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Café Hopping in Winterthur (Schweiz)

Was an einem strahlend schönen Herbsttag ging, geht natürlich auch jetzt, im Winter: Café Hopping in Winterthur! In Zürich und Luzern hatten wir das bereits schon mal gemacht, nun sollte also die zweitgrösste Stadt im Kanton Zürich (und notabene die sechstgrösste Stadt der Schweiz!) an der Reihe sein.

 

 Wir starteten gleich hinter dem Bahnhof beim Einkaufszentrum Neuwiesen im Gottlieber. Es war der perfekte Auftakt: Auf chilligen Lounge-Möbeln genossen wir Kaffee und die berühmten Gottlieber Hüppen im Sonnenschein. Bei der grossen Anzahl von Hüppen waren wir regelrecht überfordert, die äusserst freundliche Bedienung musste die verschiedenen Sorten tatsächlich 3x aufzählen, bis wir uns entscheiden konnten. Schliesslich wählten wir Gianduja, Grand Cru und Kokos – alles empfehlenswert!

 

Winterthur, Café, Gottlieber, Hüppen, Schweiz

 

Auf dem Weg zur Altstadt machten wir Halt in Frida’s Coffee & Cake in der Archhöfe City Mall, ebenfalls nahe beim Bahnhof. Obwohl man sich mit der auf altmodisch gemachten Einrichtung sehr Mühe gegeben hat, ist die Atmosphäre mitten im Einkaufszentrum nicht wirklich lauschig. Aber die super freundliche Bedienung und die leckere Quiche haben das wieder wett gemacht. „Frög d’Frida, sie weiss, was guet für dich isch!“ („Frag Frida, sie weiss, was gut für dich ist!“) steht auf der Speisekarte! Wir haben die Bedienung natürlich gefragt und gleichzeitig herausgefunden, dass diese „Tida“ hiess und nicht „Frida“ – fand ich sehr witzig…

 

Winterthur, Café, Frida's Coffee & Cake, Quiche, Schweiz

 

Quer durch die Altstadt ging es über den Neumarkt in die Steinberggasse. Hier findet übrigens von März bis Oktober jeweils am zweiten und letzten Samstag des Monats ein riesiger Flohmarkt statt. Nur im Vorbeigehen sahen wir das Café Fahrenheit, direkt neben dem Flohmarkt. Super beschaulich sah dort der gedeckte Garten aus.

 

Eher zufällig entdeckten wir das CinCin an der Steinberggasse 7. Aufgefallen war mir das Schiebefenster: Wie im Drive In (hier eher „go in“) kann man durchs Fenster einen Kaffee oder Tee to go bestellen. Wir liessen es uns nicht nehmen, in den Laden zu gehen und entdeckten ein wahres Tee-Juwel. Egal, welche Teesorte du suchst, hier findest du sie. Egal, gegen welches Leiden du einen Tee möchtest, hier bekommst du ihn. Der quirlige Verkäufer war mit solch einer Leidenschaft bei der Arbeit, wie ich es selten gesehen habe. Uns hatte er gleich in der Tasche, wir kauften alle etwas! Ich gönnte mir einen Rooibostee mit Zimt, mmhhh, mein neuer Lieblingstee!

 

Winterthur, Café, CinCin, Tee, Schweiz

 

Gerne hätten wir im Café Cappuccino an der Obergasse 14 eine Pause gemacht. Der Aussenbereich sah super aus, dementsprechend war aber auch alles besetzt. Innen ist es eher klein und unscheinbar, wir beschlossen, weiter zu gehen. Winterthur hat ja noch so viel zu bieten.

 

Und tatsächlich, nur einige Häuser weiter ergatterten wir im Hi & Da, ebenfalls an der Obergasse, den letzten Platz. Die Inneneinrichtung besteht aus gemütlichen Palettenmöbeln, doch bei dem schönen Wetter zogen wir es vor, draussen zu bleiben. Wie sagt mein deutscher Freund so schön: Sitzen, gucken, Kaffee trinken! Das kann man im Hi & Da wunderbar machen. Für mich gab es zwar keinen Kaffee, sondern einen absolut empfehlenswerten Chai Latte und leider waren wir zu satt, um etwas zu essen, doch die hausgemachte Aprikosenwähe (Tünne, Turte, Früchtekuchen), die unsere Tischnachbarn assen, sah zum Reinbeissen lecker aus!

 

Winterthur, Café, Hi & Da, Schweiz

 

Absoluter Höhepunkt des Tages sollte noch folgen: Durch die Haupteinkaufsstrasse (Marktgasse) bummelten wir zurück in Richtung Bahnhof. Gleich in der Nähe, im toll umgebauten Sulzer Areal, befindet sich nicht nur die von mir heiss geliebte Outback Lodge (australische Spezialitäten), sondern auch das super originelle Les Wagons Bistro & Bar. Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen mir und den umgebauten, über 100 Jahre alten Wagen der Uetlibergbahn! Angestrahlt von der Abendsonne sassen wir gemütlich vor der Bahn (sozusagen auf dem Perron/Bahnsteig) und genossen ein fantastisches Apéro Plättli mit Salziz, verschiedenen Käsesorten, Trauben, getrockneten Tomaten und Essiggürkli. Zum Anstossen gab es einen wohl verdienten Hugo: Auf die Freundschaft! So lässt man den Tag gerne ausklingen.

 

Winterthur, Café, Les Wagons Bistro & Bar, Schweiz

 

Fazit: Kaffee und Tee (und Hugo!) trinken in Winterthur macht unheimlich Spass. Die Auswahl ist zahlreich und die Bedienung in den von uns besuchten Cafés war ausnahmslos freundlich (und das, obwohl wir keine Zürcher sind… 😉 )!

 

Folge mir um die Welt!

 

Das neue Casa Caminada am Ende der Welt – in Fürstenau (Schweiz)

Im Bündnerland hats Nachwuchs gegeben! Der Schweizer Sternekoch Andreas Caminada hat nebst dem Gault-Millau-Tempel Schloss Schauenstein neu das Casa Caminada eröffnet. Das Gute an dieser Geburt: Das Casa Caminada ist auch für Otto Normalverbraucher absolut erschwinglich – und es gibt (zumindest bis jetzt) keine einjährigen Wartezeiten für eine Reservierung!

 

Alternativ zur staureichen Gotthard-Route kann man auf der A13 über den San Bernardino in Richtung Süden fahren. Auf dieser Strecke, kurz vor dem Splügenpass, noch im Tal unten, nimmst du die Ausfahrt Thusis Nord und erreichst wenige Sekunden später Fürstenau. Dominiert wird der Ort vom vorerwähnten Schloss Schauenstein.

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Gleich vis-à-vis vom Schloss, mitten im malerischen Dorfkern, befindet sich das neu eröffnete Casa Caminada. Dieses ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch ein Hotel, eine Bäckerei und ein Laden. Ich hatte drei Tage zu vor für einen Samstag auf 18 Uhr einen Tisch reserviert. Zu meiner grossen Freude war bei unserer Ankunft auch noch der Laden geöffnet.

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Als ich nach den Oeffnungszeiten fragte, zuckte man mit den Schultern und meinte „Ach, wenn das Restaurant geöffnet ist, ist immer jemand hier“! Das nenne ich mal kundenfreundlich! Wir nutzten die Gelegenheit und deckten uns ein mit leckerem Roggen- und Dinkelbrot sowie diversem Trockenfleisch. Ich war total begeistert, als ich entdeckte, dass hier „Biltong“ verkauft wird, eine Tockenfleischspezialität, die ich bis jetzt nur in Südafrika gefunden habe. Natürlich wird Biltong in Fürstenau nicht aus Springbock-Fleisch gemacht, sondern mit Fleisch der heimischen Gemse.

 

Das Casa Caminada ist traditionell bündnerisch und trotzdem modern.

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Jetzt im November, als es um 18 Uhr bereits dunkel war, waren überall Kerzen aufgestellt. Obwohl die Einrichtung eher spartanisch ist, ist sie gleichzeitig sehr gemütlich. Wir fühlten uns sofort wohl. Die freundliche Bedienung deckte uns mit fantastischem Brot und selbst gemachter Butter ein. Was soll ich sagen? Ich hätte nichts weiter gebraucht, ich hätte mich nur vom Brot ernähren können – der Brotkorb wurde bei uns 3x aufgefüllt… 🙂

 

Die Speisekarte bestand hauptsächlich aus Spezialitäten aus dem Bündnerland und genau das bestellten wir auch: Nüsslisalat zur Vorspeise und Maluns mit Apfelkompott und Bergkäse sowie Gemsrücken mit Quarkbizochels als Hauptgerichte. Selbstredend, dass alles unglaublich lecker geschmeckt hat, es blieb kein Krümel übrig. Eigentlich wären wir nach dem Essen (und vor allem nach dem vielen Brot…) mehr wie satt gewesen, aber wenn man schon in Fürstenau ist, kann man natürlich nicht auf ein Dessert verzichten. Wir wählten eine köstliche, karamellisierte Apfeltarte und verschiedene Glacésorten. Das Casa Caminada schreibt auf seiner Webseite: „Kein Besteck ist so sinnlich wie der Löffel. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, wenn Sie Messer und Gabel einmal links liegen lassen und den Teller bei uns einfach auslöffeln.“ Wir haben das wortwörtlich befolgt!

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau, Casa Caminada, Restaurant, Gaul Millau, Schweiz

 

Bei unserer Ankunft waren wir die ersten Gäste gewesen. Im Laufe des Abends füllte sich das Restaurant bis auf den letzten Platz. Zu unserem grossen Erstaunen schienen wir die einzigen „Unterländer“ zu sein, die meisten Gäste waren Einheimische.

 

Fürstenau war mir bis vor kurzem kein Begriff gewesen, das Schloss Schauenstein schien „am Ende der Welt“ gelegen. Doch mit dem Casa Caminada ist „das Ende der Welt“ etwas näher gerückt. Ein Besuch im Restaurant kann man mit einem Ausflug in die Viamala-Schlucht, einem Skitag in Laax oder wie eingangs erwähnt mit der Fahrt ins Tessin verbinden. Ich jedenfalls werde das zukünftig so machen, und ich habe mir fest vorgenommen, auch mal im Casa Caminada zu übernachten. Die Bilder der Hotelzimmer auf der Webseite sehen mehr wie einladend aus!

 

Ich weiss, dieser Artikel hört sich schwer nach bezahlter Werbung an. Aber glaub‘ mir, weder der Spitzenkoch selber noch sein Team wissen, dass ich hier schreibe. Die haben meine Werbung gar nicht nötig, die sind auch so jeden Abend ausgebucht! Ich schreibe diesen Text, weil ich vom Restaurant begeistert bin und weil ich denke, dass dich das auch begeistern könnte. Oder warum sonst fahre ich zwei Stunden hin und zurück für ein Nachtessen?

 

Folge mir um die Welt!

 

Ein Bild geht um die Welt: Aescher-Wildkirchli im Alpsteingebiet (Schweiz)

„Sönd wöllkomm“ (Seid willkommen) – so freundlich wird man überall im Appenzellerland begrüsst. Für mich eine der schönsten Regionen der Schweiz, ein Blick auf die grüne Hügellandschaft wirkt beruhigend und erholsam. Meinen Bericht über die Hauptstadt des Kantons Appenzell Innerrhoden kannst du übrigens hier nachlesen.

 

Das Appenzellerland hat viel zu bieten. Schon ganz lange stand bei mir der Besuch des Alpsteingebietes und des alten Berggasthauses Aescher auf der Liste. Sobald du das Bild siehst, weisst du, wovon ich spreche…

 

Aescher, Wildkirchli, Appenzell, Schweiz, Röschti

 

Seit dieser Ort von National Geographic zum schönsten Ort der Welt gekürt wurde, pilgern die Touristen in Scharen dorthin. In zu grossen Scharen… Dem Pächter-Ehepaar vom Aescher ist der Trubel zu viel geworden, die Infrastruktur der ehemaligen Alphütte aus dem 19. Jahrhundert kann dem Besucheransturm nicht mehr gerecht werden. Anfang November diesen Jahres wurde das Aescher vorerst geschlossen und neue Pächter werden gesucht.

 

 

Grund für den Ansturm ist sicherlich auch die relativ einfache Anreise zum Aescher: Ab Wasserauen nimmt man die Gondelbahn auf die Ebenalp. Hier bitte erstmal stehen bleiben und die rundum Aussicht geniessen!

 

Aescher, Wildkirchli, Ebenalp, Appenzell, Schweiz

 

Nach einem 20minütigen recht steilen Fussweg via Höhle und Einsiedelei gelangst du zum Wildkirchli. Von dort sind es nur noch wenige Meter über einen Holzsteg der Felswand entlang zu einem der ältesten Gasthäuser der Schweiz, dem Aescher Wildkirchli. Ein wirklich eindrücklicher Anblick, wie das Gasthaus in den Fels gebaut ist. Viele Touristen kommen mit Converse-Turnschuhen, Leder-Handtasche an einem Selfi-Stick am anderen Arm… – das kann man machen, empfehlenswert ist so ein Outfit in den Bergen allerdings nie!

 

Wir haben Glück und ergattern einen Tisch im Innern des Gasthauses, direkt neben der Felswand mit Aussicht auf den Hohen Kasten. Das Tischset ziert ein allerliebster Brief von Sepp an Fräulein Dorothé.

 

Aescher, Wildkirchli, Ebenalp, Appenzell, Schweiz, Röschti

 

Noch besser als das Tischset ist allerdings die Menükarte: Was soll ich sagen? Im Aescher gibt es die besten Röschti, die ich je gegessen habe. Wirklich! Und meine Freunde haben zum Dessert die einheimische Spezialität Schlorzi Flade gegessen, ebenfalls super lecker. Schon verrückt, was auf 1‘454 müM alles in der Küche gezaubert wird, wenn man bedenkt, dass weder fliessendes Wasser noch Strom vorhanden sind und dass die Abwaschmaschine nicht laufen kann, wenn gleichzeitig Röschti gekocht wird!

 

Eigentlich war der Plan, dass wir wieder mit der Gondelbahn herunterfahren. Als wir jedoch die vielen Leute sahen, beschlossen wir, an diesem schönen Nachmittag zu Fuss ins Tal zu wandern. Sportlich gesehen ein absolut richtiger Gedanke, muskelkatertechnisch weniger… 3.7 Kilometer in 1 h 45 min schienen uns machbar – erst im Nachhinein sah ich im Internet, dass wir eine „anspruchsvolle Wanderung“ ausgewählt hatten… Anfangs führte der Weg über grüne Alpwiesen, vorbei an riesigen Fliegenpilzen und über die Skipiste.

 

Aescher, Wildkirchli, Ebenalp, Appenzell, Schweiz

 

Auf der Bommenalp gab es eine kurze Pause und wir nutzten die Gelegenheit, um frischen Alpkäse zu kaufen. Ich hatte das Gefühl, das Aergste wäre geschafft, nun würde es sicher auf einem schönen Wanderweg über Wiesen ins Tal gehen. Aber oha, der felsige Alpstein ist nicht zu unterschätzen: Der Blättliweg im Wald war ziemlich steil, mit vielen Stufen und zwischendurch auch recht rutschig – aber der Pfad ist in gutem Zustand. Bereits nach einer halben Stunde steilem Abstieg waren die Knie wie Pudding…

 

Umso mehr hatten wir uns den Feierabend-Drink in der Pfefferbeere (einem umgebauten Wagen der Appenzeller Bahn) mit Ausblick auf den Alpstein verdient!

 

Aescher, Wildkirchli, Ebenalp, Appenzell, Schweiz, Pfefferbeere

 

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Shopping-Trip ins sexy Groningen (Niederlande)

„Groningen? Nicht grad sexy!“ war die Reaktion auf meine Aussage, dass ich nach Groningen fahren würde. Warum ausgerechnet Groningen? Meine Antwort: „Warum nicht!“ Ich hatte einen Artikel über die Studentenstadt im Norden Hollands gelesen und hatte mir in den Kopf gesetzt, Groningen zu besuchen. Nun war es soweit – und ich wurde nicht enttäuscht!

 

Groningen ist für mich nicht ganz einfach zu erreichen, die Stadt ist 855 km von meinem Wohnort entfernt und ein Flughafen mit Direktflug ab Zürich ist nicht wirklich in der Nähe. Also war eine Reise mit Auto angesagt, sowieso besser, wenn man an die fantastischen Shopping-Möglichkeiten in Holland denkt… 🙂 Die Hinfahrt unterbrachen wir mit einer Uebernachtung in Frankfurt und zwei Kurzstopps in Münster und Emden. Emden liegt zwar nicht direkt am Weg, aber wenn ich so nahe bei Ottos Heimat bin, dann MUSS ein Stopp in Ostfriesland einfach sein!

 

Groningens Stadtkern ist eingerahmt von typischen Grachten. Wir übernachteten im modernen Best Western Hotel Groningen Centre am Rande der Innenstadt, direkt neben den Grachten. Die Lage ist top, die Angestellten sind super freundlich und hilfsbereit. Ein Parkplatz in der Tiefgarage ist mit € 17 pro Nacht nicht grad günstig, aber ich war froh, konnte ich das Auto stehen lassen und die Stadt zu Fuss erkunden. Bei der Reservierung hatte ich ein ruhiges Zimmer mit Aussicht angefragt und bekam tatsächlich ein Zimmer im obersten Stock mit fantastischem Blick über die Stadt. Was will man mehr?

 

Groningen, Niederlande, Holland, Best Western Hotel

 

Die Folkingestraat in Groningen soll die schönste Einkaufsstrasse der Niederlande sein. So viele Einkaufsstrassen kenne ich in Holland noch nicht, aber dass die Folkingestraat sehenswert ist, kann ich definitiv unterschreiben.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Folkingestraat

 

Gleich zu Beginn machten wir Halt im Frietwinkel und assen die leckersten Pommes, die ich während dem ganzen Trip in Holland gegessen habe. Fasziniert hat mich die Tatsache, dass an der Tüte für die Pommes eine weitere kleine Tüte befestigt war, wo die Mayo reinkam – sehr clever!

 

Groningen, Niederlande, Holland, Folkingestraat, Frietwinkel

 

 

Entzückende kleine Geschäfte wie Lily & Rose (hier gibt es mein geliebtes Blonde Amsterdam Geschirr, ich bin beinahe nicht mehr aus dem Laden rausgekommen…), Folk (Designs, Briefpapier etc.), Fris (Schmuckstücke selber gestalten), Bäckereien, Schokoladengeschäfte und Eiscafés lassen das Shopping-Herz höher schlagen. Aber auch die Oosterstraat (viele Wohn- und Interiorgeschäfte), Zwanestraat und die Herestraat (Haupt-Einkaufsstrasse) sollte man nicht links liegen lassen.

 

Schönstes Geschäft am Vismarkt ist definitiv der Interior Shop Laif & Nuver. Gleich daneben der Schnäppchenmarkt SoLow und Flying Tiger, der dänische Schnickschnack-Shop, dem ich in keiner Stadt widerstehen kann. Unbedingt einen Besuch abstatten solltest du dem Supermarkt Albert Heijn im schönsten, historischen Gebäude am Vismarkt. Wir haben uns hier mit 1001 Teesorten und Gewürzbrot eingedeckt!

 

Groningen, Niederlande, Holland, Vismarkt

 

Zwei weitere Pflichtshops für mich, wenn ich in Holland bin: Dille & Kamille (am Grote Kromme Elleboog 18-20 kannst du dich mit Küchenbedarf bis zum Geht-nicht-mehr eindecken!) und Manfield. Was für ein Schock, als ich feststellen musste, dass mein Lieblings-Schuhladen an der Herestraat „dauerhaft geschlossen“ war. Erst später sah ich, dass ein neuer Manfield am Grote Markt im Bau, aber leider noch nicht eröffnet war.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Grote Markt

 

 Auf dem Weg von der Folkingestraat zur Herestraat spazierten wir durch kleine Querstrassen und – oops – landeten unverhofft im Rotlichtviertel Groningens. Nicht nur in Amsterdam, auch hier stehen/sitzen die Damen in Bikinis (es war über 30 Grad heiss) in Fenstern und Hauseingängen und warten auf Kundschaft – am hellen heiteren Nachmittag. In diesem Zusammenhang muss ich dir gleich noch ein Bild eines Schaufensters zeigen, welches wir zufällig in der Oosterstraat (also nicht im Rotlichtviertel!) entdeckt haben.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Oosterstraat

 

Und Groningen soll nicht sexy sein??

 

Wer shoppt, wird irgendwann mal müde und hungrig. Da muss mehr her als nur Pommes im Stehen. Als Super-Tipp erwies sich das Restaurant De Uurwerker am Uurwerkersplein 1. Versteckt in einem Innenhof befindet sich hier eine coole Location mit Studentenatmosphäre. Bei schönem Wetter sitzt man draussen auf Holzbänken, bei schlechtem Wetter ist man im äusserst hipp eingerichteten Restaurant – „gezellig“ würden es die Niederländer nennen! Egal, was man isst, alles ist super lecker.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Restaurant, De Uurwerker

 

Groningen, Niederlande, Holland, Restaurant, De Uurwerker

 

Und wer sich auf dem Heimweg noch einen Absacker gönnen möchte, dem empfehle ich die rooftop Bar Cappuvino. Die tolle Aussicht über die Stadt muss man sich verdienen, indem man drei enge Stockwerke durchs Restaurant hochgeht. Doch dann erwartet dich eine openair Bar in äusserst relaxter Atmosphäre. Während in Zürich eine Bar an dieser Lage mit Schickimicki-Leuten gefüllt wäre, tummelten sich hier ganz entspannt Hinz und Kunz mit Einkaufstüten (ich!), Birkenstock-Sandalen (nicht ich!) oder silbrigen Halbschuhen in jeder Altersklasse. Das mag ich so an den Holländern, diese Ungezwungenheit.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Bar, Cappuvino

 

Groningen, Niederlande, Holland, Bar, Cappuvino

 

Ebenfalls einen Besuch wert an einem lauen Sommerabend ist das Harbour Café an der Voor Het Voormalig Klein Poortje, vis-à-vis vom Best Western Hotel. Hier sitzt man auf gemütlichen Lounge Möbeln, etwas abseits vom Trubel, direkt an der Gracht und lässt bei Snacks und Drinks den Tag ausklingen – „heel goed“.

 

Groningen, Niederlande, Holland, Grachten, Harbour Café

 

Sexy oder nicht sexy, Groningen ist auf alle Fälle einen Shopping-Trip wert – mir hats gefallen!

 

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Insider Tipps: Mallorca (Spanien)

Mallorca, Cala Ratjada, Spanien, Insider TippCordula und Dirk sind die grössten Mallorca-Fans, die ich kenne. Mehrere Male im Jahr fliegen sie auf die Balearen-Insel und geniessen ihre kleine Wohnung in Cala Ratjada. Hier sind ihre Insider Tipps: 

 

In welchem Verhältnis steht ihr zu Mallorca?

 Sehr positiv

 

 Was macht Mallorca für euch so besonders?

 Die Vielseitigkeit: Landschaft, Sport, Freizeit

 

 Welche Sehenswürdigkeit muss man in Mallorca gesehen haben?

 Port Soller (Orangen-Bahn), Cap Formentor, Märkte von Santanyi und Arta, Kathedrale von Palma

 

 Wo geniesst ihram liebsten eine Tasse Kaffee in Mallorca?

 In Cala Ratjada im „Los Amigos“, Plaça dels Mariners No 3

 

 Welches ist euer Lieblingsrestaurant in Mallorca? Warum?

 Bei Walter im Mamma Mia, Cala Ratjada

Das Chiringuito in Cala Sa Nau

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Mallorca?

Alter Piratenturm, Cala Agulla (Talaia de Son jJumell auf dem Gipfel des Berges Es Telégraf im äussersten Osten Mallorcas)

 

Was ist euer persönlicher Geheimtipp für Mallorca?

Bar Café El Coto, Plaça de la Drassana 12, in Palma

 

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Frühstück mit Aussicht auf dem Stockhorn (Schweiz)

Manche Marketing-Fritzen (ich darf das sagen, bin selber eine Marketing-Tante 🙂 ) machen ihren Job richtig gut. Die machen den so gut, dass auch ich ihrem Produkt nicht widerstehen kann! So geschehen beim Stockhorn: Ich sah dieses eine Bild in einer Zeitschrift, grandioser Ausblick auf den Thunersee bei Sonnenaufgang. Es war klar, da musste ich hin, besser heute als morgen. Dumm nur, dass heute der einzige Tag in diesem fantastischen Hitzesommer war, wo Regen angesagt war… Egal, der Regen sollte erst am Nachmittag kommen. Grund genug, früh aufzustehen und einen einmaligen Sonnenaufgang beim Stockhorn zu erleben.

 

Der erste Platzregen überraschte mich bereits auf der Autobahn in Richtung Bern. Es prasselte so laut aufs Autodach, dass ich mein Navi nicht mehr hören konnte. Via Wimmis fuhr ich ins Simmental nach Erlenbach. Mittlerweile regnete es nicht mehr, war aber mit nur noch 15 Grad ungemütlich kühl und der Himmel richtig verhangen.

 

Stockhorn, Thunersee, Schweiz, Berner Oberland, Hinterstockensee, Oberstockensee

 

Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch. Mit der nigelnagelneuen Panoramakabine (sie wurde am 21. April 2018 eingeweiht) ging es von Erlenbach auf das 1600 müM gelegene Chrindi. Hier mussten wir umsteigen in die ältere Seilbahn, die uns aufs Stockhorn führte. Während der Fahrt sahen wir nun, wo die ganzen Angler hinwollten, die mit ihren Angelruten im Chrindi ausgestiegen waren: Wir hatten beste Aussicht auf die beiden Bergseen Hinterstocken- und Oberstockensee. In diesen Gewässern soll es von Regenbogenforellen nur so wimmeln.

 

Stockhorn, Hinterstockensee, Oberstockensee, Schweiz, Berner Oberland, Simmental

 

Uebrigens, ein Kombiticket Bahnfahrt mit Fischerpatent für bis zu 6 Fische (mit Halbtax) kostet 41 Franken, während ein Kombiticket Bahnfahrt mit Stockhorn-Zmorge (mit Halbtax – aber ohne Regenbogenforelle) 51 Franken kostet. Drei Mal darfst du raten, wofür ich mich entschieden habe…

 

Auf dem Stockhorn angekommen, steuerten wir als Erstes auf die Panorama-Aussichtsplattform in der Stockhorn-Nordwand zu. Der Himmel wurde immer grauer, ich wollte wenigstens ein Foto ohne Regen machen. Von 2‘190 müM hatten wir eine fantastische Aussicht auf den Thunersee und Umgebung. Hätte das Wetter mitgespielt, wären sogar das Elsass und der südliche Schwarzwald zu sehen gewesen.

 

Stockhorn, Thunersee, Schweiz, Berner Oberland

 

Ganz Mutige (und Schwindelfreie) können sich auf die gläserne Plattform wagen und die Aussicht von einer anderen Perspektive aus geniessen.

 

Stockhorn, Schweiz, Berner Oberland

 

Im Gipfelrestaurant gönnten wir uns das leckere Stockhorn-Zmorge. Ich würde gerne sagen „wohl verdient“, aber ausser Seilbahn fahren und fotografieren hatten wir nicht wirklich viel gemacht… Zum Zmorge gab es herrlich frischen Zopf, verschiedene Brotsorten, Käse und Fleisch aus der Region, Rührei, Birchermüesli, Früchte – alles, was das Frühstücks-Herz begehrt.

 

Ich konnte zwar nicht das Foto schiessen, das ich mir erhofft hatte (und ganz ehrlich, der Stockhorn-Marketing-Fritz ist auch nicht ganz ohne Photoshop ausgekommen; bei seinem Bild fehlt nämlich die Glasschiebetür, die auf die Plattform führt…), aber lohnenswert war dieser Ausflug allemal.

 

Stockhorn, Thunersee, Schweiz, Berner Oberland

 

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Walking Tour um den (halben) Hallwilersee (Schweiz)

26 Grad und Sonnenschein waren angesagt. Tatsächlich begrüssten uns dann eine zähe Hochnebeldecke und eine frische Bise. Nichtsdestotrotz starteten wir unsere Tour entlang dem Seeuferweg um den (halben) Hallwilersee frohen Mutes in Meisterschwanden beim Restaurant Seerose. Parkplätze gibt es dort viele, aber umsonst gibt es heute nix mehr…

 

Wer es noch nicht weiss, der Hallwilersee ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Aargauer und ist in nur einer Stunde von Zürich erreichbar. Immer im Oktober findet der Halbmarathonlauf rund um den Hallwilersee statt. Die Laufstrecke lässt sich natürlich auch kürzen und durch die diversen Schiffstationen mit einer Schifffahrt verbinden.

 

Hallwilersee, Aargau, Schweiz

 

Wir waren früh unterwegs, noch war das „Verkehrsaufkommen“ erträglich. Aber bereits am späten Morgen wimmelt es am See nur so von Spaziergängern, Walkern und Joggern. Unser Weg führt direkt dem See entlang in Richtung Tennwil, weiter nach Seengen. Hier befindet sich eine Rekonstruktion eines Pfahlbauhauses. Unterwegs trifft man immer mal wieder auf romantische Grillplätze und allerliebste Badehäuser. Mein Lieblingsort ist die Frauenbadi in Seengen. Hier kann man wunderbar die Seele baumeln lassen.

 

Hallwilersee, Frauenbadi, Seengen, Aargau, Schweiz

 

Hallwilersee, Frauenbadi, Seengen, Aargau, Schweiz

 

Nicht weit vom Pfahlbauhaus entfernt, am Nordende des Sees, trifft man auf die Mündung des Aabachs und eines der schönsten Wasserschlösser der Schweiz, das Schloss Hallwyl. Der Rundgang durch das Museum zeigt das Leben und Wirken der Aargauer Adelsfamilie von Hallwyl. Im Sommer verwandelt sich der Schlosshof in eine Opernkulisse oder in ein Openair-Kino. Beide Veranstaltungen sind absolut empfehlenswert.

 

Hallwilersee, Schloss Hallwil, Seengen, Aargau, Schweiz

 

Wir haben bereits die Hälfte unseres Weges erreicht. Für ein kurzes Stück verlassen wir die Uferlandschaft und walken durch die Quartierstrassen, wo wir die schönen Häuser und Gärten bewundern. Kurz nach Boniswil stossen wir wieder direkt an den See.

 

Hallwilersee, Boniswil, Aargau, Schweiz

 

Auch auf dieser Seeseite tauchen immer mal wieder schöne Rast- und Grillplätze auf. Die meisten sind nur zu Fuss erreichbar. Unser Tagesziel ist Birrwil, wir erreichen dies nach gut zwei Stunden. Von Birrwil nehmen wir via Beinwil das Schiff zurück nach Meisterschwanden und gönnen uns dort auf der Terrasse des Restaurants Seerose ein leckeres Mittagessen mit Aussicht auf den See. Die 26 Grad-Marke ist leider immer noch nicht erreicht, aber immerhin zeigt sich jetzt mal ein Stückchen blauer Himmel und Sonnenschein.

 

Wer den ganzen See umrunden möchte, braucht dazu rund 5 Stunden – mit den diversen Möglichkeiten für Kaffee- und Kuchenstopps lässt sich daraus wunderbar ein Tagesausflug gestalten.

 

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