die Boulangerie Blanc an der Ecke Rue Raoul Bosio/Rue Alexandre Mari in der Nähe vom Palais de Justice.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, pain au chocolat

 

Für ein ausführlicheres Frühstück würde ich immer wieder ins Pain & Cie. gleich am Anfang vom Blumenmarkt (3 Rue Louis Gassin) gehen. Hier kriegst du Brot, Müesli, Eier, Orangensaft, Kaffee – alles was das Frühstücksherz begehrt.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, pain & cie

 

Die Promenade des Anglais ist das Paradestück Nizzas. Hier lässt es sich herrlich dem Strand entlang flanieren.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais

 

Vor 30 Jahren war dies mein täglicher Heimweg bis zur Bushaltestelle gewesen. Heute erinnern unzählige Poller und auch die allgegenwärtige Militärpolizei daran, dass dieser Ort vor einigen Jahren Schauplatz des tragischen Terroranschlages war. Das „I love Nice“ Schild wurde im Gedenken an den Anschlag erstellt und ist ein Symbol der Liebe der Einwohner an ihre Stadt.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Für eine erste Uebersicht der Stadt würde dir meine Begleitung unbedingt das kleine Touristenbähnli empfehlen. Wir haben den Spass für € 15 mitgemacht und fuhren während 45 Minuten einmal quer durch die Altstadt bis zum Hafen und wieder zurück. Aber auch zu Fuss lässt sich Nizza gut entdecken. Wir bummelten die ganze Promenade entlang bis zu unserem geliebten Plage Forum – und mussten dort traurig feststellen, dass der Plage Forum in der Vorsaison nicht wirklich zum Verweilen einlädt und – noch viel schlimmer – gar nicht mehr Plage Forum heisst. Wir flüchteten schnell weiter zum Plage Blue Beach, wo wir uns in der Strandbar direkt am Meer Häppchen und Rosé Wein gönnten. So lässt es sich aushalten!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice, Plage Blue Beach

 

Anschliessend gönnten wir uns in der Zone Pietone (Fussgängerzone) ein unglaublich leckeres Bio-Eis bei Amorino.

 

Die Kalorien müssen wieder abgelaufen werden: Die beste Aussicht auf Nizza hast du ganz klar vom chateau. Es warten einige Treppenstufen auf dich, aber die Anstrengung lohnt sich. Du kannst entweder die Treppen in der Nähe vom „I love Nice“ Schild nehmen, oder du schlenderst durch die Altstadt zum Place Rossetti, weiter der Rue Rossetti entlang und folgst dann dort den Treppen. Letztere Variante hat mir persönlich besser gefallen.

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Eine etwas andere, aber nicht minder faszinierende Perspektive hast du von der Rooftop Bar im Aston La Scala Hotel (Nähe Place Massena). Mit einem Glas Côte de Provence in der Hand schweift der Blick über die Dächer von Nizza, aufs Mittelmeer oder auf die Berge hinter der Stadt. „Herrenmässig“, würde Ennio dazu sagen!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice, Place Massena

 

Fürs Abendessen hast du unzählige Möglichkeiten. Vor 30 Jahren habe ich die beste Pizza meines Lebens in der Zone Pietone von Nizza gegessen – wirklich wahr! Auch heute sehen die Pizzas dort noch unglaublich lecker aus, doch wir zogen etwas mehr Atmosphäre vor und verloren uns in den engen Gassen der vieille ville. Der Zufall wollte es, dass wir im Restaurant Le Claire Fontaine am Place Rossetti landeten. Dieser kleine Platz mitten drin mutet sehr italienisch an. Nebst Restaurants und Cafés findest du hier auch die berühmte Gelateria Fenocchio, mit unendlich vielen ausgefallenen Eissorten wie Lavendel, Coca Cola oder Rose…

 

Du merkst, unser Ausflug nach Nizza war klar von Essen und Trinken dominiert. Aber wie ich schon sagte: Nizza muss man geniessen! Obwohl umrahmt vom aristokratischen Monaco, vom mondänen Cannes und das Champagner getränkte Saint Tropez auch nicht weit ist, verstecken muss sich die Stadt an der Côte d’Azur keineswegs! We love Nice!

 

Nizza, Côte d'Azur, Frankreich, Promenade des Anglais, I love Nice

 

Uebrigens, wenn du am Abreisetag aus der Ferienwohnung musst und nicht den ganzen Tag den Koffer mit dir rumschleppen möchtest, empfehle ich dir Bagguys mitten in der Altstadt beim Place Rossetti. Hier kannst du für € 8 pro Tag deinen Koffer einstellen – tolles Konzept!

 

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Mit dem Fahrrad durch Kopenhagen (Dänemark)

Wenn man eine Stadt per Fahrrad entdecken muss, dann ist das Kopenhagen. Keine andere Stadt in Europa ist so gut für Fahrräder erschlossen wie Kopenhagen, da kann sogar Amsterdam einpacken! Ueberall gibt es separate, gut abgetrennte und vor allem breite Radwege, überall gibt es Abstellplätze für Fahrräder – mir ist es vorgekommen, wie wenn Fahrräder immer Vortritt haben, egal, ob Fussgänger oder Autos kommen… Die Hälfte aller berufstätigen Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Arbeit. Naja, wenn’s bei mir zu Hause so flach wäre wie in Kopenhagen, könnte ich mir das auch überlegen…

 

Im Hotel mieten wir für DKK 150 (mit ca. € 20 doppelt so teuer wie in Dresden – willkommen in Dänemark!) recht unspektakuläre Fahrräder. Aber alles funktioniert bestens und ein Körbchen für die Einkäufe gibt’s auch noch dazu! Nach ein paar hundert Metern fahren denken wir „oh, nicht mal eine Gangschaltung?“, doch plötzlich stellen wir fest, dass das Rad von alleine schaltet: Kaum wird es anstrengend, schaltet das Rad einen Gang runter! Intelligentes Rad, habe ich so noch nicht erlebt.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo

 

Ich starte ja den Tag am liebsten mit einem leckeren Frühstück. Dafür kann ich dir das Café Wulff & Konstali wärmstens empfehlen. Das ist zwar für uns nicht gleich um die Ecke, aber hey, wir haben ja ein Fahrrad! J Mit einem kurzen Abstecher durch die Hippisiedlung Christiania geht es zum Café. Frühaufsteher (wie wir) bekommen ein fixfertiges Brunch-Plättli mit Rührei, zwei Würstchen, Avocado und Brot. Ab 9 Uhr kannst du dann auf der Karte ankreuzen, welches Brot du womit belegen möchtest.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Café Wulff & Konstali

 

 

Frisch gestärkt geht’s zurück über die Langebro (Lange Brücke), an Tivoli und Hauptbahnhof vorbei durchs hippe Västerbro. Hier kann ich dir übrigens zwei tolle Lokale empfehlen. Da ist einmal das Café Bang & Jensen in der ehemaligen Apotheke am Istedgade 130. Passt gut für Frühstück und Lunch, wir hatten hier zum Apero leckere Nachos und Drinks. Eine weitere Bar entdeckten wir zufällig im Meatpacking District, wo sich rund um einen unansehnlichen Supermarktplatz einige Bars und Restaurants angesiedelt haben: Das Noho! Obwohl wir nach dem besten Gin gegoogelt hatten, bestellten wir schlussendlich einen Rasberry Smash (Lillet), der war sooo lecker, es musste gleich noch ein zweiter bestellt werden! Bei Tripadvisor kommt die Bar nicht so gut an, wir allerdings fanden die Atmosphäre toll, die Drinks super und würden da sofort wieder hingehen.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Café Wulff & Konstali

 

Aber zurück zu unserer Fahrradtour: Vorbei am Carlsberg Gebäude (die Strasse stieg tatsächlich leicht an!) ist der Frederiksberg Park unser nächstes Ziel. Eigentlich haben wir hier ein grossartiges Wasserschloss erwartet, allerdings stellt sich bei genauerem Lesen unserer Unterlagen heraus, dass das Wasserschloss rund 40 Minuten mit dem Auto von Kopenhagen entfernt ist. Hier erwartet uns nur dieses kleine Schloss:

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Frederiksberg Park

 

Egal, die Fahrradtour ist schön und führt uns nun quer durch die Stadt zum Rosenborg Schloss.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Rosenborg Schloss

 

Durch die wunderschöne Parkanlage schieben wir das Rad und erreichen schon bald die Amalienborg, der Wohnsitz der dänischen Königsfamilie. Timing ist alles, wir sind rechtzeitig zur Wachablösung da.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Schloss Amalienborg

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Schloss Amalienborg

 

Als wir von einem kurzen Schauer überrascht werden, wollen wir uns bei einem der Torbogen im Schlossareal unterstellen. Wir stehen dort keine zwei Sekunden, als einer der Wachen auf uns zukommt und uns streng darauf hinweist, dass wir hier nicht stehen dürfen. Immerhin wissen wir nun, dass die Wachen nicht stumm sind… 😉

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Schloss Amalienborg

 

Schon bald kommt die Sonne wieder hervor und wir radeln dem Wasser entlang zu DER Attraktion Kopenhagens: Der lille havfrue (Kleine Meerjungfrau) – Betonung auf „lille“, denn sie ist wirklich verschwindend klein!

 

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Nach dem obligaten Foto schwingen wir uns auf die Sättel, möchten weiterfahren und… hören Militärmusik. Wir haben keine Ahnung, wo die herkommt, doch als wir ihr folgen, landen wir mitten im Kastellet, einer der am besten erhaltenen Festungsanlagen der Stadt Kopenhagen. Und das ist gut so, denn wir werden vom nächsten Regenschauer überrascht. Hier können wir uns beim Torbogen unterstellen, kein Wächter jagt uns weg und gleichzeitig lauschen wir der Musik. Ohne diese hätten wir die schönen roten Gebäude tatsächlich verpasst.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Kaserne

 

Durch das malerische Nyhaven geht es zurück ins Stadtzentrum.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Nyhaven

 

Unsere letzte Attraktion für den heutigen Tag ist der Rundturm, das älteste funktionsfähige Observatorium Europas. Für DKK 25 (rund € 3.50) spaziert man den breiten spiralförmigen Gang hoch (früher wurden die Herrschaften mit der Kutsche hochgefahren!) und geniesst oben die schönste Aussicht über Kopenhagen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Turm nur 36 Meter hoch ist.

 

Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir bei der Christiansborg vorbei. Der Schlossturm ist mit seinen 106 Metern übrigens der höchste Turm der Stadt.

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Schloss Christiansborg

 

Gleich vis-à-vis von der Christiansborg befindet sich das Cocks and Cows am Gammel Strand 43. Hier bekommst du die besten Burger der Stadt! Ja, wir habens getestet und für gut befunden! 🙂

 

Noch besser gefallen hat uns allerdings die Ruby Bar, gleich eine Strasse weiter. Wir haben uns kaum reingetraut, weil der Eingang mit dem unscheinbaren Schild aussieht wie ein Eingang in ein Wohnhaus. Und tatsächlich, wenn du die Tür öffnest, hast du das Gefühl, du stehst mitten in einem gemütlichen Wohnzimmer. Das Ambiente ist stilvoll und elegant zugleich, die beiden super freundlichen Barkeeper sind fantastisch und die Drinks unschlagbar. Wir waren glücklich mit einem Melange (mal wieder Lillet!) und einem Lovage Fizz (endlich Gin!). Ich würd‘ mal sagen, wir haben hier ein verstecktes Juwel entdeckt!

 

Kopenhagen, Dänemark, Fahrrad, Velo, Ruby Bar

 

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Café Hopping in Fribourg/Freiburg (Schweiz)

Wenn es um Sprachen geht, sind wir Schweizer ein Phänomen: In der Deutschschweiz, wo Deutsch gesprochen wird, lernen wir in der Schule bis zu acht Jahre Französisch. In der französischen Schweiz, wo Französisch gesprochen wird, lernt man entsprechend Deutsch. Und trotzdem mag der durchschnittliche Deutschschweizer nicht gerne Französisch sprechen und der durchschnittliche Welsche nicht gerne Deutsch – lieber sprechen wir miteinander Englisch… Ich bin da keine Ausnahme! Das ist wohl auch einer der Gründe, warum ich mich eher selten im Welschland (französische Schweiz) aufhalte. Grund genug, jetzt endlich mal Fribourg/Freiburg, die Stadt am Röschtigraben (Grenze Deutschschweiz/Welschland) zu besuchen!

 

Die üblichen Verdächtigen, die schon die besten Cafés in Zürich, Luzern und Winterthur entdeckt haben, machen sich nun auf den Weg, die Studentenstadt Fribourg auszukundschaften.

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping

 

Bevor es den ersten Kaffee gibt, geht es in die berühmte Käserei „Fromages Sciboz“ am Boulevard de Pérolles. Hier werden mehr als 360 Käsesorten angeboten. Wir stürzen uns in erster Linie auf die Fondue-Mischungen, für mich gibt es kein besseres Fondue als das Fribourger Fondue! Die Bedienung lässt leider zu wünschen übrig: Als wir vor dem Kühlschrank stehen und überlegen, wie viel Gramm Käse wir benötigen, werden wir doch tatsächlich von der Angestellten weggerempelt, damit sie sich eine Mischung für einen anderen Kunden aus dem Kühlschrank holen kann. Wir staunen, bleiben freundlich und unterstellen mal nicht, dass man hier keine Deutschschweizer mag… 😉

 

Unser Spaziergang führt dem Boulevard de Pérolles entlang. Die Umgebung ist nicht wirklich charmant, aber unser Ziel umso erfreulicher: Gleich in der Nähe der Hochschule für Technik und Architektur befindet sich der von aussen eher unscheinbare Fabrikladen von Chocolat Villars. Eigentlich möchten wir hier nur Schokolade einkaufen, aber als wir sehen, dass zum Laden auch noch ein Café gehört, ist die Entscheidung schnell gefallen. Wir holen uns Kaffee und Schokolade, setzen uns hin und… dann fängt eine Angestellte tatsächlich an, bei allen Fenstern die Rollläden runter zu lassen und die Stühle auf die Tische zu stellen. Es ist 12.10 Uhr, der Laden ist offiziell bis 12.30 Uhr geöffnet und wir sind bei weitem nicht die einzigen Gäste. Wir staunen, bleiben freundlich und unterstellen mal nicht, dass man hier keine Deutschschweizer mag… 😉

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Chocolat Villars

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Chocolat Villars

 

Mit dem Bus Nr. 1 geht es zurück ins Zentrum bis Fribourg St. Pierre. Hier beginnt nun der touristische Teil unseres Ausfluges: Während die Einheimischen es vorziehen, mit dem Bus in die an der Saane gelegene Altstadt zu fahren, nehmen wir die seit 1899 ohne Strom oder Abgase, dafür mit Abwasser funktionierende Funiculaire (Standseilbahn) – das nenne ich mal nachhaltig! Einen Fahrplan scheint es nicht zu geben. Als wir den Schaffner (ja, den gibt es auch!) fragen, wann die nächste Bahn fährt, ist die Antwort „bientôt“ (bald)… Wir staunen, bleiben freundlich und unterstellen mal nicht, dass man hier keine Deutschschweizer mag… 😉

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Funiculaire

 

In der Basse-Ville (Unterstadt) angekommen, führt unser Weg durch die wohl grösste mittelalterliche Altstadt der Schweiz ans Wasser. Während man Anfang 13. Jahrhundert die Saane in Fribourg nur mit einem Fährboot überqueren konnte, hat man heute den Luxus von drei wunderschönen Brücken. Wir starten mit der aus Stein erbauten St. Johannbrücke, die uns zu den Matten führt, wo auch die ehemalige Kaserne steht.

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Basse-Ville, Kaserne

 

Das Quartier erinnert stark an das Matten-Quartier in Bern. Schon kurze Zeit später erreichen wir die Mittlere Brücke (Pont du Milieu). Von hier hat man eine tolle Aussicht auf Fribourgs malerische Altstadt.

 

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Wir überqueren die Pont du Milieu und erreichen das Herzen der Altstadt, wo uns ein Flohmarkt erwartet. Wir schenken dem keine weitere Beachtung, interessieren uns viel mehr für die gedeckte Holzbrücke (Bernbrücke), die wieder in die Neustadt führt. Ich finde es spannend, dass über all diese kleinen Brücken immer noch Autos fahren dürfen, während in Kleinstädten wie z.B. Brugg oder Bremgarten, die ähnlich alte Brücken haben, diese für den Verkehr längst geschlossen worden sind.

 

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Wir bleiben in der Altstadt und nehmen die steilste Strasse der Stadt, den Stalden, auf uns.

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Stalden

 

Am Ende des anstrengenden Aufstiegs erwartet uns die Belohnung des Tages, das charmante Café du Belvédère. Den Eingang, eine kleine Tür in verfallenen Mauern, hätten wir beinahe übersehen. Doch als wir eintreten, sind wir bei weitem nicht die einzigen. Wahrscheinlich ist das gemütliche Café in jedem Reiseführer erwähnt, denn hier findest du die Terrasse mit der wohl spektakulärsten Aussicht auf die Stadt. Wir haben Glück, der Tag ist schön und auf der Terrasse ist tatsächlich noch ein Plätzchen für uns frei. Das Personal ist super freundlich und mehrsprachig, das Publikum äusserst gechillt, einerseits Studenten und Einheimische, anderseits auch Besucher älteren Jahrgangs. Hier scheint sich jeder wohl zu fühlen. Zu essen gab es leider nicht viel, aber die leckeren „planchettes“ (kalte Plättchen) haben unsere knurrenden Magen fürs Erste beruhigt.

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping, Café du Belvédère

 

Frisch gestärkt spazieren wir vorbei an spätgotischen Häuserfassaden durchs Burgquartier hoch bis zur Kathedrale. Vom Turm aus soll man eine tolle Aussicht auf die Stadt haben. Wir verzichten drauf, einerseits ist vor uns grad eine Gruppe hoch, anderseits kommen wir ja bereits von der Terrasse mit der schönsten Aussicht auf die Stadt…

 

Wer in Fribourg einkaufen möchte, sollte die Rue de Lausanne/Rue de Romont ins Auge fassen. Die verkehrsfreie Strasse führt vom Bahnhof quer durch die Altstadt.

 

Fribourg, Freiburg, Schweiz, Café Hopping

 

Wir brauchen nicht weiter einzukaufen, Käse und Schokolade machen uns glücklich! Aber zum Abschluss möchten wir uns, wie sich das für Kafi-Tanten gehört, in ein gemütliches Café setzen, Kaffee trinken, Kuchen essen und plaudern. Man glaubt es nicht, aber wir finden kein Café, dass Kuchen anbietet! Isst man in Fribourg keinen Kuchen? Oder haben wir den richtigen Ort einfach nicht gefunden? Wir müssen für diesen Zweck tatsächlich auf unserem Heimweg einen Zwischenstopp in Bern (!) einlegen.

 

Du merkst schon, eine Liebeserklärung an Fribourg war das nicht, aber es ist immer die gute Gesellschaft, die zählt – zudem ist die malerische Altstadt absolut einen Besuch wert!

 

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Schloss Moritzburg bei Dresden (Deutschland) – wo Märchen wahr werden

Wer kennt ihn nicht, den zauberhaften Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, der zum festen Bestandteil des Weihnachtsprogramms auf diversen Fernsehsendern gehört. Ich schaue mir den Film jedes Jahr an. Da gehört es natürlich zum Pflichtprogramm, bei einem Dresden-Besuch einen Abstecher zum Schloss zu machen. Schloss Moritzburg, wo Teile des Films gedreht wurden, befindet sich eine halbe Stunde ausserhalb von Dresden.

 

Mit dem Bus Nr. 477 fahren wir direkt nach Moritzburg. Jetzt, Ende März, ist hier noch nicht viel los, aber ich kann mir vorstellen, dass hier im Sommer der Bär tanzt!

 

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Wir spazieren einmal um das Gebäude herum, immer auf der Suche nach der berühmten Treppe! …und werden fündig: Ein goldener Schuh zeigt, wo Aschenbrödel vor dem Prinzen geflüchtet ist, nachdem sie ihm ein Rätsel gestellt hat:

 

„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.

Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.

Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr.“

 

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Den Schuh haben wir gefunden, die Prinzen haben wir nicht bekommen – der Schuh passte nicht… Vielleicht passt er dir??

 

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Ich sehe direkt vor mir, wie der Schimmel Nikolaus unter den Treppen auf das Aschenbrödel wartet und sie flink in der Nacht entschwinden, bevor der Prinz sie einholen kann.

 

Das Innere des Schlosses sehen wir uns nicht an, lieber möchten wir zum einzigen Leuchtturm Sachsens spazieren! Der rund zwei Kilometer lange Weg dorthin führt durch den Wald hinter dem Schloss bis zum Fasanenschlösschen. Weisst du noch, wie Aschenbrödel vor den Augen des Prinzen mit der Armbrust einen Raubvogel schiesst. Das war sicher hier!

 

Wir durchqueren den Garten des im Rokoko-Stil erbauten Fasanenschlösschens und stehen vor dem zweitältesten Binnenleuchtturm Deutschlands. Er ist nur knapp 22 Meter hoch. Ob sich da die von Mai bis Oktober angebotenen Besichtigungen lohnen, scheint mir eher fraglich…

 

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Gleich neben dem Leuchtturm steht das „Ausspanne am Leuchtturm“, ein zauberhaftest Café, welches sich perfekt für eine Pause bei Kaffee und Kuchen oder Waffel am Stiel anbietet.

 

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Auf dem Rückweg nach Moritzburg kommen wir an einem kleinen Tümpel vorbei. Kannst du dich erinnern, wie Stiefmutter und Stiefschwester von Aschenbrödel mit ihrem Schlitten in einen halbgefrorenen Teich gefallen sind? Ich bin überzeugt, das muss hier gewesen sein! Wer mehr zu Aschenbrödel & Co. erfahren möchte, sollte unbedingt im Winter hierher kommen. Dann findet immer die Winterausstellung zum Kultfilm statt.

 

Die Gegend ist übrigens nicht nur wegen Prinzen und Prinzessinnen bekannt, sondern auch wegen Indianern. Nicht weit weg vom Schloss, in Radebeul, wohnte Karl May, der Erfinder Winnetous. Heute findest du hier das Karl May Museum.

 

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Dresden – Mit dem Rad entdeckt (Teil II)

In unserem Hotel (Holiday Inn City) konnten wir für € 10 pro Tag Fahrräder mieten. Die Altstadt eignet sich nicht wirklich für eine Fahrradtour, das allgegenwärtige Kopfsteinpflaster schüttelt dich ganz schön durch. Aber eine Fahrt der Elbe entlang und durch die Neustadt ist absolut empfehlenswert. 1‘220 Kilometer lang ist der Elberadweg! Ein toller Zwischenstopp lohnt sich im kreativen Viertel Dresdens. Wer die Sternschanze von Hamburg kennt und liebt, der wird sich hier pudelwohl fühlen. In der Görlitzer Strasse braucht es etwas Durchhaltevermögen, bis man hinter den mit Graffiti vollgeschmierten Häusern die Kunsthof Passage entdeckt. Jeder Hof ist von Künstlern zu verschiedenen Themen gestaltet worden, Hauswände und Hinterhöfe wurden in Kunstwerke verwandelt.

 

Der Hof der Elemente überrascht mit blauen und gelben Fassaden, geschmückt mit Regenrohren und Alublechen, die die Elemente darstellen sollen.

 

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Eine riesige Giraffe schmückt die Fassade im Hof der Tiere.

 

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Sowohl in diesen Hinterhöfen als auch im restlichen Szeneviertel (Aeussere Neustadt) entdeckt man immer wieder hippe Cafés, Kneipen, Restaurants, Galerien und kleine Gedöns-Lädchen. Hier lohnt es sich definitiv, sich Zeit zu nehmen und ein bisschen zu bummeln und zu stöbern.

 

Unsere Tour mit dem Rad führt weiter der Elbe entlang bis zum City Beach – perfektes Urlaubsflair mit Liegestühlen, Beachvolleyballplatz und sogar einem Leuchtturm.

 

Dresden, DDR, Ostdeutschland, Deutschland, City Beach

 

Bei dem traumhaften Wetter ist hier einiges los. Wir machen unsere Pause bei der etwas gechillteren Hafenmeisterei, ebenfalls direkt an der Elbe und dem Pieschener Hafen.

 

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Ob man sich hier heute noch für Gruppenfahrten sammelt, wage ich zu bezweifeln… 😉

 

Dresden, DDR, Ostdeutschland, Deutschland, City Beach

 

Auf der Rückfahrt in Richtung Innenstadt haben wir die Skyline Dresdens ständig vor Augen. Diese ist zwar nicht besonders hoch (die Gebäude dürfen nicht höher als der 101 Meter hohe Turm des Residenzschlosses sein!), aber nicht minder eindrücklich. Dieser berühmte Blick auf die Dresdner Altstadt mit der Augustusbrücke nennt sich auch Canaletto-Blick, weil er vom Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, im 18. Jahrhundert gemalt wurde – man lernt nie aus!

 

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Auf dem Weg zum Hotel kommen wir zufällig bei der KeXerei, der Keksmanufaktur, vorbei. Während hier kurz vor Weihnachten mit den berühmten Dresdner Christstollen Hochbetrieb herrscht, ist es jetzt im Frühling verhältnismässig ruhig. Ich gebs zu, mit einem Christstollen lockt man mich nicht hinter dem Ofen hervor, aber die Zimktkekse, die ich hier gekauft habe, die sind der Knaller!

 

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