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30 Stunden in Florenz (Italien) – Teil 2

Stell dir vor, du hast zwei Tage Zeit in Italien. Was würdest du dir alles anschauen wollen? Ich hatte meiner amerikanischen Freundin vorgeschlagen, entweder nach Rom, Venedig oder Florenz zu reisen. Ihre Antwort: „Ok, das machen wir alles!“ Es war ihr Ernst! Schliesslich konnte ich sie aber doch überzeugen, dass wir uns für diese 30 kurzen Stunden auf eine Stadt konzentrieren sollten, nicht auf drei… Aufgrund der besten Flugverbindungen entschieden wir uns für Florenz. Teil 1 unserer 30 Stunden in Florenz kannst du hier nachlesen.

 

Aber nur bei Florenz sollte es natürlich nicht bleiben, gleichzeitig die Toskana zu sehen wäre auch wünschenswert! Dafür bot sich die Chianti Tour mit Wine Tasting von Viator an.

 

Florenz, Italien, Chianti Tour, Wine Tasting

 

Mit rund 50 weiteren Touristen (manchmal muss man in den sauren Apfel beissen…) ging es in einem grossen Tourbus ins Hinterland von Florenz. Schon bald waren wir inmitten der typischen Hügellandschaft der Toskana, bedeckt von malerischen Weinbergen. Erster Stopp war das Weingut Panzanello.

 

Nach einer kurzen Einführung ging es zur Verköstigung in den Weinkeller. Wir probierten einen Chianti Classico, einen Chianti Riserva und einen Il Manuzio. Alle drei Weine sehr köstlich!

 

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Chianti Classico wird übrigens nur in der sanften Hügellandschaft zwischen Florenz und Siena hergestellt und ist der älteste Wein der Toskana. Die Produktionsvorschriften sind streng: Chianti Classico besteht zu 80 % aus San Giovese Trauben und zu 20 % aus anderen roten Traubensorten (z.B. Cabernet oder Merlot), Zusatz von weissen Rebsorten ist nicht erlaubt. Die Trauben werden Ende September geerntet, Chianti Classico darf frühstens ein Jahr nach der Ernte, Riserva 24 Monate nach dem Erntejahr verkauft werden.

 

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Das zweite Weingut, Riseccoli, malerisch gelegen zwischen Olivenhainen und Weinbergen, hat mir nicht nur besser gefallen, hier hat mir auch der Wein besser geschmeckt. Wir probierten ebenfalls einen Chianti Classico und einen Chianti Riserva. Ach, wenn es doch nur diese Handgepäckregel nicht geben würde…

 

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Letzter Anlaufpunkt dieser Kurzreise durch die Toskana war der zauberhafte Ort Greve. Leider hatten wir nur eine knappe Stunde Zeit. Das reichte genau für einen kurzen Spaziergang durch den Ort und einen längeren Aufenthalt in der Antica Macelleria Falorni. Seit bald 300 Jahren werden hier toskanische Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten von bester Qualität hergestellt und warten darauf, verköstigt zu werden. Ein wahrer Gaumenschmaus, ich deckte mich einmal mehr mit Salami ein –wenigstens macht mir hier die Handgepäckregel keinen Strich durch die Rechnung!

 

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30 Stunden für Florenz und die Toskana sind natürlich nichts, aber ich habe jetzt Blut gerochen; irgendwann werde ich die Toskana genauer und mit mehr Zeit im Gepäck unter die Lupe nehmen – das ist ein Versprechen!

 

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Meine neue Lieblingsstrasse in Frankfurt (Deutschland): Die Bergerstrasse

„Lass uns in die Bergerstrasse gehen“, sagte ein Freund von mir, als wir überlegten, wo wir in Frankfurt essen könnten. Es war Messezeit, wir waren beide geschafft von der Arbeit auf der Messe, wollten einerseits was Schönes essen gehen, anderseits ja nicht zu weit laufen und vor allem den Touristen- und Messebesucher-Massen (z.B. in Sachsenhausen beim Apfelwein trinken) ausweichen.

 

Bergerstrasse, Frankfurt, Deutschland

 

Ich bin ehrlich gesagt kein grosser Fan von Frankfurt. Obwohl ich alle drei Jahre für eine Woche geschäftlich dort bin, kenne ich mich in der Stadt nicht gut aus und kann ihr auch nicht wirklich etwas abgewinnen. Aber nun habe ich die Bergerstrasse entdeckt! Und bei der aktuellen Recherche habe ich auch gleich herausgefunden, dass die Bergerstrasse im Stadtteil Bornheim ist und sogar eine eigene Website hat – das ist doch mal was! Ich kenne nicht viele Strassen, die eine eigene Website haben…

 

Bergerstrasse, Frankfurt, Deutschland

 

Wir haben das Auto in einer kleinen Seitenstrasse geparkt und sind dann die auf den ersten Blick eher unscheinbare Bergerstrasse entlang gelaufen. Wir kannten uns nicht aus, suchten einfach ein Restaurant, das uns ansprach. Davon hätte es einige gegeben, die Strasse ist gesäumt von vielen Restaurants, Bars, Cafés und kleinen Boutiques und Geschäften. Uebrigens ist die Bergerstrasse mit einer Länge von fast drei Kilometern die längste Einkaufsstrasse Frankfurts! Aber an einem lauen Sommerabend sind die Restaurants gut besucht, da muss man erst noch Platz finden! Doch dann stiessen wir auf das Ecklokal Ginko und bekamen einen wunderbaren Tisch direkt am Fenster.

 

Bergerstrasse, Frankfurt, Deutschland, Ginko

 

Wir hatten keine Ahnung, was es im Ginko gab, aber das Interior und die nette Bedienung sprachen uns sofort an, das konnte nicht schlecht sein. Als Vorspeise bestellten wir einen Tapas-Teller, der fantastisch schmeckte. Aber auch meine Tagliatelle mit Lachs waren super lecker – alles richtig gemacht!

 

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Als ich am nächsten Tag wieder am Messestand arbeitete, sprach ich mit einer Bekannten. Sie meinte, dass sie am Folgetag frei hätte und am Ueberlegen sei, wo sie am besten hingehen sollte. Ich empfahl ihr – ganz der Frankfurt-Insider… 🙂 – die Bergerstrasse! Am nächsten Tag schrieb sie mir eine begeisterte Email: „Danke für den guten Tipp. Sitze gerade im Gingko, habe im Sale zwei Paar Schuhe gekauft und bin toooootal zufrieden.“

 

Sollte ich einmal gaaaanz viel Zeit in Frankfurt haben, werde ich mit Sicherheit die Bergerstrasse vom Bethmannpark über den Bornheimer Marktplatz bis zu ihrem nördlichen Ende entlang bummeln und in die vielen kleinen Läden reinschauen. Darauf freue ich mich jetzt schon!

 

Falls du auch noch schöne Ecken in Frankfurt weisst, die ich unbedingt kennenlernen sollte, lass es mich bitte wissen!

 

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Insider Tipp: Kapstadt (Südafrika)

Insider Tipp, Kapstadt, Südafrika…und grad habe ich nochmals Insider Tipps für Kapstadt bekommen! Die Schweizerin Franziska von  African Spirit Tours lebt schon seit mehreren Jahren in Südafrika und kann dir u.a. eine massgeschneiderte Südafrika-Reise zusammenstellen. Hier sind ihre Tipps:

 

In welchem Verhältnis stehst du zu Kapstadt?

Einwohnerin, Auswanderin, mein Lieblingsplatz

 

Was macht Kapstadt für dich so besonders?

Landschaft, Lebensqualität, Meer & Berge, Weine

 

Welche Sehenswürdigkeit muss man in Kapstadt gesehen haben?

Tafelberg (und alle dazugehörigen Gipfel), Zeitz MOCAA, Kap der Guten Hoffnung

 

Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Kapstadt?

In einem der vielen originellen Kaffeehäuser – keine Präferenz, kommt ganz auf die Stimmung drauf an. Zwischen Melkbos und Scarborough gibt es etwa 100.

 

Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Kapstadt? Warum?

Für den Moment Janse & Co und Bardelli’s, aber da ändert sich fast täglich, auch da kommt die Stimmung hinzu. Zudem gibt es fast wöchentlich Neueröffnungen bzw. Schliessungen.

 

Wo kann man in Kapstadt am besten shoppen? Und was?

Mode und Deko, natürlich auch Gewürze und Möbel

Kloof Street: Deko und Boutique Kleider

V&A Waterfront: lokale und internationale, Mainstream und Haut-Couture Kleiderläden

Woodstock: Vintage in allen Belangen

 

Welches Souvenir sollte man von Kapstadt mit nach Hause nehmen?

Afrika-Luft, Sonne und Meergeruch. Alles andere am besten memorisieren oder fotografieren.

 

Wo habe ich die beste Aussicht auf Kapstadt?

Tafelberg und Signal Hill, sowie Milnerton/Blouberg

 

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Kapstadt?

Woodstock

 

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Insider Tipp: Kapstadt (Südafrika)

Südafrika, Kapstadt, Dorian and BasilPia, die deutsche Besitzerin, vom Dorian and Basil, lebt seit längerer Zeit in Kapstadt und kennt die Stadt in- und auswendig.

 

In welchem Verhältnis stehst du zu Kapstadt?

Nach vielen Jahren des Reisens um die Welt bin ich vor 20 Jahren auf Kapstadt gestossen und habe mich gleich schockverliebt. Seitdem ist es zu meiner zweiten Heimat geworden; ein Ort der mir immer das Gefühl gibt, angekommen zu sein.

 

 

 Was macht Kapstadt für dich so besonders?

Die Kombination aus quirliger Großstadt, lebendigem Meer, atemberaubender Natur und vielschichtiger Kultur ist einmalig und gibt diesem Ort am Ende des afrikanischen Kontinents ein ganz spezielles Flair. Aus jedem Blickwinkel spürt und sieht man den Tafelberg, der beschützend um die Stadt herum liegt und immer wieder für eine spektakuläre Kulisse sorgt.

Für Europäer ist es leicht, sich in Kapstadt zurecht zu finden und die Menschen hier, zusammengewürfelt aus allen Kulturen der Welt, haben eine gewisse Leichtigkeit durch den Alltag zu gehen, die ich in Europa oft vermisse.

 

 Welche Sehenswürdigkeit muss man in Kapstadt gesehen haben?

Den Tafelberg zu erklimmen und die Stadt von oben zu sehen, ist sicherlich eines der Highlights. Aber durch die Stadt zu bummeln, Green Market Square und District Six Museum  mit seinen afrikanischen Wurzeln, Bo-Kaap Viertel mit vorwiegend indischem/ cape-malay Ursprung, die cosmopolite Waterfront mit Hafen und dem neuem Mocaa Museum sind alles Punkte, die auf einer „to-see“ Liste nicht fehlen sollten!

Die Schönheiten um Kapstadt herum wie Chapman´s Peak, Kap der guten Hoffnung und die Winelands gehören unbedingt auch dazu..ach und es gibt noch so vieles mehr..:)

 

 

 Wo geniesst du am liebsten eine Tasse Kaffee in Kapstadt?

Das Truth Café in downtown auf der Buitenkant Street hat die besten Baristas und es macht Spass zuzuschauen, wie sie ihre Coffee Art zaubern, ..manchmal Herzen oder Bärchen oder Blumen! Der beste Kaffeegenuss aus eigener Rösterei mit hippen Leuten und stylischem Interieur. Bei uns am Bloubergstrand immer wieder gerne das Illy Cafe in Eden on the Bay, weil es den schönsten Blick auf den Strand, den Tafelberg und die Surfer bietet!

 

 Welches ist dein Lieblingsrestaurant in Kapstadt? Warum?

Das Manna Epikure auf der Kloofstreet  ist seit Jahren mein Lieblingsplatz zum Lunch, aber es gibt soviele gute Restaurants mit hervorragendem Speiseangebot und guten Preis-/Leistungsverhältnis, dass es jedem Gourmet den Atem verschlägt! Mein Top-Favorit ist etwas ausserhalb in den Winelands und meiner Meinung nach das Non plus ultra am Kap – Babel! Alles was auf den Teller kommt, ist aus dem eigenen Garten der wunderschönen Farm Babylonstoren und wenn Liebe durch den Magen geht, dann spürt man es dort ganz besonders! Leider mittlerweile nur mit langer Vorab- Reservierung zu geniessen;)

 

 

Wo kann man in Kapstadt am besten shoppen? Und was?

Ich liebe die kleinen Geschäfte auf der Long-/ und Kloofstreet. Oft lokale Designer, die Ihre Kreationen zu vernünftigen Preisen geschmackvoll präsentieren. Auch auf dem hippen Wochenmarkt am Samstag in der Old Buiscuit Mill in Woodstock gibt es Ausgefallenes und meine Lieblingsschuhe werden von espadril.co.za angefertigt, südafrikanische handgefertigte Dessous von netterose.com und die allerschönsten Handtaschen macht meine Freundin Carmen aus der Schweiz, die seit vielen Jahren hier lebt, mit viel Liebe und Gespür für internationalen chic  –  durchzug.biz

 

 

Welches Souvenir sollte man von Kapstadt mit nach Hause nehmen?

Ein bisschen weissen Sand vom Bloubergstrand (unser HausstrandJ) eine Flasche guten Wein (Ladybird organic Merlot) und die wundervollen Erinnerungen eines Urlaubs, den man so schnell nicht vergisst und mit den Mitbringseln zu Hause wiedererleben kann!!

 

 

 Wo habe ich die beste Aussicht auf Kapstadt?

Natürlich vom Tafelberg aus, aber Signal Hill gibt einem das Gefühl, näher dran zu sein, besonders kurz vor Sonnenuntergang wenn langsam die Lichter der Stadt angehen und der Horizont die Rosa-Farbskala durchwandert, ist es einfach atemberaubend!! Dazu eine Decke und eine Flasche Wein in netter Begleitung…unbezahlbar!

 

 

 Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Kapstadt?

Wer es schafft den 1. Donnerstag im Monat hier zu sein, kann in der Stadt den „First Thursday“ erleben. Alle Galerien und Geschäfte sind bis nachts geöffnet und es macht Spass, sich die ganzen verrückten Leute anzuschauen und durch die Bree/Long/Loopstreet zu wandern und Sachen zu entdecken, die einem vorher nie aufgefallen sind. Alle Cafes und Restaurants sind voll, überall stehen Leute bei einem Glas Sekt oder Wein. Ein solcher social event ist ein wirkliches Erlebnis für alldiejenigen, die gerne unter Menschen sind.

Ansonsten ist die Lagune vor Langebaan, mit seinem karibisch-warmen Wasser und weissem Sand immer einen Schwimmausflug wert, da unsere Ozeane ja doch eher Kneipp-Charakter haben!

 

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Mein Spaziergang durch Hamburg-Eimsbüttel (Deutschland)

Wenn man eine Stadt mindestens einmal jährlich besucht, hat man sie doch so gut im Griff, dass man nicht immer mit dem Mainstream schwimmen muss, sondern auch mal abseits der touristischen Pfade auf Entdeckungstour gehen kann.

 

Eines meiner Lieblingsviertel in Hamburg ist Eppendorf. Hier befinden sich tolle Restaurants (z.B. Polettos Weinbar oder das Mama), gemütliche Cafés (Café Hegeperle), aussergewöhnliche Delikatessenläden (Viola und Mutterland), viele kleine Boutiquen (Was ist eigentlich mit dem Liebeskind-Shop passiert? Wieso ist der plötzlich weg?), die an einem Samstag lange nicht so überlaufen sind wie die Innenstadt – und natürlich der Isemarkt, der immer dienstags und freitags zwischen den U-Bahn Stationen Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke stattfindet.

 

Das benachbarte Eimsbüttel war mir bis jetzt unbekannt, höchste Zeit, dies zu ändern. Wir starteten bei der U-Bahn Station Osterstrasse und spazierten dem Heussweg entlang bis zum Café Glück und Selig. An diesem schönen Samstag Morgen waren sämtlich Tische im Aussenbereich besetzt. Im shabby chic eingerichteten Café ergatterten wir gerade noch den letzten Tisch. Die Auswahl an Frühstück ist reichhaltig, die Speisen sind toll hergerichtet, der Kaffee lecker und die Bedienung super freundlich.

 

Hamburg, Eimsbüttel, Deutschland, Café Glück und Selig

 

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Gleich in der Nähe des Cafés befindet sich der Interior Shop LIV. Gekauft haben wir nichts, aber einmal Rumstöbern lohnt sich alle mal.

 

Weiter ging es der Osterstrasse entlang, wo wir als Erstes im Die Pampi stoppten, einem Shop mit skandinavischer Mode, Möbel und Accessoires. Auch Frau Hansen und Interiör (beides Interior- und Accessoire-Shops) befinden sich an der Osterstrasse. Ich konnte mich an all den schönen Dingen kaum sattsehen.

 

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Wer nun wieder eine Pause nötig hat, der legt im Café Osterdeich oder im Café Zeitraum an der Müggenkampstrasse nochmals einen Zwischenstopp ein. Ich habe beide nur von aussen begutachtet, in Ersterem schien nicht wirklich viel los zu sein, das Zweite machte auf mich einen eher lieblosen Eindruck. Ich persönlich würde ein paar Schritte weiter gehen bis zum Café May an der Lappenbergsallee. Das sah richtig cool und trendy aus, hier tanzte der Bär.

 

Von der Lappenbergsallee geht’s mit dem Bus bis zur U-Bahn Station Schlump.

 

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Der ultimative Sight Seeing Walk durch London…

…mehrfach geprüft und praktiziert von Mia, dem hard core London-Fan (war dieses Jahr innerhalb von zwei Monaten 3x in London)!

 

Am besten startest du diesen Walk bei der London Waterloo Station. Von hier gehst du zu Fuss zum Jubilee Gardens und stehst dann direkt vor dem London Eye. London von oben geniessen? Ich kanns dir nur empfehlen! Damit du nicht lange in der Schlange stehen musst, den Ausflug am besten im Voraus planen und online Tickets buchen.

 

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Gleich einen Steinwurf entfernt vom London Eye befinden sich auch das Dungeon (gruuuuselig) und das Sea Life Aquarium. Diese Optionen würde ich mir für Regentage (davon solls in London ja einige geben…) aufheben. Bei trockenem Wetter gehst du der Themse entlang zur Westminster Bridge. Gratis-Tipp von mir: Bevor du die Brücke überquerst, warte, bis ein roter Doppeldecker-Bus kommt und knipse dann ein Foto – mit dem Big Ben im Hintergrund! Und wenn du noch ein obligates Foto in einer roten Telefonkabine knipsen möchtest, kannst du das auch gleich dort erledigen 🙂

 

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Links vom Big Ben steht die wunderschöne Westminster Abbey. Die Tothill Street führt dich zur St. James’s Park Tube Station. Kurz davor geht’s links in den Broadway. Hier gönnst du dir am besten eine Pause im Nicholson’s Pub The Feathers: ein spätes Frühstück (von Mia mehrfach getestet und als absolut empfehlenswert befunden!), einen Afternoon Tea oder Fish and Chips geniessen.

 

 

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Frisch gestärkt geht’s weiter zum Buckingham Palace. Falls du den Afternoon Tea im Pub verpasst hast, lädt dich vielleicht die Queen in ihren bescheidenen Räumen dazu ein – wer weiss?!

 

Spaziere nun gemütlich The Mall entlang, bis links eine Treppe zum Waterloo Place hoch geht. Folge der Strasse bis du den lebhaften Picadilly Circus erreichst. Mir persönlich hat es dort immer viel zu viele Leute. Am besten schnell weiter der Regent Street entlang bis zur Oxford Street. Je nachdem wie gerne du shoppst, kommst du hier schnell oder weniger schnell vorwärts… Ich liebe ja den riesigen Uniqlo Shop an der Regent Street. Für die Jungen und Trendigen sind gleich vis-à-vis vom Uniqlo Hollister und Superdry. Und die Yoga Afficionados finden in der gleichen Strasse meinen geliebten Lululemon Shop.

 

Die Regent Street ist nur das Vorspiel, die Oxford Street ist dann das eigentliche Shopping-Herz Londons.

 

Wenn du bei der Oxford Circus Underground Station angekommen bist, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du gehst die Oxford Street links entlang bis zum Marble Arch, wo du dich am Speakers Corner und im Hyde Park verweilen kannst. Oder du gehst die Oxford Street rechts entlang bis zur Tottenham Court Road Station. Mia zieht die Variante rechts vor, weil sie dann Grosseinkauf bei Primark machen kann!

 

Die wichtigsten Einkäufe sind erledigt, nun wird es wieder etwas entspannter. Du bummelst die Charing Cross Road entlang bis zum Leicester Square. Hier sind wir schon mitten drin in Londons Theater-Welt. Ich muss kurz abschweifen und dir einen Tipp geben: Bei unserem letzten Besuch haben wir das Musical Thriller besucht. Wenn dir die Musik von Michael Jackson gefällt, dann ist dieses Musical ein Muss! Wir hatten die Tickets bereits im Vorfeld online besorgt. Das finde ich einiges entspannter als kurzfristig noch last minute tickets hinterher rennen zu müssen.

 

 

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Nun aber zurück zu unserem Spaziergang, es gibt ja noch einiges mehr zu sehen! Vom Leicester Square gehst du in Richtung Covent Garden (ist übrigens alles sehr gut ausgeschildert). Dieser Ort (und all die kleinen Strässchen, die dahin führen) lädt definitiv zum Bummeln, Schauen und auch Pause machen ein. Tank nochmals ein wenig Energie, bevor es zum letzten Abschnitt unserer Reise geht:

 

In einer knappen halben Stunde spazierst du vom Covent Garden durch den Temple District zur Saint Paul’s Cathedral, eine der grössten Kathedralen der Welt. Ach, da kommen Erinnerungen auf: Am 29. Juli 1981 haben sich Charles und Diana hier das Ja-Wort gegeben! 3500 Menschen nahmen an der Zeremonie teil, zwei Millionen Schaulustige säumten die Strassen, 4000 Polizisten waren im Einsatz – ich hoffe, es ist nicht ganz so viel los, wenn du vor diesem eindrücklichen Gebäude stehst….

 

Wir lassen die Saint Paul’s Cathedral hinter uns und spazieren der Cannon Street entlang zum Monument. Gratis-Tipp von Mia: Vom Monument hast du eine atemberaubende Aussicht über die Stadt – allerdings musst du dir diese verdienen: 311 Stufen erwarten dich, bevor du die Aussichtsplattform erreichst! Oben angekommen, hast du auch bereits das Endziel vor Augen: Den Tower of London und die Tower Bridge.

 

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Und jetzt kommt mein persönlicher Gratis-Tipp: Beende diesen ultimativen London-Walk nicht mit der Tower Bridge! Ueberquere die Brücke, nimm nochmals zehn Minuten Fussmarsch auf dich, bis du zum The Shard gelangst.

 

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Spar dir die £ 30 für die Aussichtsplattform, nimm stattdessen den Fahrstuhl, der dich direkt in den 32. Stock fährt. Dort gehst du in die Oblix Bar und geniesst einen Drink für $15. Die perfekte Belohnung für den anstrengenden Spaziergang! Diese Aktion kostet dich übrigens nur halb so viel wie die Aussichtsplattform, du sitzt im Warmen (im Trocknen…), du geniesst einen Mojito (der schmeckt da ganz lecker!) und hast die gleiche, fantastische Aussicht auf London.

 

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Hard core walkers wie Mia machen diesen Spaziergang an einem Tag. Wenn du es gemütlicher angehen möchtest, kannst du die Strecke natürlich auch auf mehrere Tage aufteilen. Lass es mich wissen, wenn du diesen Walk gemacht hast. Ich bin gespannt auf deine Kommentare und Erlebnisse!

 

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Ein Wochenende in Nürnberg – in Franken… in Bayern… in Deutschland…

Es gab mal eine Zeit, da musste ich alle 18 Monate geschäftlich nach Nürnberg. Ich habs geliebt und vermisse die Besuche in der mittelfränkischen Stadt sehr. Generell finde ich ja, dass die Franken das liebenswerteste Volk in Deutschland sind – aber das habe ich schon mal hier in meiner Liebeserklärung an die Franken geschrieben…

 

 

Der Zufall wollte es, dass ich kürzlich eine Freundin für ein Wochenende in Nürnberg treffen konnte – juhuu! Unser Hotel Central lag mitten in der Nürnberg Altstadt, ein Steinwurf entfernt vom Hauptmarkt – die perfekte Lage. Ueberhaupt kann ich das Hotel empfehlen, das Zimmer war angenehm gross, das Frühstück reichlich, die Angestellten alle super freundlich (sind halt Franken… J) und die Bushaltestelle direkt vor der Haustür. Innerhalb einer halben Stunde war ich mit U-Bahn und Bus vom Flughafen zum Hotel gefahren.

 

Samstag war Shoppingtag: Für den Einkaufsbummel bietet sich die Fussgängerzone rund um die Karolinenstrassse auf der gegenüberliegenden Seite der Pegnitz bestens an. Den verkaufsoffenen Sonntag hatten wir um ein Wochenende knapp verpasst, aber dafür waren an diesem Samstag weniger Leute unterwegs als das normalerweise der Fall ist. Wer mal eine Pause vom Trubel braucht, der setzt sich ins Restaurant Luma am Lorenzer Platz, geniesst einen Teller Sushi mit einem Glas Lillet und atmet einfach mal durch.

 

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Natürlich wollten wir auch die lokale Küche geniessen. Zum Nachtessen entschieden wir uns für die älteste Weinstube Deutschlands, das Goldene Posthorn, mitten in der Altstadt. Hier genossen wir Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut – köstlich. Weniger schön war, dass uns der Kellner kein Leitungswasser bringen wollte, obwohl wir zum Essen auch noch Wein bestellt hatten. Seine Ausrede, sie hätten kein Leitungswasser, war lächerlich. Als wir ihn daraufhin erstaunt ansahen, ergänzte er, das Leitungswasser sei total verkalkt und nicht trinkbar… Ueberall in Nürnberg gibt es einwandfreies, trinkbares Leitungswasser, nur im Goldenen Posthorn scheinbar nicht – wer’s glaubt, wird selig…

 

Der Sonntag war dann ganz dem Sight Seeing gewidmet. Früh morgens machten wir uns auf den Weg in die berühmte Weissgerbergasse, nicht nur die schönste, sondern auch eine der best erhaltensten mittelalterlichen Strassen Nürnbergs! Im 2. Weltkrieg wurden 90 % dieser wunderschönen Altstadt zerstört! Aber die Nürnberger haben alles wieder aufgebaut, heute erstrahlt die Stadt in ihrem alten Glanz.

 

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Von der Weissgerbergasse wanderten wir durch die Altstadtgassen hoch zur Kaiserburg – majestätisch thront diese über der Stadt und bietet eine tolle Aussicht auf die Umgebung.

 

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Für eine Verschnaufpause lädt das Café Wanderer am Fusse der Burg, zwischen dem Tiergärtnertor und Albrecht Dürer Haus, ein. Bei schönem Wetter findet man hier kaum einen Platz, aber das hält niemanden davon ab, sich einfach auf die kopfsteingepflasterte Strasse zu setzen, dort sein fränkisches Bier oder seinen Latte Macchiato zu geniessen und sich der grossartigen Atmosphäre hinzugeben.

 

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Der grösste Touristenrummel herrscht wohl am Hauptmarkt, rund um den 19 Meter hohen Schönen Brunnen. Jeder will hier dreimal am berühmten Ring drehen, weil dies Glück bringen soll. Aber aufgepasst, es gibt zwei Ringe: einer bringt Glück und einer bringt Kindersegen. Die Einheimischen glauben, dass der schwarze Ring, der „echte“, glücksbringende Ring ist!

 

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Etwas ruhiger wird es auf der Trödelmarktinsel in der Pegnitz, zwischen Maxbrücke und Fleischbrücke – perfekt für einen Bummel am Sonntag. Gratis-Tipp von mir: Wenn du einen leckeren Apfelstrudel suchst, dann geh doch mal für den Genuss am Fluss in der urig, gemütlichen Trödel Stuben vorbei!

 

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..und dann war da noch Till Eulenspiegel, der im wunderschönen, über das Wasser gebaute Heiligen-Geist-Spital seine Streiche spielte. Hättest du das gewusst?

 

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Wenn du mal eine etwas andere Führung in Nürnberg machen möchtest, kann ich dir die historischen Felsengänge sehr ans Herzen legen. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Grundfitness (es erwarten dich viele Treppenstufen!) und keine Angst vor engen, dunklen Räumen. Die ganze Tour findet unterirdisch statt und führt dich durch ein faszinierendes Labyrinth aus Gewölben und Gängen, das sich die Nürnberger über Jahrhunderte gegraben haben. Dank den meisten Schutzräumen Europas (abgesehen von der Schweiz, wo früher jedes Haus einen Schutzraum haben musste), haben so viele Nürnberger den Krieg überlebt. Du erfährst, warum man in Nürnberg während Jahrzehnten Sauerkraut im Untergrund vergessen hat, wo man Bier am besten lagert und was der Brauerstern bedeutet. Ich möchte dir hier gar nicht zu viel verraten, mach die Tour mit, es lohnt sich!

 

Nürnberg bietet sich perfekt an für einen Wochenendtrip: übersichtlich, nicht zu gross und trotzdem hat die Frankenstadt einiges zu bieten. Ich mag Nürnberg!

 

Folge mir um die Welt!